Lausanne/SUI (fn-press). Der Medikationsfall der Weltmeisterschaften Distanzreiten, die Ende Januar in Dubai/VAE ausgetragen wurden, ist entschieden: Scheich Hazza bin Sultan bin Zayed Al Nahyan (VAE) ist und bleibt Weltmeister. Der Weltreiterverband FEI hat das Verfahren gegen den Scheich wegen formeller Verfahrensfehler eingestellt. Zur Erinnerung: Der VAE-Reiter hatte als Erster zwar die WM-Ziellinie überritten und auch die abschließende Verfassungsprüfung bestanden, war demnach also auch Sieger. Von der Siegerehrung zwei Tage später war er aber vom Veranstalter wegen Dopingverdachts ausgeschlossen worden. Eine Entscheidung, die laut Reglement nicht in die Kompetenz des Veranstalters fällt. Das war der erste Fehler. Ein weiterer folgte, als der Reiter als sogenannte Verantwortliche Person nicht wie vorgeschrieben über den Termin der Probenanalyse informiert und die Probe somit ohne ihn oder einen Zeugen seiner Wahl im Labor untersucht wurde. Die WM-Zweite Barbara Lissarague (FRA), die vor vier Monaten in Dubai zur Weltmeisterin erklärt worden war, muss die Goldmedaille nun zurückgeben. Sie bekommt die Silbermedaille, die Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum (VAE) nun gegen Bronze tauschen muss.
Quelle:
FN