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Hier: 10 Fragen an den Hufschmied
Hier: Wie entsteht Strahlfäule und wie kann ich sie effektiv behandeln?
Die Hufe eines Pferdes bedürfen besonderer Pflege und eines besonderen Wissens des Pferde-Besitzers und Reiters. Mit auskratzen ist es oft nicht getan. Doch wie pflege ich gesunde Hufe richtig? Und woran erkenne ich, dass ich professionelle Hilfe, also den Schmied, anfordern sollte?
Hier sind praktische Tipps und Antworten von Ingo Mebus, einem erfahrenen Hufbeschlagschmied.
Allgemein gilt:
Die Hufe immer auf Verletzungen, Risse und Spalten, lose, krumme oder fehlende Hufeisen kontrollieren und bei Auffälligkeiten den Tierarzt oder Hufschmied kontaktieren. Die Hufe sollten, wenn das Pferd von der Weide oder aus der Box geholt wird sowie nach dem Reiten ausgekratzt und mit einer trockenen, harten Bürste abgebürstet werden.
Hier ist alles in Ordnung, die Eisen sitzen und das Pferd fühlt sich wohl.
Foto: pixelquelle.de / Claudia35
Kein Öl oder Fett:
Durch Fette und Öle wird der Huf versiegelt. Dadurch kommt keine Feuchtigkeit mehr von außen an den Huf. Somit wird der natürliche Wasserhaushalt im Huf gestört und der Huf wird zu trocken.
Der weit aus größere Nachteil bei Öl und Fett ist: Es befinden sich Pilze im Huf. Diese Pilze können einem gesunden Huf nichts anhaben. Wird der Huf z.B. durch Nagelkanäle geschwächt, breitet sich der Pilz im Bereich der Nagelkanäle aus und führt zu Instabilität des Hufes. Wird der Huf nun durch Fett/Öl versiegelt, hat der Pilz ideale Voraussetzungen (Luftabschluss), um zu wachsen und das Horn zu zerfressen.
Kein Wasser:
Durch Wasser wird der Huf nur ausgeschwemmt, was dazu führt, dass Hufnägel ihren Halt verlieren und die Hornwand beschädigen oder sich die Hufe bei Barfußgängern stärker abnutzen. Wasser im normalen Maße ist nicht schädlich, der Huf braucht es aber nicht extra. Besonders nicht, wenn ein Huffestiger benutzt werden soll, da diese nicht in nasse Hufe einziehen können und somit ihre Wirkung verlieren.
Huffestiger:
Der Huffestiger sollte auf den trockenen Huf im unteren Drittel aufgetragen werden, besonders im Bereich der Nagellöcher. Je nach Zustand der Hufe sollte der Huffestiger zwischen einmal täglich und einmal wöchentlich aufgetragen werden. Ein guter Huffestiger hat zwei Eigenschaften:
- er desinfiziert den Huf (das hilft gegen den Pilz) und
- er festigt den Huf.
Wann muss mein Pferd ausgeschnitten oder neu beschlagen werden?
Pferde
mit Eisen müssen in der Regel alle 6-8 Wochen neu beschlagen werden.
Barfußgänger sollten alle 8-10 Wochen ausgeschnitten werden. Fohlen sollten maximal alle 3-4 Wochen ausgeschnitten werden, damit sie sich sanft an die Prozedur gewöhnen können und man etwaige Stellungsfehler noch verhindern kann.
Ist ein Eisen locker, krumm oder sogar abgefallen, muss dieses innerhalb der nächsten Tage von dem Hufschmied korrigiert werden. Bei solch einem Fall ist vom Reiten auf hartem Boden sowie laufen lassen und auf die Weide stellen abzuraten.
So krumm sollte ein Eisen am Pferd lieber nicht werden.
Foto: pixelquelle.de / Photofun
Wie merke ich das mein Pferd zum Hufschmied muss?
Folgende Fragen sollte man regelmäßig am Pferd überprüfen:
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Ist das Pferd wieder turnusmäßig dran?
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Hat das Pferd angefangen zu stolpern?
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Läuft das Pferd nicht mehr „rund“?
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Wächst der Huf seitlich über das Hufeisen?
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Sind die Hufeisen sehr dünn geworden?
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Lösen sich die Hufeisen?
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Sehen die Hufe lang aus?
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Entsprechen die Hufe nicht mehr der natürlichen Hufform?
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Brechen die Hufe aus?
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Bilden sich Risse oder Spalte?
Dies alles sind Anzeichen dafür, dass das Pferd wieder zum Hufschmied muss. Bereits bei einem Anzeichen ist es ratsam, nicht länger zu warten, da das Pferd sonst unnötig Schaden nehmen kann und es unter Umständen Schmerzen beim laufen hat.
Vielen Dank an
Hufbeschlagschmied Ingo Mebus
Telefon: 0202-7993922 oder Handy: 0170-4236787
www.Hufbeschlag-IngoMebus.de
fragen@Hufbeschlag-IngoMebus.de
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