Wiesbaden (fn-press). Über einen Doppelsieg hat sich beim „Preis der Besten“ in Wiesbaden Weltmeister Kai Vorberg freuen können. Der Kölner stand sowohl in der Herrenkonkurrenz sowie bei den Mannschaften als Longenführer der Jugendreitergruppe Köln ganz oben auf dem Treppchen. Bei den Damen hatte Vizewelt- und -europameisterin Rikke Laumann-Nielsen aus Dänemark, vorgestellt von Annika Speck (Neuss) auf Rubin’s Universe die Nase vorn. „Die Ausschreibung als internationale Prüfung hat dem ‚Preis der Besten’ sehr gut getan, wir hatten tolle Starterfelder. Dieses Konzept wollen wir beibehalten und versuchen, im kommenden Jahr noch mehr Nationen am Start zu haben“, sagte Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf). Der Meinung schienen auch die Zuschauer zu sein, die in Massen das Viereck vor dem Biebricher Schloss säumten und trotz Regenwetters keine Vorstellung ausließen.
Auf dem zweiten Platz in der Damenkonkurrenz landete die Schweizer Meisterin Marion Graf, vorgestellt von Monika Bischofsberger auf Figaro. Beste Deutsche in dem aus fünf Topvoltigiererinnen bestehenden Starterfeld war Annerose Dobler (Greifenberg). Die hessische Meisterin wurde von Angela Lüder auf Kalinka vorgestellt. Den vierten Platz nahm WM-Bronzemedaillengewinnerin Ines Jückstock (Hamburg) ein, die in Wiesbaden auf einem ihr fremden Pferd an den Start ging: Gerrit, vorgestellt von Marion Schüren. Mit ihm trat auch Anette Renkl aus Lörrach an und wurde Fünfte. Nicht am Start war in Wiesbaden die amtierende Weltmeisterin Nicola Ströh (Hamburg), die sich bei einem Showauftritt im Rahmen des Weltcup-Finales in Las Vegas/USA eine Knieverletzung zugezogen hatte. „Das ist natürlich bedauerlich, aber das hätte auch anderswo passieren können“, sagte Ulla Ramge. „Allerdings zeigt Wiesbaden auch, dass bei den Damen verstärkt um den ja vorhandenen guten Nachwuchs kümmern müssen.“
Anders sieht es in der Herrenkonkurrenz aus. Hier standen hinter Kai Vorberg zwei weitere Deutsche auf dem Treppchen: Gero Meyer (Nutteln), vorgestellt von Susanne Wahl auf Robinson’s Wendy, und Tim-Randy Sia (Osnabrück), vorgestellt von Elke Lensing auf Belmondo. Das Nachsehen hatten die beiden Schweizer Konkurrenten. Vierter wurde der Schweizer Meister Patrick Looser, der ebenfalls auf Robinson’s Wendy an den Start ging, das Schlusslicht bildete Dimitri Suhner, vorgestellt von Alexandra Knauf auf Eddy the Eagle. Auch bei den Gruppen machten die deutschen Teilnehmer die vorderen Plätze unter sich aus und überließen den Schweizer Gästen aus Lüttisburg nur Platz fünf. Den Sieg holte sich die Jugendreitergruppe Köln auf Jordano mit Kai Vorberg an der Longe. „Das war etwas überraschend. Aber die Gruppe war in beiden Umläufen souverän und zeigte eine beeindruckende Kür“, so Ulla Ramge. Auf den Plätzen folgten die Teams des RV Schenkenberg, vorgestellt von Peter Wagner (Leipzig) mit Merkur, sowie des RV Krumke, präsentiert von Marion Schulze auf Genion. Den vierten Platz belegte die Mannschaft aus Essen, die von Annette Wiebels auf Tamino longiert wurde.
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FN