| Sicherheit / Risikomanagement |
FEI will Stürze um zehn Prozent verringern Datum der Nachricht: 10.02.2010 Malmö/SWE (fn-press). Der Weltreiterverband (FEI) will die Sicherheit im Vielseitigkeitssport weiter erhöhen. So sollen bis zum Jahr 2013 die Stürze um zehn Prozent, auf Vier-Sterne-Niveau sogar um 20 Prozent verringert werden. Dieses und andere Ziele haben sich Vielseitigkeitsreiter, Kursdesigner, Offizielle und Veranstalter aus aller Welt Mitte Januar beim dritten jährlichen Safety Meeting in Malmö/Schweden gesteckt.
Schon jetzt kann der FEI-Vielseitigkeitssausschuss einen Rückgang der Stürze melden – trotz weltweit steigender Teilnehmer- und Starterzahlen. So ist die Zahl der Teilnehmer an internationalen Prüfungen in den vergangenen fünf Jahren um 35 Prozent und die Zahl der Starter um 22,5 Prozent angewachsen. Die Zahl der Stürze hat sich dagegen durchschnittlich von 2,02 auf 1,73 pro Prüfung vermindert. Dies ergab eine Auswertung der Sturzprotokolle aus den Jahren 2004 bis 2009.
„Ein erfreuliches Ergebnis, auf das wir weiter aufbauen wollen“, sagt Friedrich Otto-Erley. „,Ganz verhindern werden wir Stürze aber nie können, wie im Pferdesport überall und überhaupt. Es wird immer wieder einmal Reiter oder Pferde geben, die hinfallen. Vielmehr müssen wir alles dransetzen, zu verhindern, dass es dabei zu ernsthaften Verletzungen kommt.“ Der Leiter Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist seit vergangenem Jahr offizieller Safety Officer für Deutschland und als solcher Ansprechpartner der FEI in allen Fragen der Sicherheit. Die Berufung solcher Sicherheitsbeauftragten in allen nationalen Pferdesportverbänden gehört ebenfalls zum Maßnahmenkatalog, mit dem die Sicherheit im Vielseitigkeitssport langfristig immer weiter verbessert werden soll.
Die Delegierten verabschiedeten in Malmö darüber hinaus ein Programm, das eine weitere Optimierung der internationalen Vielseitigkeits-Datenbank vorsieht. Dazu gehört auch, dass die Sturzberichte für die FEI vereinheitlicht werden sollen. Geplant sind außerdem Richtlinien für den Hindernisaufbau und die weitere Erprobung der so genannten „breakable pins“ beziehungsweise „deformable structures“. Verschiedene Mechanismen sollen dafür sorgen, dass ein festes Hindernis im Unglücksfall in sich zusammenbricht. Nicht zuletzt soll auch das „gefährliche Reiten“ noch genauer definiert und damit besser geahndet werden.
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