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Wer kennt es nicht, wenn nach langen Ritten die Waden hart werden und der Rücken schmerzt...
Wie kommt das zustande?
Jeder hat sie schon einmal gespürt, die eigenen Haltungsfehler beim Reiten... die Schultern fallen nach vorn und ziehen mit samt dem Gewicht der Arme an der Schulter- und Nackenmuskulatur, die Bauchmuskeln werden in ihrer Funktion ausgeschaltet, der Rücken wölbt sich rund, die Stöße beim Reiten gelangen direkt bis in die Lendenwirbelsäule.
Nicht nur das Pferd muss bei der Landung einiges abfangen, auch der Reiterrücken wird stark beansprucht!
© Clarence Alford - Fotolia.com
Die aufrechte Haltung wird bestimmt durch drei Säulen. Die Bauchmuskulatur als vorderer Halt und Abschluss der inneren Organe, die Wirbelsäule als passives Gerüst und die Rückenmuskulatur als hintere Stütze der Wirbelsäule. Ist eine dieser drei Säulen nicht in der Lage, ihre Funktion zu erfüllen, muss eine der anderen diese Aufgabe übernehmen. Das ist letztendlich die Ursache für Fehlbelastungen und daraus resultierenden Schmerzen.
Die Hauptbelastungspunkte, auch beim Westernreiten, liegen in folgenden Bereichen:-
Halswirbelsäule: insbesondere Schulter-/Nackenbereich müssen die weitergeleiteten Erschütterungen aus der Lendenwirbelsäule abfedern, die aufrechte Haltung stabilisieren, die Zügelführung korrigieren.
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Lendenwirbelsäule: inklusive der Bandscheiben absorbieren die Stöße bei Galopp, Stopps und Spins.
Die Auswirkungen kennt jeder. Muskuläre Hartspänne beidseits des Halses, Spannungskopfschmerzen, massive Rückenverspannungen und Bandscheibenprobleme.
Wie kann man diese Probleme als Reiter vorbeugen oder sie zumindest lindern?
Als Grundvoraussetzung sollte der ergonomisch eingerichtete Arbeitsplatz selbstverständlich sein. Die Tischhöhe muss so eingestellt werden, dass die Ellenbogen, wenn die Arme locker am Körper hängen, höher als die Handgelenke sind, damit das Hochziehen der Schultern unterbunden wird. Auch die Höhe des Stuhls muss variabel sein. Hüftgelenke, die tiefer als die Knie sind, verhindern eine optimale Versorgung der Beine mit Blut und erhöhen somit das Risiko der Venenverstopfung (Thrombose).
Notwendigerweise muss man die betroffenen und zu schwachen Muskelgruppen stärken.
Das geht nur durch körperliche Bewegung! Werden Sie aktiv!
Regelmäßige Gymnastik stärkt Rücken und Gleichgewichtsinn – hier mit dem Ball.
© Stefan Redel - Fotolia.com
Beispielhaft dafür sind Sportarten wie Radfahren, Rückenschwimmen, Nordic Walking, Pilates und Aquatraining. Unter den o.g. Sportarten favorisiere ich
Nordic Walking und
Pilates. Beiden ist gemeinsam, dass die zur Abschwächung neigenden Muskeln gekräftigt werden und somit das „Stützkorsett“ verbessert wird. Die Belastung der Gelenke und Stauchung der Wirbelsäule ist dabei gering. Das Herz-Kreislauf-System wird positiv beeinflusst.
Nordic Walking ist etwas für aktive Menschen jeden Alters z.B. mit Hund. Es ist ein gelenkschonendes Ganzkörperkonzept, das nahezu die gesamte Körpermuskulatur beansprucht. Durch aktiven Arm- und Beineinsatz werden bis zu 400 Muskeln angesprochen, wobei die Schwerpunkte auf Oberkörper und Rumpf liegen.
Nordic Walking ist leicht und schnell zu erlernen und kann überall und jederzeit allein oder in der Gruppe ausgeübt werden. Es ist daher auch für Personen mit Übergewicht oder mit bereits bestehenden Knie- und Rückenproblemen bestens geeignet. Dieser Sport verbessert die allgemeine Fitness und Ausdauer, auch schon bei niedrigem Tempo und vermittelt ein sicheres Ganggefühl auch auf rutschigem Untergrund und schult dadurch die Balance.
Nordic Walking ist eine der sichersten Bewegungsformen und mobilisiert bei minimalem Unfallrisiko Ihre Lebensenergien.
Nordic Walking ist eine ideale Sportart, um sich fit für das reiten zu machen.
© Valeri Thoermer - Fotolia.com
Die Methode des Joseph H.
Pilates dagegen ist eher etwas für jemanden, der lieber passiven Sport betreibt. Pilates ist ein sanftes und sehr effektives Workout. Das Prinzip aller Übungen ist das Trainieren der in der Körpermitte, rund um die Wirbelsäule liegenden Muskeln, dem
Powerhouse. Auch die Rumpfmuskulatur, die so genannte Stützmuskulatur, wird gezielt gekräftigt.
Die wesentlichen Grundlagen sind: kontrolliertes Ausführen der Übungen, bewusstes Atmen ins Zwerchfell, Konzentration, mit deren Hilfe Körper und Psyche in Einklang gebracht werden, gezielte Entspannung und Zentrierung. Letzteres kräftigt und stärkt die Powerhouse-Muskulatur. Unabhängig vom Alter und der physischen Kondition kann die Methode von jedem mit und ohne kleine Geräte überall praktiziert werden.
So gut vorbereitet kann Sie auch ein längerer Ritt oder eine anstrengende Lehrstunde nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Letztendlich helfen Sie durch einen kontrollierten, ausbalancierten Sitz auch Ihrem Pferd, Ihre Hilfen zu verstehen und nicht andererseits ihm „ins Kreuz zu fallen“. So macht reiten Spaß!
Werden Sie aktiv!
Ihre Human- und Pferde-Physiotherapeutin
Ariane Prehn
Meine Leistungen: einfache Gesundheits-Checks, Ankaufuntersuchungen,
Manuelle Therapie z.B. Akupressur, Lymphdrainage, osteopathische Techniken, verschiedene Massagen, Physikalische Therapie z.B. Thermo-/Kryo-, Hydrotherapie, Trainingstherapie z.B.(Doppel-) Longentraining, Gelenkstabilisation, beschleunigte und verbesserte Heilung bei Sehnen- und Gelenksproblemen, Lockerung und Aufbau der Rückenmuskulatur, Wintertraining ohne Muskel- und Konditionsverlust.
Mein Schwerpunkt: Behandlung von Alltags- und Sportverletzungen in Deutschland und Europa, Turnierbegleitung
Kontakt: www.pferde-physiotherapeutin.de
Telefon: 0172 / 38 44 112
Hier finden Sie ein ausführliches Autorenporträt von Ariane Prehn!
Mehr Infos zum
Nordic Walking gibt es unter
www.nordic-walking-infos.de oder
www.nordic-walking-online.de.
Mehr Infos zum
Pilates gibt es unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Pilates.
Der hallo-pferd.de-Buchtipp:
Get fit - Walking
Abendrunde im Stadtpark, ausgedehnte Wanderung, schnelle Runde um den Block: Walking ist der sanfte Einstieg ins Ausdauertraining. Effektiv verbessert es Fitness, Gesundheit, und Wohlbefinden und ist für Menschen mit Gelenk- oder Gewichtsproblemen die Alternative zum Laufen.
Sam Murphy, renommierte englische Fachautorin für Fitness und Gesundheit, vermittelt hier Spaß am Walking ohne Leistungsdruck, berät Sie beim Kauf Ihrer Ausrüstung, gibt Tipps für sicheres Walking und zeigt Ihnen, wie Sie dabei Ihre Fitness verbessern. Realistische Trainingsziele helfen Ihnen, den Überblick zu behalten.
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Tipps (nicht nur) für die ersten Schritte
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Anregungen zur Verbesserung der Technik
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Sicherheit beim Walking
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Motivationstipps
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Trainingsprogramme für jeden Fitnesslevel
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Ernährungshinweise
Motivation, Gesundheit und Freude an nachhaltigem Training stehen im Vordergrund dieses idealen Begleiters für alle, die sich mit Walking auf den Weg zu besserer Lebensqualität machen.
Die Autoren in der Reihe »Get fit« sind alle seit Jahren aktive Sportler. Auf dem jeweiligen Gebiet haben sie sich auch als Trainer und Berater einen Namen gemacht. Ihre Anleitungen haben sich in der Praxis bewährt.
Hier finden Sie eine weitere Buchvorstellung aus der Get fit-Reihe: Laufen (von Owen Barder)
ca. 128 Seiten, ca. 50 Farbabbildungen
Format 140 x 205 mm
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Best.Nr. 50528
ISBN 978-3-613-50528-5
€ 12,95 / sFr 23,60 / € (A) 13,40
Verlag pietsch
Die Meinung unserer Redaktion:
“Gehen ist die natürlichste Art der Fortbewegungs für den Menschen.” Sam Murphy walkt und läuft selbst aktiv. Mit einer lockeren Umgangssprache nimmt sie dem Gespenst „Sport“ alle Schreckhaftigkeit. Mit Trainingsplänen, einfach auszuführenden Kräftigungsübungen sowie vielen Alltagstipps fragt man sich nach der Lektüre dieses Buches eher, warum man nicht schon eher darauf gekommen ist… Mach Dich auf!
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