Kondition ist alles Datum der Nachricht: 29.03.2005 Hamburg – Gut fünf Wochen vor dem 76. Deutschen Spring- und Dressur-Derby vom 5. bis 8. Mai 2005 ist bei Reitern und Pferden die Vorbereitung auf den Turnierklassiker längst angelaufen. Dressurass Heike Kemmer bereitet ihren Westfalen-Wallach Ferragamo vor. „Die Planung für Bonaparte und Albano ist eine andere, Ferragamo habe ich jetzt wieder verstärkt in Arbeit und hoffe, dass er bis zum Dressur-Derby gut in Form ist,“ sagt die Siegerin des 44. Deutschen Dressur-Derbys 2004. Immerhin hat die Mannschafts-Olympiasiegerin in Hamburg einen Titel zu verteidigen und liebäugelt heftig mit dem Derby: „Ich mag das Turnier, weil es so lebendig ist. Da passiert was, da ist was los.“
Während sich Ferragamo mit Dressurlektionen, Kraft- und Konditionseinheiten beschäftigt, ist bei den Springpferden reines Konditionstraining angesagt. Marcus Ehning (Borken), zweimal Zweiter im längsten Kurs der Welt, hat für den Holsteiner Hengst Locando bereits Galoppeinheiten angesetzt. Nach zwei zweiten Plätzen, davon einmal mit einer fehlerfreien Runde, ist der Mannschafts-Europameister ein Top-Kandidat für den Derby-Sieg: „Klar würde ich gern gewinnen, aber das hängt auch immer von der Tagesform ab,“ stapelt der Weltranglistenfünfte tief.
Ein besonderer Fall ist Faro, der 16 Jahre alte Wallach, mit dem Alois Pollmann-Schweckhorst aus Warstein 2004 Platz fünf belegte. Springen ist aktuell nicht so sehr das Thema für den Capitol-Enkel, der bereits Karsten Huck (Borstel) und Björn Nagel (Friedrichskoog) höchst erfolgreich über den Derbykurs getragen hat. „Mein Mitarbeiter Tim Ovelgönne hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Faro perfekt vorzubereiten,“ sagt Pollmann-Schweckhorst, „Faro hat im Winter keine Turniere bestritten, ist fit gehalten worden und macht nur mal zur Gymnastizierung ein paar Sprünge. Seitdem das Wetter besser ist, gehen die beiden raus und klettern die Hänge im Sauerland hoch und zudem geht Tim mit Faro auf die Weide, so dass das Pferd auch mal 1000 Meter am Stück galoppieren kann, vor Hamburg gehe ich dann zweimal mit ihm zum Turnier.“ Um Faros Derbyqualitäten muss sich „Alo“ kaum Gedanken machen. „Als ich 2003 mit ihm nach Hamburg wollte, habe ich in Ahrensburg bei Familie Livotto ein paar Hindernisse probiert,“ schmunzelt der Reiter, „das war aber mehr für meine Vorbereitung, als für das Pferd. Faro braucht das nicht, der weiß haarklein wo es lang geht. Das merke ich schon in den Qualifikationen, dass er jeden Weg kennt.“
Und der Weg ist lang beim ältesten deutschen Turnier in Hamburg - Klein Flottbek. Zwei Qualifikationen am Donnerstag und Freitag dienen der optimalen Vorbereitung, Sonntags präsentiert Tchibo Privat Kaffee dann den Höhepunkt – 1230 Meter lang und mit 17 Hindernissen, bzw. 26 Sprüngen gespickt. Dies Ereignis wird von 16.10 bis 17.00 Uhr in der ARD übertragen, denn das Deutsche Spring-Derby ist die Auftaktetappe der RIDERS TOUR, die in Hamburg in die fünfte Saison startet.
Tickets für das Deutsche Spring- und Dressur-Derby sind bei der Info- und Ticket-Hotline erhältlich (040) 82 64 22. Die Preise orientieren sich an den Zuschauerwünschen. Soll es eine Dauerkarte sein, ein überdachter oder offener Sitzplatz oder der „Kultplatz“ auf dem Zuschauerwall? Die Nachfrage ist nach Informationen von EN GARDE Marketing gegenüber dem Vorjahr noch gestiegen.
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