Münster (fn-press). Münster ist im kommenden Jahr Schauplatz des 13. Internationalen Kongresses für Therapeutisches Reiten. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus über 40 Nationen werden vom 12. bis 15. August 2009 in der Halle Münsterland erwartet. „Es wird einer der internationalsten Kongresse, die es jemals in Münster gegeben hat“, sagt Cornelia von Rüxleben-Plöger, Vorsitzende des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR).
Erstmals richtet sich der Kongress unter dem Motto „Horses for Body, Mind and Soul“ nicht nur an ein Fachpublikum, sondern bietet auch der Öffentlichkeit, insbesondere Patienten, Eltern und jungen Leuten, die sich für den Beruf des Therapeuten interessieren, ein umfangreiches Programm. „Wir wollen den Kongress nutzen, um einem breiten Publikum die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Pferden bei der Behandlung kranker oder behinderter Menschen zu zeigen“, so von Rüxleben-Plöger. Die Hippotherapie macht sich zum Beispiel die gangtypischen rhythmischen Bewegungen des Pferderückens zur Linderung und Heilung psychosozialer Störungen und körperlicher Erkrankungen zunutzte. Beim Heilpädagogischen Voltigieren und Reiten steht die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von verhaltensauffälligen, lern- oder geistig behinderten sowie psychisch kranken Menschen im Vordergrund. Das Reiten für Menschen mit Behinderung bietet als Breitensportangebot ein befriedigendes, erfüllendes Hobby und die Möglichkeit zu sozialen Kontakten.
Die verschiedenen Aspekte des Therapeutischen Reitens stehen seit 1974 im Mittelpunkt eines eigenen Weltkongresses. Alle drei Jahre treffen sich Wissenschaftler, Mediziner und Therapeuten in einem anderen Land. Nach 1982 in Hamburg ist Deutschland 2009 in Münster zum zweiten Mal Gastgeber, das jüngste Treffen fand 2006 in Brasilien statt. Den Zuschlag für den Kongress 2012 hat bereits die griechische Hauptstadt Athen erhalten.
Veranstalter des Kongresses in Münster ist das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten mit Sitz in Warendorf. DKThR ist der Fachverband für alle Berufsgruppen im Therapeutischen Reiten und Institutionen, die Therapeutisches Reiten anbieten. Mit seinen knapp 3.000 Mitgliedern fördert und unterstützt es Fachkräfte, Kliniken, Therapiezentren, Reit- und Fahrvereine, Reit- und Fahrschulen sowie andere Institutionen. Neben der Aus- und Fortbildung von Fachkräften, der Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen und Förderung wissenschaftlicher Publikationen betreibt das DKThR Qualitätssicherung durch die Prüfung und Vergabe von Qualitätsmaßstäben bzw. die Anerkennung von Qualitätsstandards in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).
Bei der Auftaktpressekonferenz am 11. Januar in Münster wird auch das offizielle Logo des Kongresses vorgestellt. Es zeigt das westfälische Wappentier, ein weißes Pferd auf rotem Grund. Die Hinterläufe des Pferdes sind durch das Rad eines Rollstuhls ersetzt. Für Cornelia von Rüxleben-Plöger eine gelungene visuelle Annäherung an das Thema: „Das Logo symbolisiert die Dynamik des Reitens und dessen positiven Einfluss auf Menschen mit Behinderungen.“
Weitere Informationen unter
www.dkthr.de.