Dresden (fn-press). Mehr Klarheit, weniger Reglement, vor allem aber das Ende des aufwändigen und teuren Versuches, in Sachsen Extra-Wege für Reiter zu schaffen, ist das Anliegen der Sächsischen Reiterverbände. In einer Petition an den Sächsischen Landtag forderten sie jetzt eine Umkehr der bisherigen Regelungen für das Reiten im Wald. Bisher ist Reiten überall verboten und nur auf eigens ausgewiesenen Wegen erlaubt. Künftig soll es genau umgekehrt sein. Damit, so der Präsident des Landesverbandes Pferdesport, Dr. Joachim Markgraf (Dresden), könne sich der Reittourismus und Reiten als Natursport in Sachsen so entwickeln, wie es in den meisten anderen Bundesländern bereits der Fall ist. Die Pressesprecherin des VfD Sachsen, Angelika Hoyer, machte deutlich, dass sich die bestehende Regelung in Sachsen nicht bewährt habe. Es seien bisher lediglich Unsummen an Steuergeldern verschleudert worden. Sache der Politik sei es, diese Dinge zu erkennen und zu ändern. Auf die bisherige Ungleichbehandlung der kleinen Gruppe der Reiter gegenüber anderen Naturnutzern machte Janos Lik, der Vorsitzende des Verbandes der Westernreiter Sachsens aufmerksam. Im Namen der Distanzreiter machte Andreas Häfele klar, dass Reiter weder Wild aufscheuchen, noch andere Naturnutzer zwangsläufig stören. Das Gewicht ihrer Petition unterstrichen die Vertreter der Reiterverbände mit rund 18 000 Unterschriften von Reitern und Pferdefreunden. Bereits vor zwei Jahren hatte eine aus Landtagsabgeordneten und Ministeriumsvertretern besetzte Kommission empfohlen, die Reitregelung im Waldgesetz zu verändern.
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FN