Der männliche Vertreter unter den Pferden heißt
Hengst. Wird er im
Laufe seines Lebens kastriert, nennt er sich
Wallach. Nicht jeder
Hengst darf Hengst bleiben. Innerhalb einer Zucht dürfen nur Hengste ihre
Gene weitergeben und
Stuten decken, wenn sie gekört (siehe
Körung) wurden und eine
Hengstleistungsprüfung bestanden haben. Ein Hengst wird zwischen seinem 12. und 20. Lebensmonat geschlechtsreif. Decken sollte ein Hengst aber nicht vor dem 4. Lebensjahr. Durch seinen muskelbepackten Körper, den aufrecht
getragenen Hals und seine leichte Erregbarkeit liefert der Hengst eine imposante Erscheinung
mit viel Ausstrahlung ab.
Foto: pixelquelle.de / Katrin Lischka
Hengste erzielen zwar im Turniersport trotz ihrer leichten Ablenkbarkeit
große Erfolge, sind jedoch in der Haltung nicht ganz einfach. Durch ihren
starken Geschlechtstrieb ist ihr einziges Ziel, irgendwie zu den Stuten zu
kommen, so dass Hengste meist allein in Paddocks oder auf Weiden stehen
müssen. Auch vertreten sie anderen Pferden gegenüber ihre
Rangordnung
und giften diese oft an, so dass es für Besitzer eines Hengstes zeitweise
schwierig sein kann, einen geeigneten Pensionsstall zu finden. Da der
Umgang mit Hengsten nicht einfach ist, sind diese im Regelfall nicht für
Anfänger geeignet.
Tinker-Hengst
Foto: pixelquelle.de / tinsleys
Landläufig wird geglaubt, dass Hengste eine Pferdeherde anführen. Dies ist
jedoch nicht so! Der Hengst ist für das Zusammenhalten seiner Stuten und
die Fohlen sowie für das Sicherstellen des Herdenbestandes verantwortlich, die Leitstute (
Alpha-Stute) jedoch hat das
wirkliche Sagen.