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 Alternative Behandlungsmethoden
REIKI für Pferde– die sanfte Zusatztherapie aus Japan
Datum der Nachricht: 16.06.2010
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von Britta Vock

Zugegeben, es muss für den Betrachter schon komisch anmuten, jemanden zu sehen, der die Hände auf ein Pferd auflegt. Zuerst werde ich daher oft argwöhnisch beäugt, zumal die unausgesprochene Frage im Raum steht „Was macht sie da?“. Sieht der Betrachter jedoch alle Zeichen der absoluten Entspannung bei dem Tier, so weicht die Skepsis im Allgemeinen der Neugierde. Wenn ich angesprochen werde, so erkläre ich mein Handeln gerne, denn es hat nichts mit „Hokus-Pokus“ oder übersinnlichen Fähigkeiten zu tun.

Ich erkläre dem Interessierten ganz einfach, dass in den Körpern aller Lebewesen, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, Energie fließt. In der traditionellen chinesischen Medizin werden diese Energiebahnen Meridiane genannt. Kann die Energie nicht ungehindert fließen, d.h. ist sie irgendwo im Körper blockiert, so können u.a. Krankheiten und Verhaltensstörungen auftreten.


Eine Reiki-Behandlung sieht unspektakulär aus, kann aber viel bewirken.

Mittels Reiki wird die Energie wieder ausgeglichen. Der Behandler ist ein Kanal für die universelle Lebensenergie und in der Lage, die auf den zu Behandelnden zu übertragen.

Jedes Tier kann mit Reiki behandelt werden, vorausgesetzt es will es auch, man sollte es in gar keinem Fall zwingen. Aber auch jeder Tierbesitzer kann Reiki erlernen und seinem Tier selbst Reiki geben.

Reiki kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt "universelle Lebensenergie". Es ist jene Energie, die in Indien PRANA und in China QI oder CHI genannt wird. Reiki (sprich: Ree-Ki) ist eine sehr alte Heilmethode, die vor über 2500 Jahren schon in den alten Sanskrit-Sutras erwähnt wurde und im 19. Jahrhundert von dem Japaner Dr. Mikao Usui, wieder- entdeckt wurde.

Reiki für Tiere unterscheidet sich in der „Behandlungsmethode“ eigentlich nicht viel von der an Menschen. Tiere sind jedoch vollkommen unvoreingenommen und spüren vorurteilsfrei die reinen Energien.

Die Reiki-Behandlung eines Tieres unterscheidet sich dadurch von der des Menschen, dass die Tiere uns nicht sagen können, wo sie Schmerzen empfinden, oder wovor sie warum Angst haben. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass die Tiere – nachdem sie die Reiki-Energie kennen gelernt haben- sich „unter den Händen“ genau dorthin drehen, wo die Energie benötigt wird. Genauso deutlich geben sie zu verstehen, wenn sie genug haben. Sie stehen dann einfach auf und drehen sich weg. In diesem Moment sollte die Reiki-Behandlung auch beendet sein und dem Tier nicht mehr „aufgenötigt“ werden. Grundsätzlich erfordert die Arbeit mit Tieren aber noch mehr intuitive Erfahrung als die Arbeit mit dem Menschen.



In der Regel wird mir als nächstes dann die Frage gestellt „In welchen Fällen ist Reiki überhaupt anwendbar?“


"Was machst Du da?" scheint der Patient neugierig zu fragen.

Reiki kann außer bei Krankheiten und als präventive Maßnahme auch in Bereichen von Verhaltensproblemen eingesetzt werden. Hierbei ist zwischen Ängstlichkeit, Angst und allgemeinen Verhaltensproblemen zu unterscheiden.

Reiki ersetzt keinen Tierarzt oder Heilpraktiker, kann aber hervorragend als Zusatztherapie angewendet werden. Reiki ersetzt auch keine Boden- und Dominanzarbeit und Erziehung.

Vorbeugend bei
  • Verladen auf den Hänger
  • erstem Satteln
  • erstem Aufsteigen
  • Einreiten
  • erstem Beschlagen
  • Gewöhnung an neue Umgebung
Zur Entspannung und Beruhigung bei
  • nach Stallwechsel
  • mangelndem Vertrauen
  • vor, nach und während Wettbewerben
  • Scheuen
  • Nervosität
  • Spannung und Schwierigkeiten beim Reiten
  • allgemeiner Umgang
  • während einer Trennung
  • Schock, Verletzung, Unfall und nach dem Anfohlen
Bei Verhaltensproblemen wie
  • Aggressionen
  • Beißen
  • Kopfschlagen
  • Zappeln
  • Ausschlagen
  • Durchgehen
  • Angst vor bestimmten Dingen z.B. Hunde, Sattel, Decke, Verkehr, Sprünge, Geräusche
Da Pferd und Reiter eine enge Beziehung zueinander haben und sich gegenseitig oft stark beeinflussen, werden viele Beschwerden beim Pferd leider auch durch den Reiter verursacht. Beispielsweise wird starke Nervosität des Reiters auf das Pferd übertragen. Daher ist es oft sinnvoll, dass in dieser Symbiose sowohl Pferd als auch Reiter ganzheitlich behandelt werden.

Aber auch die Frage, wie sich Reiki zur klassischen Medizin oder Homöopathie verhält ist sehr wichtig und wird oft gestellt.

Da Reiki eine zusätzliche „Therapiemethode“ ist, wirkt sie unterstützend und ist gut mit medizinischen und anderen Therapien zu kombinieren ist, da diese harmonisieren. Gute Erfolge lassen sich auch bei psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen –Verhaltensauffälligkeiten der Tiere- erzielen.

Keinesfalls ersetzt Reiki einen Tierarzt oder einen Heilpraktiker. Eine Zusammenarbeit mit Arzt oder Heilpraktiker ist daher in jedem Fall nur erstrebenswert.

Ein gutes Beispiel, dass es nicht ohne Tierarzt geht und Reiki als Einzeltherapie mehr als fahrlässig wäre, ist eine Schnittwunde oder ein Knochenbruch. Hier kann Reiki die Wunde oder den Bruch nicht heilen. Man benötigt also zwingend einen Tierarzt. Aber zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung kann Reiki durchaus erfolgreich eingesetzt werden.


Reiki spendet und erfordert Vertrauen auf beiden Seiten.

Auch bei Krebs-Erkrankungen können keine Wunder bewirkt werden. Reiki kann lediglich die Schmerzen lindern, das Immunsystem stärken und neuen Lebensmut geben.

Der Reiki-Behandler ist keinesfalls ein Heiler, der übersinnliche Kräfte hat. Er sollte stets seine Grenzen kennen und schätzen und niemals eine Diagnose stellen. Die Diagnose ist dem Tierarzt oder Heilpraktiker vorbehalten.

Leider ist Reiki für Tiere nur sehr unzureichend bekannt und viele Reiki-Praktizierende widmen sich noch immer vorwiegend den Menschen. Auch wenig Tierärzte und Tierheilpraktiker sind mit der Methodik vertraut. Auf der anderen Seite gibt es Reikibehandler, die Tiere behandeln, aber leider ohne genügend Kenntnisse über die Tiergattung, die behandelt wird.

Natürlich möchte auch jeder gerne wissen, welche Kosten auf ihn zukommen und woran man einen guten Therapeuten erkennt.

Natürlich ist es für den Laien äußerst schwierig einen guten Reiki-Therapeuten oder gar einen Lehrer zu erkennen. Meines Erachtens sollte daher auf folgende Aspekte geachtet werden:

Es sollte unbedingt ein persönliches Erstgespräch mit dem Reiki-Behandler erfolgen, dass i.d.R. auch keine Kosten verursacht.

Der Halter (oder Pfleger) des Tieres sollte unbedingt bei den Behandlungen dabei sein. Nur er kennt sein Tier ganz genau. Während der Behandlung sollte er sein Tier ganz genau beobachten, wie es sich verhält.
Tritt eine Entspannung ein?
Tritt eine Durchblutung ein?
Baut das Pferd Vertrauen zu dem Reiki-Therapeuten auf?
Wie geht der Therapeut mit dem Tier um?
Geht der Therapeut auf das Tier ein?

Eines darf man jedoch dabei nicht vergessen. Pferde sind Fluchttiere und können beim ersten Kontakt mit Reiki durchaus mit Rückzug auf die Energie reagieren, da sie im Gegensatz zu den Menschen die Energie unvoreingenommen spüren. Dies sagt noch nichts über die Qualität des Reiki-Therapeuten aus. Danach aber sind Pferde in der Regel aber wahre Genießer. Das Pferd zeigt auch ganz genau, wann es genug Reiki bekommen hat und wendet sich dann ab. Anders als bei Hund und Katze kann der Vorgang jedoch erheblich länger dauern.

Die Kosten für eine Reiki-Behandlung variieren sehr. Teuer muss nicht unbedingt immer gut sein.

Letztendlich kann ich nur den Rat geben, auf das eigene Gefühl zu hören, ob man sein Tier dem Reiki-Behandler anvertraut. Eine gute Alternative ist, wie in anderen Bereichen auch, auf Mundpropaganda zu hören.

Da ich immer wieder jedem Besitzer den Rat gebe, Reiki selbst zu lernen, da sonst oft die Kosten bei Dauertherapie ins unermessliche gehen, stellt sich natürlich oft die Frage, wie kann man das lernen?

Jeder kann Reiki lernen, man braucht hierzu keine besonderen Fähigkeiten. Reiki wird in verschiedenen Graden (oder auch Stufen) gelehrt.

Bereits nach dem ersten Grad kann man sich und anderen Menschen, aber eben selbstverständlich auch Tiere mit Reiki behandeln.

Während eines Seminars zum ersten Grad lernt der Teilnehmer zwei Formen: Die Eigenbehandlung und die Fremdbehandlung.

Mit dem zweiten Grad erhält man die Möglichkeit auch auf der mentalen Ebene zu arbeiten. Man erfährt eine Verstärkung der Energie.

Der dritte Reiki Grad ist der "Reiki-Meister", eine nochmalige Verstärkung der Energie wird angeregt. Danach erfolgt dann noch die Ausbildung zum Reiki-Lehrer, wenn man sich dafür interessiert, Schüler zu unterrichten.

Nähere Informationen unter
www.tiernaturheilkundeschule.de
oder Telefon: 05191-939610 (Britta Vock). Unsere Autorin ist die Tierheilpraktikerin Britta Vock von der Tiernaturheilkundeschule Vock.

Britta Vock hat im Müller Rüschlikon Verlag ein Buch über Reiki veröffentlicht, welches sehr zu empfehlen ist:



128 Seiten mit 146 Bildern
Pappband mit Überzug
Format 140 x 205 mm
€ 14,95 / sFr 26,90 / € (A) 15,40
Best.Nr. 41619
ISBN 978-3-275-01619-8
Verlag Müller Rüschlikon



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