Warendorf (fn-press). Vor der APO ist nach der APO: Anderthalb Jahre nach In-Kraft-Treten der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) Anfang 2000 begannen die Vorarbeiten für die nächste Fassung des Werkes, das die Ausbildung im Pferdesport regelt. Im Mai nahm die neue APO bei den Jahrestagungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die letzte Hürde. Seitdem ist in der Abteilung Ausbildung die Umsetzungsmaschinerie angelaufen, damit die APO pünktlich am
1. Januar 2006 in Kraft treten kann. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Jetzt steht neben der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit vor allem die Information all jener Personen auf dem Plan, die mit der APO arbeiten, wie zum Beispiel Lehrgangs- und Fachschulleiter sowie Ausbilder. Dazu gehören zudem Pilotlehrgänge, in denen die letzten praktischen Bausteine für Durchführungsbestimmungen und dergleichen gesammelt werden,“ sagt Eva Lempa-Röller (Warendorf), für die APO zuständige Referentin in der Abteilung Aus-bildung.
Neuerungen und Änderungen wird es in allen Bereichen der APO geben. „Bei der Fortschreibung der APO ging es um die Berücksichtigung gesellschaftlicher und pferdesportlicher Entwicklungen der vergangenen Jahre, die Qualitätssicherung im Pferdesport, die Berücksichtigung der neuen Richtlinien des Deutschen Sportbundes (DSB) aber auch der Anregungen und Wünsche der verschiedenen Gruppierungen im Pferdesport,“ fasst Eva Lempa-Röller die Aspekte der Fortschreibung zusammen. Zudem flossen die Erfahrungen mit der APO 2000, die Ergebnisse des FN-Arbeitskreises Zukunft Ausbildung, die Ergebnisse der FN-Marktanalyse und der damit einhergehenden Kongresse ein.
Vor diesem Hintergrund entstand zum Beispiel als wesentliche Neuerung bei den Lehr- und Organisationskräften die Aufteilung des Trainer C in die Ausbildungsrichtungen Basissport und Leistungssport.
Bei den Abzeichen wurden neben neuen Motivationsabzeichen die Reitabzeichen unter anderem in Richtung vielfältiger Ausbildung ergänzt. Ein deutlicher Akzent wird in der APO auf die Ausbildung im Umgang mit dem Pferd gelegt. In diesem Zusammenhang wird es beispielsweise als Lehrgangskonzept den „Grundkurs Bodenschule“ geben, den Vereine und Betriebe als prüfungsfreies Ausbildungsangebot ihren Kunden machen können. Im Bereich des Kennzeichnungssystem gibt es diverse Erweiterungen. So können Vereine und Betriebe sich zum Beispiel als Reitschule Freizeit/Breitensport oder als Ausbildungsbetrieb Jungpferdeausbildung qualitätskennzeichnen lassen. Und erstmals ab 2006 zertifiziert die FN auch Meldestellen und Fachbetriebe für Hufbeschlag.
Bei den Turnierfachleuten steht die Nachwuchsgewinnung und die Qualitätssicherung im Vordergrund der Änderungen.
Quelle:
FN