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 Porträt

Das schottische Highlandpony - ein ganz besonderes Pony

An einem Reisebericht zu einem original schottischen Highlandpony-Gestüt interessiert?

Die schottischen Highlands und seine Inseln sind berühmt für ihre Schönheit und ihre Geschichte.

Das Land ist abwechslungsreich mit Seen (Lochs), hohen Bergen (Bens), Tälern (Glens) und Stränden. Teile Schottlands sind mit Wald überzogen, andere felsig, oder von weiten Heideteppichen und Mooren bedeckt, an der Ostküste dagegen gibt es viel Weideland. Nicht weniger abwechslungsreich ist das Wetter. Der Regen kann weich und sanft auf den Boden fallen, oder einer Flut gleichen. Laue Sommerwinde umschmeicheln dich, oder Orkane können dir die Luft zum Atmen nehmen. Das Wetter ändert sich in Schottland ständig. Es kann sein, dass man alle Jahreszeiten innerhalb eines Tages erlebt.

Das Highlandpony hat das Leben in Schottland über viele Jahrhunderte hinweg geprägt.


Highlandponyherde auf der Isle of Islay.

In früherer Zeit wurde es in den Highlands und auf den schottischen Inseln in der Landwirtschaft eingesetzt. Die „Crofter“, also die Landwirte, bearbeiteten den Boden mit ihnen, ließen die Ponies Steine schleppen und schwere Wagen ziehen. Auf den windumtosten Inseln wurden sie auch zum Transport von Torf genutzt. Das Highlandpony war sozusagen ein landwirtschaftliches „Allroundtalent“ und ein wichtiger Bestandteil im Leben der Crofter. Teilweise wurden die Ponies in der Nähe der Cottages gehalten, oder sie lebten zeitweise frei in den Highlands und wanderten in Herden durch Moore und Täler.

Das Leben der Highlandponies war nicht immer friedlich. Sie wurden bei den Kämpfen der Highland Clans eingesetzt und einige mussten in der Armee dienen. Selbst im zweiten Weltkrieg wurden sie noch als Lastentiere benutzt. Der häufig auftauchende Name „Garron“ ist Gälisch und bedeutet „Wallach“, allerdings wird er heutzutage auch allgemein für Highlandponies benutzt. Schimmel und Falben (die sogenannten „duns“ in allen Variationen) sind am Häufigsten. Auch Braune und Rappen sind hin und wieder zu sehen.


Foto: Jane Dawson, http://pages.123-reg.co.uk/janeislay-697487/janedawson/index.html

Highlandponies stehen für Robustheit, denn sie müssen mit den harten Klimabedingungen der rauen Nord- und Westküste Schottlands zurechtkommen. Sie sind freundlich, gelehrig, allerdings auch gelegentlich etwas eigenwillig und stur, wie viele andere Ponyrassen auch. Sie besitzen jedoch einen ganz besonderen Charme, dem man sich kaum entziehen kann, wenn man dem "Highlandponyvirus" verfallen ist.

Ziemlich sicher ist das heutige Highlandpony eine Kombination des sehr ursprünglichen nordischen Pferdes mit dem Pferd, welches die Kelten ins schottische Hochland mitbrachten. Sicher ist auch, dass dieser Pferdetyp sich in Schottland bereits viel früher ausgeformt hatte – Sehr frühe Steinreliefs der Picten, der Ureinwohner Schottlands, zeigen bereits einen einheitlichen Pferdetyp in allen Details in einer Größe um 140 cm Schulterhöhe mit vielen Merkmalen, die auch ein Highlandpony im Jahr 2000 zeigt.


Foto: Jane Dawson, http://pages.123-reg.co.uk/janeislay-697487/janedawson/index.html

Bereits Robert the Bruce soll in der Schlacht von Bannockburn 1314 auf einem früheren Typ des Highlandponies gekämpft haben. Angeblich verfügte er über großen Pferdeverstand. Nachdem Schottland seine Freiheit errungen hatte, benötigte die Landbevölkerung ein Pferd, das sich sowohl zum Ackern, ziehen von Kutschen und auch zum Reiten eignete. Das robuste kleine Pferd gewann an Bedeutung, veränderte sich im Laufe der Zeit aber noch. Doch dem Highlandpony drohten neue Gefahren.



Nach der Schlacht von Culloden (1746), in der Bonnie Prince Charly und seine Highlanderarmee vernichtend geschlagen wurde, wurde alles unterdrückt und vernichtet, was mit der Kultur der Highlander zusammenhing. So wurden unter anderem die traditionelle Kleidung (Kilt, Belted Plaid usw.), der Dudelsack ("Pipes") verboten. Von den ehemals ca. 8000 Highlandponies blieben nur wenige hundert übrig. Der Rest wurde geraubt oder geschlachtet. Mensch und Tier wurde aus den Highlands vertrieben (die sogn. Highland Clearances), das Land für die Schafzucht der Großgrundbesitzer verwendet.


Foto: Jane Dawson, http://pages.123-reg.co.uk/janeislay-697487/janedawson/index.html

Nur ganz langsam erholte sich der Highlandponybestand. Das kleine, robuste Pferd wurde später für die Hirsch- und Moorhuhnjagd wiederentdeckt. Früher unterschied man zwischen dem etwas leichteren, kleineren "Western Isles pony" und dem größeren, kräftiger gebauten Highlandpony vom Festland. Heutzutage gibt es diese Unterscheidung offiziell nicht mehr.


3-jährige Highlandponystute

Mit nur 350 Tieren ist Deutschland, nach Großbritannien und Frankreich, das Land mit der drittgrößten Population. Weltweit dürfte der Gesamtbestand dieser Rasse rund 4000 Ponys betragen, wobei der Anteil von Wallachen, d.h. nicht mehr zuchtfähigen Tieren, fast die Hälfte des Bestandes ausmacht. Kennzeichnend für das Highlandpony sind große natürliche Intelligenz, Menschenbezogenheit, große Gelassenheit, Härte, Ausdauer und verblüffende Leichtfuttrigkeit. Dies alles macht dieses Pony zu einem idealen Partner für all die Bereiche wo reine Geschwindigkeit nicht das Wichtigste ist.

Mit seiner wildtierähnlichen Haartextur ist es hervorragend gerüstet für alle Regionen und Jahreszeiten und damit auch für die Offenstallhaltung. Eingesetzt werden Highlandponies heutzutage in beinahe allen Bereichen. Im Reitsport (Dressur und Springen), Distanzreiten, Fahrsport, in der Landwirtschaft und im Forst. Außerdem haben sie sich als hervorragende Partner im Therapeutischen/Heilpädagogischen Reiten ausgezeichnet. Vor allem als Trekkingpferde sind sie auf Grund ihrer Trittsicherheit und Ausgeglichenheit beinahe unschlagbar. Wer jemals in Schottland in den Genuss einer Trekkingtour kommt, kann sich davon überzeugen.


Ponytrekking: Glenshiel Stud, Schottland

Im Überblick (Die Rassebeschreibung der IG-Highlandpony):

Größe: 1,32m – 1,48m (13 – 14.2 hands)

Kopf: Stolz und wachsam getragen mit freundlichen Augen. Breites Maul mit tiefen Ganaschen.

Nacken und Schultern: Angemessene Länge des Halses vom Widerrist ausgehend mit einer gut angeschrägten Schulter sowie gut gestellter Vorderhand. Körper: Gut ausbalanciert und kompakt mit tiefer Brust und viel Raum für Herz und Lunge. Rippen gut gewölbt.

Hinterhand: Kräftig und gut entwickelt mit trockenen, starken Sprunggelenken.

Beine: Trockene, harte Knochen, kräftige Knie, kurzes Röhrbein nicht zu tief gefesselt mit gut geformten, breiten und dunklen Hufen. Kötenbehang weich und seidig.

Mähne und Schweif: Mähne und Schweif sollen natürlich, füllig und ungestutzt fallen.

Farben: Es gibt eine breite Farbskala verschiedener Dun Farben (Falben) wie grey, yellow, mouse, und cream. Auch gibt es grau, braun, schwarz und gelegentlich schwarz-braun sowie rötlich mit einer Silbermähne und -schweif. Viele Ponies haben einen Aalstrich und einige zeigen Zebramarkierungen an Beinen und Schulter. Ein kleiner Stern wird akzeptiert, aber andere Flecken/Markierungen nicht. Fohlen wechseln häufig später ihre Fellfarbe und viele Ponies auch dann, wenn sie älter werden. Insbesondere streuen sich dann graue Haare in die Originalfarbe. Es gibt bei einigen Ponies auch Unterschiede zwischen dem Sommer- und dem Winterfell. NB: Nicht erlaubt sind Schecken. Hengste mit weißen Abzeichen außer einem kleinen weißen Stern, werden nicht zur Zucht zugelassen.

Bewegung: Gerade und freie Bewegung ohne übermäßige Aktion.

Einsatz: Neben dem Reiten, Fahren und Lastentragen kann das Highland Pony auch für alle anderen Disziplinen eingesetzt werden.

(Rassebeschreibung der IG Highlandpony http://www.ig-highlandpony.de)

Ein weiterer interessanter Link: http://www.highlandponies.de (Der Clan - die Highlandponysociety Deutschland)

Zum Thema "Highlandponies" sind zwei Bücher von Aileen P. Roberts erschienen:



"Rhiann – Nebel über den Highlands" der neue spannende Pferderoman aus dem schottischen Hochland.

Erzählt wird die Geschichte von Mara, einem Mädchen aus Deutschland, und dem Highlandpony Rhiann, die das Schicksal zusammenführt.

Die Geschichte beginnt mit Maras Zeit in Deutschland. Sie ist sechzehn Jahre alt, hat ein Pflegepferd und reitet im nahen Reitstall Wiesengrund. Wie viele Jugendliche hat Mara Probleme mit den Eltern und in der Schule, außerdem kann sie sich einfach für keinen Beruf entscheiden. Unterstützung bekommt sie von ihrer etwas verrückten Tante Nadja, mit der sie sich sehr gut versteht.

Heimlich und mit Hilfe ihrer besten Freundin Julia kauft Mara eines Tages auf einem Pferdemarkt ein ziemlich verwahrlostes und schwieriges Pony, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt. Anfangs haben die beiden so einige Probleme, doch bald schon sind sie ein Herz und eine Seele. Mit siebzehn Jahren, geht Mara für ein halbes Jahr als Aupairmädchen nach Schottland. Sie lernt die raue Nord-Westküste, die Berge und weißen Sandstrände kennen und lieben. Bei ihrer Gastfamilie, den Murrays, fühlt sie sich so richtig wohl. Als Mara sich mit dem Nachbarn, dem alten Mr. MacKinnon, anfreundet, darf sie sogar dessen Highlandponies Heather und Mary reiten.

Auf ihren Ausritten durch das einsame und wilde Hochland begegnet Mara immer wieder dem geheimnisvollen alten Schäfer Hamish, der ihr später bei einer wichtigen Entscheidung hilft. Als Mara sich in einen jungen Schotten verliebt, scheint ihr Glück perfekt, aber sie muss kurze Zeit später zurück nach Deutschland. Hat eine junge Liebe eine Chance, die ein Ozean trennt? Und wie geht es mit Mara und ihrem Pony weiter …?

Ein spannender, humorvoller und romantischer Pferderoman nicht nur für Jugendliche ab ca. 12 Jahren, sondern auch für Erwachsene, die Pferde und das raue, aber faszinierende schottische Hochland lieben.

Hier geht es zur Leseprobe von „Rhiann – Nebel über den Highlands!

Mittlerweile ist die Fortsetzung von "Nebel über den Highlands" erschienen.


In "Rhiann – Sturm über den Highlands" geht die Geschichte von Mara und ihrem Pony weiter.

Noch mehr Abenteuer um Mara und Rhiann vor der gigantischen Kulisse der schottischen Highlands.
Hier geht es zur Leseprobe von „Rhiann – Sturm über den Highlands!

Rhiann-Nebel über den Highlands, 297 Seiten
2. Auflage, 2006, erschienen im Cuillin Verlag, 12,50 €+ 2,20 € Versand
ISBN 13: 978-3-9810966-0-6
ISBN 10: 3-9810966-0-6

Rhiann-Sturm über den Highlands, 300 Seiten
1. Auflage, 2006, erschienen im Cuillin Verlag, 12,50 €+ 2,20 € Versand
ISBN 13: 978-3-9810966-1-3
ISBN 10: 3-9810966-1-4

Weitere Informationen und Rezensionen unter:

www.pferde-und-fantasybuch.de oder www.cuillin-verlag.de



Autorenporträt:

Aileen P. Roberts wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Nach der Schule studierte sie Sozialpädagogik und arbeitete später als Reitlehrerin und Reitpädagogin. Im Alter von 19 Jahren reiste sie zum ersten Mal nach Schottland und entdeckte dort ihre „Celtic Soul“, ihre keltische Seele. Highlands, Schwerter und Pferde zogen sie von nun an immer mehr in ihren Bann.

Aus dieser Faszination heraus entstand auch ihr erstes Werk, der spannende und humorvolle Jugendroman "Rhiann – Nebel über den Highlands“. Das Highlandpony Rhiann und ihre außergewöhnliche Besitzerin Mara begeisterten nicht nur Jugendliche, sondern kamen auch bei Erwachsenen so gut an, dass noch ein zweiter Teil entstand und ein dritter und letzter kurz vor der Veröffentlichung steht. Mit ihrem neuen Fantasyroman (2007): "Die Tochter des Mondes" hat sich Aileen ebenfalls einen Traum erfüllt.

Derzeit arbeitet Aileen am zweiten Teil der Tochter des Mondes sowie einem weiteren Werk namens „Dionàrah – Das Geheimnis der Kelten“. In „Dionàrah“ lässt sie ihrer keltischen Seele wieder einmal freien Lauf.


 

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