Manerbio/ITA (fn-press). Das deutsche Team hat bei der Europameisterschaft Reining im norditalienischen Manerbio die Silbermedaille gewonnen. Mit insgesamt 1.291 Punkten holten sich Steffen Breug (Reichweiler) mit Mercury Starlight, Nico Hörmann (Schwanewede) mit Don´t Miss The Slide, Jürgen Pieper (Hechingen) mit GB Jac und Alexander Ripper (Fahrenbach) mit Shez Fritzs Jewel den Vize-Titel. Die favorisierte italienische Mannschaft (1.304,5) wurde Europameister. Bronze ging an die Österreicher (1.286,5). Insgesamt nahmen 41 Reiter aus 12 Nationen an der EM teil. Neun Länder kämpften um Mannschaftstitel und –medaillen.
„Ich bin super zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Sie hat sehr souverän die Silbermedaille gewonnen. Wir hätten schon sehr viel Glück haben müssen, um den Titel zu verteidigen und noch mal Doppelgold zu holen“, sagte Equipechef Paul Kratschmer (Bad Camberg), unter dessen Führung die deutschen Reiner bei der ersten EM vor zwei Jahren einen historischen Erfolg landeten und die Gastgeber – trotz erschwerter Bedingungen wie beispielsweise gestohlene Sättel - damals im eigenen Land auf Platz zwei verwiesen. Nicht zuletzt aufgrund hoher Scores sah das deutsche Team den Verlust des Europameistertitels nicht als Niederlage. „Es ist schon schön, sich ein so hohes, ich muss schon sagen ‚luxuriöses’ Streichergebnis von 214,5 Punkten leisten zu können,“ sagte Paul Kratschmer.
Ein Blick in die Einzelwertung zeigt, warum die deutschen Reiner trotz der Titelverluste Italien selbstbewusst verließen: Alle vier Mannschaftsreiter – allesamt professionelle Pferdetrainer mit eigenen Anlagen – kamen unter die Top Ten. Den höchsten deutschen Einzelscore lieferte mit 217,5 Punkten im Finale Jürgen Pieper mit GB Jac. „Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Pferd,“ lobte er seinen achtjährigen Quarter Horse Hengst. Mit ihm gehörte der ehemalige Leistungsturner, der erst als Erwachsener mit dem Reiten begann, schon vor zwei Jahren zur Goldmannschaft. Erneut landete das Paar in der Gesamteinzelwertung (431 Punkte/Summe aus ersten Go Round und Finale) auf einem sehr guten vierten Platz (431 Punkte). Championatsneuling Nico Hörmann trug mit dem Quarter Horse Hengst Don`t Miss The Slide 429 Punkte bei, ebenso der WM-Mannschaftsvierte von 2002, Steffen Breug mit Mercury Starlight (Platz sieben). Der bis Manerbio als Doppeleuropameister amtierende Alexander Ripper kam mit der Quarter Horse Stute Shez Fritzs Jewel auf den neunten Platz (428,5 Punkte). Seinen Titel musste er Marco Ricotta (Italien) mit Mifillenium überlassen (437,5). Und auch der Vize-Titel und damit die Silbermedaille ging an einen Italiener: Adriano Meacci mit Ot Taris San Peppy (437 Punkte). Einzelbronze holte die Österreicherin Tina Künster mit Lady Lena Twist (431,5).
Quelle:
FN