Schaffhausen/SUI (fn-press). Gold, Silber und Bronze: Jede Menge Edelmetall haben die deutschen Springreiter-Junioren bei den den Europameisterschaften im Schweizer Schaffhausen „abgeräumt“. Überragender Reiter der 82 Teilnehmer aus 20 Nationen:
Kristian Kniha. Keinen einzigen Abwurf leisteten sich der Münchner und seine bayerische Stute
Arabella bei diesem Championat. Dafür gab es Gold. Die Bronzemedaille durften Denise Sulz aus Nagold und Quitte CR in Empfang nehmen. Den Auftakt des Medaillensegens machte allerdings die Silbermedaille für das deutsche Team.
Bereits das erste Qualifikationsspringen war aus deutscher Sicht geglückt. Mit Ausnahme von Tobias Meyer (Friesoythe) mit Aperio blieben alle Deutschen ohne Abwurf. Die schnellste Zeit legte Elisabeth Kruse (Balve) mit Brave Heart vor (72,85 Sekunden) und belegte damit Platz neun. Damit wurde sie zusammen mit Denis Huser (Hörstel) mit Pablo (73,83/ Platz zwölf), Kristian Kniha (73,99/ Platz 17) mit Arabella und Denise Sulz mit Quitte CR (76,28/ Platz 29) für die Mannschaft aufgestellt. Den Sieg in der Einlaufprüfung ging an Karolina Lindboom (Schweden) mit Shalom Tip Toe (67,81). „In der ersten Prüfung bei den Junioren geht es nicht in erster Linie um den Sieg, sondern darum sich mit einer Nullrunde eine gute Ausgangsbasis für die nächsten Tage zu verschaffen“, erklärte Bundestrainer Dietmar Gugler (Pfungstadt). Insgesamt blieben 37 von 82 Paaren im ersten Springen fehlerlos.
Um den Titel des Mannschaftseuropameisters bewarben sich 16 Nationen. Vom Fleck weg setzten die Niederländer ein Zeichen. Sie kamen mit vier Nullrunden aus dem ersten Umlauf, während dies bei den Deutschen nur dem späteren Sieger Kristian Kniha gelang. Überhaupt gab es im Vergleich zum Vortag wenig fehlerfreie Ritte. Neben den Niederländern und Kniha gelang dies nur noch einer Italienerin sowie drei Einzelreitern, darunter Tobias Meyer mit Aperio. Die übrigen drei deutschen Teilnehmer kassierten jeweils einen Abwurf, so dass Deutschland nach dem ersten Umlauf mit acht Punkten Platz zwei belegte. Dabei blieb es auch nach der zweiten Runde, obwohl sich die Deutschen hier mit zwei Nullrunden von Kristian Kniha und Denise Sulz und einem Abwurf von Elisabeth Kruse nur vier Strafpunkte anrechnen lassen mussten und damit das beste Mannschaftsergebnis vorlegten. Das hieß insgesamt zwölf Strafpunkte und damit Silber hinter den Niederländern, die mit null, zwei Mal vier und einmal acht Strafpunkten in der zweiten Runde auf acht Punkte insgesamt kamen und damit den Titel holten. Bronze gab es für das Team aus Frankreich, die mit elf und fünf Strafpunkten auf ein Endergebnis von 16 Strafpunkten kamen.
Nach den ersten beiden Prüfungen – der ersten Qualifikation und den beiden Umläu-fen des Nationenpreises - rangierten alle fünf Deutschen unter den ersten 30 und waren damit auch im Finale startberechtigt. Hier übernahm bereits nach dem ersten Umlauf Kristian Kniha die Führung. Er blieb erneut fehlerfrei, während sein engster Verfolger Jack Ansems aus den Niederlanden mit VDL Groep Minardi einen Fehler machte und damit auf Platz zwei zurückfiel. Fehlerfrei blieben auch Denise Sulz, Elisabeth Kruse und Einzelreiter Tobias Meyer. Mit 20 Strafpunkten kam Denis Huser, der bereits am Vortag war er mit vier und zehn Strafpunkten das Streichergebnis des deutschen Teams gewesen war, aus dem Parcours. Im letzten Umlauf kamen dann noch einmal vier Punkte hinzu, so dass der 17-Jährige seine EM-Premiere mit 38 Strafpunkten auf Platz 28 beendete. Mit vier beziehungsweise acht Strafpunkten im zweiten Umlauf landeten landeten Elisabeth Kruse und Tobias Meyer im Endergebnis ex aequo mit je zwölf Punkten auf Platz 13. Erneut fehlerlos kamen Denise Sulz und Kristian Kniha in der letzten Runde über die Hürden. Damit hatte der Münchner, der im vergangenen Jahr durch seinen Doppelsieg beim Preis der Besten auf sich aufmerksam gemacht hatte und diesem Jahr erneut der „Beste“ bei den Junioren war, die Goldmedaille „in der Tasche“. Denise Sulz dagegen musste noch einmal ins Stechen. Ohne Abwurf und in einer Zeit von 37,51 Sekunden war sie etwas langsamer als Gerben Morsink aus den Niederlanden (0/35,61) und holte damit Bronze. Der dritte Teilnehmer am Stechen, Jack Ansems, landete mit einem Abwurf in 34,72 Sekunden auf Platz vier.
Quelle:
FN