| Veranlagungstest für Islandpferdestuten |
Pilotprüfung in Schmalfeld Datum der Nachricht: 12.07.2010 Schmalfeld (fn-press). Auf dem Islandpferdegestüt Birkenbusch in Schmalfeld in Schleswig-Holstein hat ein Veranlagungstest für fünfjährige und ältere Islandpferdestuten als Pilotprüfung stattgefunden. Dieser Veranlagungstest soll dazu dienen, dass möglichst viele Zuchtstuten unter dem Sattel beurteilt werden und so frühzeitig viele Informationen von Zuchtstuten zur Verfügung stehen. Zudem bietet der Test den Züchtern einen Anreiz, ihre Stuten ausbilden zu lassen. Nach der Pilotphase wird in den entsprechenden Gremien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) darüber entschieden, ob diese Form der Prüfung Bestandteil des Zuchtprogramms für die Rasse des Islandpferdes werden kann.
Beurteilungsmerkmale des Veranlagungstestes sind Charakter, Exterieur, Gangarten, Rittigkeit, Temperament sowie der Gesamteindruck. Zunächst wurden die Pferde der Kommission stehend und im Trab an der Hand präsentiert. Mitglieder der Kommission waren Karin Purrucker (Kiel), Materialrichterin beim Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV), und Vertreter des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg Jutta Schlüter (Appen-Etz) und Zuchtleiterin Dr. Elisabeth Jensen (Felde) sowie die Reiterrichterin Nadine Kneisch (Königsmoor). Die Beurteilung der Grundgangarten unter dem eigenen Reiter wurde anschließend auf der Ovalbahn vorgenommen. Dabei konnte jeder Reiter die Abfolge der Gangarten über einen Zeitraum von rund fünf Minuten selbst bestimmen. Als dritter Teil wurde ein freiwilliger Fremdreitertest angeboten, an dem auch elf der zwölf vorgestellten Stuten teilnahmen. Die Reiterrichterin Nadine Kneisch vergab zu jeder Stute jeweils eine Note für Rittigkeit und Temperament. Zusätzlich erhielten alle Stuten einen kurzen Kommentar.
Bestes Pferd der Veranlagungsprüfung an diesem Tag war Pjatla vom Gut Lindenhof, eine fünfjährige Stute v. Kopernikus vom Heesberg, die mit einer Gesamtnote von 8,08 den Veranlagungstest beendete. Auf Platz zwei kam Tibrá vom Gut Lindenhof, ebenfalls abstammend v. Kopernikus vom Heesberg, mit einer Gesamtnote von 8,01 vor Princessa vom Heesberg, abstammend v. Penni frá Kirkjubæ, mit der Gesamtnote von 8,00. „Viele Käufer schätzen ein veranlagungs- und rittigkeitsgeprüftes Pferd. Die Veranlagungsprüfung ist für mich auch ein Verkaufsargument“, sagte Züchter und Reiter Daniel C. Schulz (Ehndorf).
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