| Jugendsprechertreffen in Warendorf |
„Jungzüchter züchten nicht“ Datum der Nachricht: 29.01.2010 Warendorf (fn-press). „Jungzüchter züchten nicht.“ Zumindest nicht unbedingt. Diese eher erstaunliche Erkenntnis stand im Mittelpunkt des Landesjugendsprechertreffens, zu dem in diesem Jahr auch Vertreter der Jungzüchter eingeladen waren. „So eine gemeinsame Aktion war im Grunde längst überfällig“, sagte Bundesjugendsprecherin Juliane Schulz (Berlin) und bezeichnete das erste Kennenlernen als echten Erfolg. „Wir haben als Gruppe gut harmoniert und können sicher noch viel voneinander lernen.“
Es waren vor allem die Jugendsprecher, die an diesem Wochenende viel Neues lernten. „Um Jungzüchter zu werden, braucht man keine eigene Zuchtstute, noch nicht einmal ein eigenes Pferd. Hauptsache ist, dass man sich für Pferde interessiert – für die Haltung, den Umgang und natürlich auch für das Thema Zucht.“ Die Jugendsprecher erfuhren auch, dass es nicht nur einen Bundesjungzüchterwettbewerb gibt, sondern auch internationale Meisterschaften. Im vergangenen Jahr holte das Team vom Zuchtverband Berlin-Brandenburg in Irland den Weltmeistertitel.
Aber auch wenn man als Jungzüchter kein Pferd besitzen muss – in Sachen Exterieur eines Pferdes sollte man sich schon auskennen. Beim Tagesordnungspunkt „Pferdebeurteilung“ übernahmen die Zuchtvertreter sofort die Führung. Als „Models“ stellte die DOKR-Auszubildende Denise Scholten zwei ihrer vierjährigen Vielseitigkeitspferde zur Verfügung. „Wir bekamen alle Bewertungsbögen in die Hand gedrückt und konnten nur staunen. Wir würden vielleicht sagen: ‚süßer Kopf’. Die Jungzüchter gehen dagegen schon ins Detail: offenes Augen, kleine Ohren und so weiter. Das war schon beeindruckend“, berichtete Juliane Schulz.
Während sich die Pferdebeurteilung im BLZ und die Visite im Nordrhein-Westfälischen Landgestüt vorwiegend nach den Interessen der Jungzüchter richtete, kamen beim abendlichen Besuch des Münsteraner Hallenturniers alle auf ihre Kosten. Für beide Gruppen gleichermaßen bedeutsam war auch der Workshop zum Thema „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“. Denn wer sein Thema in den Medien platzieren will, „muss bestimmte Regeln einhalten“, erklärte die Journalistin Susanne Müller (Vlotho) und ließ die Teilnehmer das Gehörte auch gleich selbst ausprobieren.
„Wir wollen auf jeden Fall den Kontakt mit den Jungzüchtern weiter aufrecht erhalten und uns weiter vernetzen. Und es wird sicherlich weitere gemeinsame Veranstaltungen geben“, so das Fazit von Juliane Schulz.
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