Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kämpft für die Ermäßigung
Datum der Nachricht: 12.10.2009
Warendorf (fn-press). Die Europäische Kommission hat am 8. Oktober das laufende
Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, Österreich, Frankreich und Luxemburg zur
Entscheidung an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitergeleitet. Es geht bei diesem
Verfahren um den ermäßigten Steuersatz für Pferde. Deutschland soll die Rechtsvorschriften
betreffend den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für bestimmte lebende Tiere und
insbesondere Pferde ändern. Nach Auffassung der Kommission sollte für die Lieferungen
lebender Tiere der Normalsatz von 19 Prozent gelten. Zurzeit gilt ein ermäßigter Steuersatz
von sieben Prozent.
Dr. Klaus Miesner (Warendorf), Geschäftsführer Zucht und Mitglied des Vorstandes der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung (FN), bezieht hierzu Stellung:
„Die Einleitung des Klageverfahrens gegen Deutschland und auch gegen Österreich, Frankreich und
Luxemburg ist nicht überraschend, da die Kommission bereits die Niederlande in derselben
Angelegenheit vor dem EuGH verklagt hat. Die Kommission verhält sich insofern konsequent. Eine
Erhöhung der Steuer ist für die landwirtschaftliche Pferdehaltung und Pferdezucht nicht akzeptabel.
Es wäre eine deutliche Behinderung der Pferdezucht und des Pferdeverkaufs zu erwarten. Das
Pferd wird immer wie alle anderen landwirtschaftlichen Nutztiere behandelt, die Teil der
landwirtschaftlichen Erzeugung beziehungsweise Lebensmittelkette sind. Somit wäre eine
Sonderbehandlung von Pferden inkonsequent und nicht nachvollziehbar.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) wird sich intensiv dafür einsetzen, dass die Erhöhung
nicht umgesetzt wird. Sie steht in engem Kontakt mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und
darüber hinaus auch mit den zuständigen Bundesministerien, die den ermäßigten Steuersatz für
Pferde voll unterstützen. Die FN wird jetzt gemeinsam mit den Zuchtverbänden und
Interessenvertretern national wie auch international für den Erhalt des ermäßigten Steuersatzes für
Pferde kämpfen. Von den zuständigen Ministerien erwartet die FN dabei die volle Unterstützung wie
schon in der Vergangenheit.“
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