Ankum (fn-press). Anfang Februar war Ankum Austragungsort des ersten FEI Dressage Freestyle Forum. Unter der Leitung der Vorsitzenden des Dressur-Komitees des Weltreiterverbandes (FEI), Mariette Withages, diskutierten namhafte Richter, Trainer und Reiter mit 155 Teilnehmern aus 23 Nationen über Entwicklungen und Perspektiven im Dressursport. Anhand von Demonstrationen mit prominenten Reitern wie Ann-Kathrin Linsenhoff (Kronberg), Luise Nathorst (Schweden), Falk Rosenbauer (Hamburg) und Ignacio Ramblas (Spanien) zeigten sie im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking 2008 richtungsweisende Tendenzen im Dressursport: Welche Nuancen erhöhen in der Bewegungsausführung den Schwierigkeitsgrad und damit die Bewertung, welche Bewegungen sind nicht erlaubt sind, welche Aspekte beeinflussen genau die Choreographie? Wie aufwändig die musikalische Komposition einer Kür ist, demonstrierten zwei niederländische Musikexperten, die über ein Jahr an der Olympia-Kür von Anky van Grunsven feilten. Mit ihrer ausführlichen Computer-Animation schlüsselten sie die Entwicklung einer Kür von der Musikauswahl bis hin zu den letzten Abstimmungsfeinheiten auf. Und der Deutsche Meister im Eiskunstlauf, Daniel Weiss, erstaunte die Teilnehmer mit den Parallelen von Eiskunstlauf- und Dressurkür. „Wir wollen den Dressur-Sport noch transparenter machen“, brachte FEI-Richter Dr. Volker Moritz (Düsseldorf) das Kernziel des Fo-rums auf den Punkt. „Dann können wir die Faszination dieses Sports auch noch publikumswirksamer vermitteln.“
Quelle:
FN