In einem
Offenstall leben mehrere Pferde ständig im Freien, sie haben jedoch die Möglichkeit, sich in einem Unterstand vor Wind und Wetter zu schützen.
Diese Haltung entspricht am ehesten der natürlichen Lebensform des Pferdes (im Gegensatz zum Ständer oder zur Box). Es hat Auslauf, wird durch die Witterung abgehärtet und ist seelisch ausgeglichen durch
den ständigen Kontakt mit seinen Artgenossen.
Körperkontakt ist wichtig.
Foto: pixelquelle.de / Gitti
Das kommt auch dem Reiter zugute. Für den Menschen bedeutet ein Offenstall z.B. mehr Dreck am Pferd und an den Stiefeln. Der Aufwand der Pferdepflege ist dabei natürlich
höher. Auch muss man sich anfänglich z.B. mehr Gedanken um die Sicherstellung der individuellen Fütterung machen (damit ein Pferd den anderen nicht alles wegfrisst). Die Lebensbereiche eines Pferde, wie fressen, schlafen, ausruhen, laufen, sollten in einem guten Offenstall auch baulich getrennt werden.
Offenstallhaltung eignet sich nicht, wenn die Pferde häufig wechseln. Das bedeutet Stress und Unruhe in der Gruppe.
Pferde, die in Offenstallhaltung leben, müssen nicht zwangsläufig täglich bewegt werden, da sie sich selbst Bewegung verschaffen können. Jedoch ist der tägliche Besuch
eines Pferdemenschen ratsam, um das Pferd auf Verletzungen oder sonstige Auffälligkeiten zu untersuchen.
Weitere Formen der Haltung unter
Pferdehaltung.