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Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, das die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes oder Körpers sichtbar machen kann. Mit Hilfe der Thermografie lassen sich Temperaturmessungen flächenförmig erfassen und darstellen.
Ursprünglich für den Militärgebrauch während des Korea-Krieges entwickelt, sind Thermografiekameras heute in vielen Einsatzgebieten zu finden (Bauthermografie zur Messung von Energieverlusten bei Wärmedämmung, Feuerwehr zur Auffindung von Glutnestern, Entdeckung von Rissen in technischen Anlagen etc.). Gerade im Bereich der medizinischen Diagnose und bei biologischen Anwendungen (Messung der Oberflächentemperatur von Landmassen und Ozeanen) hält die Thermofotografie immer mehr Einzug.
Ganzthermofotografie eines Fohlens - copyright: Jeanette Gerkens-Kuhlow
Bei der Untersuchungsmethode der Thermofotografie, wird
die von einem Körper ausgehende Infrarot-Abstrahlung mit Hilfe einer Wärmebildkamera aufgezeichnet und auf einem Monitor sichtbar gemacht. Alle gemessenen Daten werden am PC gespeichert und Abweichungen der Abstrahlungen können erfasst werden. Dadurch erhält man exakte
Angaben über pathologische und physiologische Veränderungen.
Die Farbmuster, die bei einer Wärmebildkamera aufgezeichnet werden, können schwarz, lila, blau, grün, gelb oder rot sein.
Die einzelnen Farbmuster können angeklickt werden und die jeweilige Temperatur wird angezeigt. Die höchste Temperatur wird immer im Bereich des
Hot Spots sein, wo auch der
Mittelpunkt des Schmerzes sitzt.
Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, das heißt man kann mit Hilfe einer Wärmebildkamera Tiere untersuchen und beispielsweise Krankheiten diagnostizieren, ohne die Tiere stören, betäuben oder anfassen zu müssen.
Stressige Untersuchungen werden überflüssig, da das Tier in seiner gewohnten Umgebung bleibt und es sind keine Eingriffe oder Ruhigstellungen (Sedierungen oder Narkosen) notwendig. Eine Thermografie kann beliebig oft wiederholt werden.
Das Wärmebild macht Schwächen erkennbar, bevor sie zum Problem werden. Im Rahmen einer regelmäßigen Vorsorge erspart dies den Tieren viele Schmerzen und kann auch prophylaktisch eingesetzt werden.
Thermofotografie einer Entzündung des Karpalgelenkes eines Pferdes - copyright: Jeanette Gerkens-Kuhlow
Ist bereits ein Problem da, kann die Thermografie wichtige Hinweise für die richtige Diagnose des Tierarztes liefern.
So findet die Thermofotografie Anwendung zur Diagnostik in Bereichen von
entzündlichen Prozessen, im Bereich der Physiotherapie zur Erkennung von Gelenksproblemen und Verspannungen.
Thermofotografie einer Reiki-Behandlung - copyright: Jeanette Gerkens-Kuhlow
Auch im Bereich der
Tumorerkennung kann die Thermofotografie eingesetzt werden. Bei dieser Methode wird die Wärmeabstrahlung der veränderten Zellen gemessen. Der Gedanke, der sich dahinter versteckt ist, dass Karzinome stärker durchblutet sind und deshalb mehr Wärme abstrahlen. Allerdings können auch gutartige Zellveränderungen das Wärmebild beeinflussen.
Die Thermofotografie ist leider noch nicht all zu sehr bekannt, aber eine äusserst schonende Diagnosemethode für Körper und Psyche des Tieres, die bald aus der Tierdiagnostik nicht mehr wegzudenken ist.
Die Thermofotografie wird im Tier-Therapeutischen Centrum Soltau und der Tiernaturheilkundeschule Vock angewendet. Hier werden auch Vorträge und Seminare dazu angeboten.
Nähere Informationen unter
www.tiernaturheilkundeschule.de
Telefon: 05191-939610 (THP Britta Vock) oder
www.pmtp.de
Telefon: 05032-65721 (Dipl.Phy.Jeanette Gerkens -Kuhlow)
(Unser Autor ist THP Britta Vock, Tiernaturheilkundeschule Vock, Fotos Tierphysiotherapeutin und Osteopathin Jeanette Gerkens-Kuhlow)
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