| Prominente Reitstunden für den guten Zweck |
Über 2.000 Euro für liberianische Flüchtlingskinder Datum der Nachricht: 23.06.2005 Balve/Dortmund – Vier strahlende Gesichter in Balve und bald viele strahlende Gesichter in Liberia. Dies ist das Ergebnis der großen Verlosungs-Aktion im Rahmen des internationalen Balver Reitturniers auf der Anlage von Dieter Graf Landsberg-Velen.
Über alle drei Turniertage konnten die Besucher für nur einen Euro ein Los erwerben – und damit die Chance, bei einem von vier internationalen Spitzenreitern eine exklusive Reitstunde zu gewinnen. Olympia-Sieger Lars Nieberg, Heike Kemmer, Hubertus Schmidt und Nationenpreis-Reiter Alois Pollmann-Schweckhorst hatten sich spontan bereit erklärt, ihr Wissen und ihre Zeit einzubringen und damit die Hilfsaktion des Dortmunder Unternehmers Dr. Reinhard Baumhögger, der auch liberianischer Sonderbotschafters ist, zu unterstützen.
„Wir haben das Glück, in Deutschland in einem gesicherten Umfeld zu leben und unsere Kinder aufwachsen zu sehen. Was es bedeuten muss, in solch einer Kriegs- und Krisenregion wie Liberia geboren zu sein, können wir uns wohl kaum vorstellen. Deshalb war es für mich selbstverständlich, hier zu helfen“, so der Mannschafts-Olympia-Sieger aus Athen, Hubertus Schmidt.
Prominente Glücksfee war die Doppel-Olympiasiegerin im Rudern, Meike Evers, die vier Mal die entscheidende Nummer zog. „Ich finde das eine großartige Sache. Nach der großen Hilfswelle für die Tsunami-Opfer sind doch all die anderen Hilfsbedüftigen beinahe in Vergessenheit geraten. Solche Aktionen erinnern uns wieder an unsere Verantwortung.“
Die vor allem den Gewinnern dazu noch viel Spaß bereitete. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, freute sich die Balverin Silvia Schweitzer, die nun mit eigenem Pferd für einen Tag zu dem Goldmedaillen-Gewinner Lars Nieberg reisen darf. Die weiteren Gewinner: Martina Hoffmann, Lüdenscheid (Heike Kemmer), Jennifer Maas, Arnsberg (Alois Pollmann-Schweckhorst) und Marion Wilimzig, Düsseldorf (Hubertus Schmidt).
Insgesamt 1.000 Euro kamen für die Flüchtlingskinder des afrikanischen Landes zusammen, dass immer noch schwer unter den Folgen von 15 Jahren Bürgerkrieg leidet. „Die Bevölkerung und vor allem die Kinder müssen eine Chance bekommen, wieder den Weg in die Normalität zu finden. Dazu will ich mit dem Engagement beitragen“, erklärte Dr. Reinhard Baumhögger, der den Erlös noch großzügig um weitere 1.000 Euro aufstockte.
Schon im Mai war der liberianische Außenminister Thomas Nimley in NRW zu Gast und konnte neben einer Zusage der Ministerin Wieczorek-Zeul für weitere Unterstützung auch eine großzügige Sachspende Dr. Baumhöggers in Form von LKW, Polizeiwagen und EDV-Equipement für sein Land und die Universität Monrovia entgegen nehmen. |