
Bild: In 21 beweglichen Querschnitten zeigt dieses Plastinat den Aufbau eines Pferdekopfes. Bei der Plastination wird ein spezieller Kunststoff in die Gewebezellen gebracht. Hierdurch werden Verwesungsprozesse gestoppt, ohne die Gewebestruktur zu verändern oder zu zerstören. Gewebefeinstrukturen können noch Jahrzehnte später unter dem Mikroskop untersucht werden. Das Verfahren der Plastination ermöglicht die Herstellung lebensechter biologische Präparate. Der plastinierte Pferdekopf war als Leihgabe von Sieghard Diekmann im Rahmen der Sonderausstellung "Anatomie und Pferd" im Jahr 2004 erstmalig öffentlich ausgestellt.
Aufgrund seiner Einzigartigkeit und veterinärmedizinhistorischen Bedeutung entschied sich das Westfälische Pferdemuseum zum Ankauf des Plastinats. Der Kauf wurde durch die Unterstützung des Vereins zur Förderung des Westfälischen Pferdemuseums ermöglicht. Ab dem Frühjahr 2006 wird der plastinierte Pferdekopf ständig in der Dauerausstellung präsentiert.
Plastinierter Pferdekopf, Gewebe, plastiniert, Sieghard Diekmann, um 1980
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