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 Bundeswettkampf 2005
Sieg für Westfalen
Datum der Nachricht: 27.05.2005
Kreuth (fn-press). Erstmals wieder nach 1990 ist ein Team aus Westfalen Sieger im Bundeswettkampf der „ländlichen Reiter“. Mit einem Endergebnis von 160 Strafpunkten hatte das Quartett von Mannschaftsführer Peter Müller (Soest) im bayerischen Kreuth die Nase vorn. Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft aus Baden-Württemberg (171,7 Punkte), die mit Michael Jung (Horb) mit Waldmeister auch den Sieger in der Einzelwertung stellten. Den dritten Platz belegte das Team des Gastgebers Bayern mit 172,2 Punkten. Insgesamt beteiligten sich elf Mannschaften an dem traditionellen Bundeswettkampf der Landesverbände, der in diesem Jahr erstmals als internationale Ein-Stern-Vielseitigkeitsprüfung „ohne Rennbahn“ (CCI*w-out SC) ausgetragen wurde.

„Es war gar nicht so einfach, eine Mannschaft zusammen zu bekommen, denn bei uns in Westfalen fanden gleichzeitig in Bielefeld die Landesmeisterschaften statt. Aber bereut hat es nachher keiner, mitgefahren zu sein – und zwar nicht nur wegen des Sieges“, sagte Peter Müller. „Wir hatten eine ganz tolle Stimmung im Team.“ Rund 25 Personen zählten die Westfalen, Eltern, Pfleger und sonstiger Anhang eingerechnet. Sogar ein eigenes Zelt hatten die Westfalen als Treffpunkt für die Mannschaft aufgeschlagen. Sportlich hatten sie sich in diesem Jahr allerdings wenig Chancen ausgerechnet. Für das Team waren Jessica Stüwe (Bocholt) mit Breake-Dance (56,3), Kristina Hebing (Bocholt) mit Wüstentraum xx (54,4) sowie Tina Cording (Herford) mit dem erst siebenjährigen It’s Mister Six (82,6) am Start. Erfahrenste Reiter im Westfalenquartett war Friederike Topphoff-Kaup (Warendorf), die mit Final Countdown Platz acht in der Einzelwertung (49,3) belegte. „Alle vier haben sich sehr gut geschlagen, vor allem im Springen“, so Müller. Und hier fiel auch die Entscheidung. Denn noch nach Dressur und Gelände lagen die Baden-Württemberger in Führung - mit knapp 16 Punkten Vorsprung. Doch diesen verbrauchte alleine schon Simon Sartorius (Bönnigheim) mit Pit Power (67,10), während sich bei den Westfalen lediglich Kristina Hebing einen einzigen Abwurf leistete. „Der Parcours war ziemlich anspruchsvoll gebaut und außerdem ziemlich selektiv“, so Peter Müller. „Die meisten hatten entweder keinen oder nur einen Fehler oder richtig viele.“ So kamen bei den Württembergern weitere zwölf Strafpunkte für Anne Deuschle (Rudersberg) mit FBW Josie (63,10) sowie vier für den späteren Einzelsieger Michael Jung mit Waldmeister (41,5) hinzu. Damit fielen die Schwaben, die nur noch mit drei Mannschaftsreitern „im Rennen“ waren, zuletzt mit fast zwölf Punkten Abstand hinter die Westfalen zurück. Viel hätte nicht gefehlt und sie hätten auch noch den Bayern (Carola Bierlein mit Secret Life, Josepha Six mit Luigi, Phillip Dehning mit Mytens Son, Christina Buse mit Magic Touch) den Vortritt lassen müssen. Das weiß-blaue Quartett hatte in der Endabrechung nur 0,5 Punkte mehr als seine Nachbarn auf dem Konto. Mit Christina Buse (Garching) mit Magic Touch (43,7) stellten die Gastgeber außerdem die Zweitplatzierte in der Einzelwertung. Dritte wurde Simone Böckmann (Lastrup) mit Twizzel (44,3) vom Team Weser-Ems. Dieses war mit Katrin Krage (Isterberg) mit Literat, Tina Richter-Vietor (Ganderkesee) mit Ami Petit und Jelte Carina Timm (Ganderkesee) mit Chico prominent besetzt, allerdings fehlte ihm an diesem Wochenende das letzte Quentchen Glück. Im Endergebnis wurden die Weser-Emser Fünfte (178,90) hinter dem mit nur mit drei Reitern besetzten Hessenteam (174,3, Judith Sommer mit Pipers Promise, Kai-Steffen Meier mit Karascada M, Stephanie Bender mit LaLiLu).

„Der Kurs bot ausreichend Alternativen, dass jeder ‚nach Hause’ kommen konnte“, lobte Peter Müller die von Rüdiger Schwarz (Sassenberg) konzipierten Geländestrecke. „Jeder konnte selbst entscheiden, ob er lieber auf Sicherheit reiten, oder den kürzeren Weg nehmen wollte, der aber auch schnell die Gefahr eines Vorbeilaufens mit sich brachte.“ So schieden insgesamt nur vier Teilnehmer aus, acht von elf Teams blieben komplett in Wertung. Lediglich das Rheinland brachte nur zwei Reiter in Ziel, die dafür allerdings in der Einzelwertung die Plätze vier (Regina Brunner mit Tip Top, 45,9) und fünf (Eva Christin Putz mit Altefeld’s Rob Roy, 47,9) belegten.

Quelle: FN
 
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