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 Sport mit Pferd

Horseball - eine Sportart wird populär

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Inspiriert von traditionellen orientalischen Reiterspielen und dem Pathos Südamerikas entstand in Frankreich (nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, in England) dieser neue Pferdesport.

Zwei Mannschaften, bestehend aus je vier Feld- und zwei Auswechselspielern, spielen zwei Halbzeiten à zehn Minuten. Um Punkte für die Mannschaft zu erzielen, müssen die Reiter einen mit sechs Lederschlaufen versehenen Ball in den gegnerischen Korb platzieren. Dieser kreisrunde Korb hat einen Durchmesser von einem Meter und hängt in 3,5 m Höhe in vertikaler Position. Reiten zwei Spieler verschiedener Teams nebeneinander her, so kann ein Akteur, um in Ballbesitz zu kommen, den ballführenden Reiter abdrängen, oder ihm den Ball mit einer Hand entreißen. Vor den Torwurf müssen mindestens 3 Pässe erfolgt sein, wobei der Ball höchstens 10 Sekunden von einem Spieler gehalten werden darf. Natürlich darf ein Pass der gegnerischen Mannschaft abgefangen werden. Liegt der Ball auf dem Boden, sollte er aus dem Galopp aufgenommen werden.



Ein rasanter Sport, der gutes reiterliches Können voraussetzt, eine gewisse Akrobatik erfordert und schnelle Reaktionen verlangt. Das erste französische Championat wurde bereits im Jahre 1978 organisiert. Heute zählt Frankreich ca. 5000 Aktive, die Mannschaften treten in 5 Ligen gegeneinander an. Seit geraumer Zeit wird Horseball auch in Belgien, Portugal, England, Italien, Österreich und Spanien gespielt. In Deutschland wird Horseball seit 1992 praktiziert. Der erste Europacup wurde ebenfalls im Jahr 1992 in Paris ausgetragen. Frankreich ging damals als Sieger hervor und konnte an diesen Erfolg bisher auch jedes Jahr anknüpfen.



Die Horseball-Regeln im Überblick

"Schnell und spektakulär"

Ein Horseball Spiel teilt sich in zwei Halbzeiten von je 10 Minuten. Zwei Mannschaften zu je sechs Spielern (zwei davon in der Outzone) kämpfen um einen Ball, der mit sechs Lederschlaufen versehen ist. In vollem Galopp wird der Ball aufgehoben, zwischen drei verschiedenen Spielern einer Mannschaft gepasst und ein Korb geworfen.

Der Anstoß
Der Ball, der auf der 10 Meter Linie liegt, muss im Galopp aufgehoben werden. Wenn der Mannschaft dies nicht gelingt, wird eine Strafe 3 gegen sie in der Mitte des Spielfeldes ausgeführt.



Der Einwurf
Wenn eine Mannschaft einen Korb erzielt, erhält die andere Mannschaft den Einwurf auf der Mittellinie. Der Ball wird von einem Spieler eingeworfen. Die Mannschaften stellen sich links und rechts der Mittellinie im eigenen Feld auf. Der Einwurf muss unparteiisch erfolgen, ansonsten geht der Ball an die gegnerische Partei.



Die Verteidigung
Um dem Gegner den Ball weg zu nehmen, dürfen sich die Spieler mit den Pferden berühren (Blocken). Um keine gefährliche Situation hervorzurufen, darf der Verteidigungs-Winkel nicht mehr als 45 Grad betragen - ausgehend von der Spielrichtung.



Die Strafen
Wenn ein Spieler gegen die Regeln verstößt, gibt es, je nach Schwere des Vergehens, eine Strafe für die gegnerische Mannschaft. Die Mannschaft, die begünstigt, und somit auch in Ballbesitz ist, darf entweder direkt auf den Korb werfen, oder auch indirekt aus folgenden Distanzen:

  • Strafe 1 (schweres Vergehen): Wurf aus 5 Meter vom Korb
  • Strafe 2 (weniger schweres Vergehen): Wurf aus 10 Meter vom Korb
  • Strafe 3 (leichtes Vergehen) Ausgangspunkt - wo das Vergehen geschehen ist oder an der Mittellinie



Vorrecht zur Ballaufnahme
Ein Spieler besitzt das Vorrecht zur Ballaufnahme, wenn er sich in Spielrichtung befindet - ausgehend von der Spielrichtung die der zuletzt in Ballbesitz gewesene Spieler eingenommen hatte.



Berechtigung zum Korbwurf
Die Berechtigung zum Korbwurf erhält die Mannschaft, die drei Pässe in ununterbrochener Reihenfolge durch drei Spieler derselben Mannschaft ausgeführt hat.



Allgemeine Horseball-Regeln

Das Spielfeld
Größe und Abmessungen
Länge: höchstens 75 m, mindestens 60 m Breite: höchstens 30 m, mindestens 20 m Idealmaß: 65m x 25m

Der Boden
Der Boden muss eben und weich sein, gleichzeitig aber nicht rutschig, um für Pferde und Spieler gefahrlos bespielbar zu sein. Spielfelder können entweder in einer Halle oder auf einem Platz sein. Wenn sich das Spielfeld außerhalb befindet, muss es gut entwässert sein, um auch bei feuchtem Wetter bespielbar zu sein.

Die Sicherheitszone
An jeder Seite des Spielfeldes angrenzend sind die Sicherheitszonen. Diese ist zwischen 3m und 5m breit und jeweils so lang wie die Seite des Feldes. In dieser Zone dürfen sich je Mannschaft ein Trainer, bis zu sechs Helfer und zwei Auswechselspieler aufhalten. Spielfelder außerhalb werden bevorzugt. Die FIHB kann offizielle Wettbewerbe auch in einer Halle autorisieren. Wenn nicht genügend Platz für eine Sicherheitszone vorhanden ist, dann sollte das Spielfeld die Form einer Manege annehmen mit Banden an den Seiten (für die Sicherheit der Spieler und Pferde). In diesem Fall muss der Platz für Auswechselspieler so positioniert sein, dass sie einfachen und schnellen Zugang zum Spielfeld haben.

Begrenzung des Feldes
Das Ende jedes Spielfeldes muss geschlossen und mindestens 1,60 m hoch sein. Die Bande an jedem Ende sollte soweit über das Spielfeld hinausragen, dass sie das Ende der Sicherheitszone anzeigt. Sie sollte außerhalb des Spielfeldes eine Mindesthöhe von 1,20 m haben. Hinter jedem Tor muss ein Netz angebracht sein, welches verhindert, dass der Ball aus dem Spielfeld fliegt. Es sollte 4,50 m hoch sein und 5 m über jede Seite des Tores hinausgehen. Die Grenzen zwischen dem Spielfeld und der Sicherheitszone müssen markiert und auf ihrer ganzen Länge passierbar sein. Eine etwas erhöhte Grenze wird bevorzugt, um zu verhindern, dass der Ball aus dem Spielfeld rollen kann. Alle Grenzen müssen für Pferd und Reiter sicher sein. Die Grenzen an sich sind ein Teil des Spielfeldes.

Spielfeldmarkierungen
An den langen Seiten des Spielfeldes müssen durch Flaggen oder sonstige Markierungen erkennbar sein:
  • die Mittellinie
  • die 5 Meter-, die 10 Meter-, und die 15 Meter-Straflinien, von der Vorderkante der beiden Tore aus gemessen
  • Markierungen, die 0,5 m an jeder Seite der Mittellinie anzeigen ("Einwurflinien")



Die Tore
Es gibt zwei Tore, die jeweils in der Mitte von jedem Ende des Spielfeldes angebracht sind. Die Tore sind kreisrund mit einem inneren Durchmesser von 1 m. Sie sind aus stabilem Material mit einer Dicke von 6 cm. Sie sind vertikal auf einer Höhe von 3,50 m angebracht und ragen 2,50 m in das Spielfeld hinein. Die Tore sollten weiß sein, mit einem weißen Netz (4cm Maschen).

Sie können entweder frei schwebend oder auf einen Rahmen aufgehängt sein. In letzterem Fall darf der Boden des Rahmens nicht innerhalb des Spielfeldes stehen.


Der Ball
Der Ball ist ein leichter Fußball Größe 4. Er ist umgeben von einem Netz, an welchem sechs Lederschlaufen festgemacht sind. Jede Mannschaft muss beim Einreiten in das Spielfeld einen Ball mitführen.

Eigenschaften:
Ballgröße: 4
Kreisumfang des Balls: 65 cm
Länge der Schlaufen: 31 cm
Breite der Schlaufen: 2 cm
Abstand zwischen den Fixpunkten der Schlaufe: 20 cm
Dicke der Schlaufen: 6/8 mm
Gesamtgewicht: 600/700 g


Weitere Ballgrößen:
- für Jugendliche 60 cm, Gewicht 500-600 g
- für Kinder (bis 10 Jahre) 47 cm, Gewicht
400-500 g


Die Mannschaften

Allgemeines
Ein Team besteht aus sechs Pferden und sechs Reitern. Nur vier der Spieler dürfen sich gleichzeitig auf dem Spielfeld aufhalten.

Ein Team kann mit nur drei Spielern spielen, weniger sind nicht erlaubt. Auswechselspieler müssen sich in der Sicherheitszone aufhalten, bis ein Wechsel erfolgt.

Das Auswechseln
Das Auswechseln kann unter folgenden Umständen erfolgen:
  • bei Spielstopps, ohne dass die Zeit angehalten wird (Bsp.: Ball im Aus, Einwurf...)
  • bei Auszeiten, die von der einen oder anderen Mannschaft genommen wurden
  • bei Auszeiten die vom Schiedsrichter genommen wurden.


Die Auswechslungen sind zahlenmäßig nicht begrenzt. Der Auswechselspieler reitet auf seiner Spielhälfte ins Spielfeld ein.

Rechte und Pflichten des Kapitäns
Jede Mannschaft muss einen Kapitän haben, den man leicht durch eine farbige Armbinde erkennt. Der Kapitän ist der einzig Bevollmächtigte im Team, d.h. er organisiert und kontrolliert sein Team. Er ist der einzige Spieler, der den Schiedsrichter ansprechen darf. Der Kapitän ist befugt, den Schiedsrichter nach dem Grund seiner Entscheidungen und nach grundlegenden Informationen zu fragen, die mit dem laufenden Spiel zusammenhängen. Er muss dem Schiedsrichter mit Höflichkeit und Respekt gegenübertreten. Bevor der Kapitän das Spielfeld in einem Spiel verlässt, muss er seine Armbinde an einen anderen Spieler weitergeben, der auf dem Spielfeld bleibt.

Die Mannschaften

Die Lizenzen
Spieler, die in einem Turnier spielen, das von oder für die FIHB organisiert wird, müssen Mitglieder ihres eigenen Nationalen Horseball Verbandes (ONHB) sein. Ein Spieler, der für ein anderes Land spielen will, kann dies gemäß den Statuten der Federation Nationale d’Equitation beantragen.

Ausstattung der Spieler
Die schwarz/weißen Trikots mit 5cm breiten vertikalen Streifen sind nur für die Schiedsrichter vorgesehen. Die Ausrüstung der Spieler besteht aus Folgendem:
  • einem Helm, welcher der europäischen Sicherheitsnorm entsprechen muss
  • Trikots, die von 1 bis 6 numeriert sein müssen, auf der Brust (10cm) und auf dem Rücken (20 cm)
  • Reitstiefel (Leder oder Gummi)
  • Reithose in einheitlicher Farbe
  • Das Tragen von Schutzsachen wird empfohlen (z.B. Rückenschutz oder Knieschoner)


Sporen sind freigestellt, jedoch sind Rädchensporen und Sporen die Verletzungen hervorrufen können verboten; ein Sporen der eine sichtbare Verletzung provoziert hat, muss bis zum Ende des Spiels ausgezogen werden. Nur Sporen mit abgerundetem Ende und einer Länge von höchstens 3cm sind erlaubt. Die Sporen müssen auf normaler Höhe und ausschließlich mit Sporenriemen befestigt sein.

Gerten dürfen während eines Spiels nicht benutzt werden und sind jedoch in einem separaten Abreitebereich gestattet. Das Tragen von Schmuck ist verboten (Ketten, Ringe...), außer wenn sie sicher geschützt sind.

Shirts mit schwarzen und weißen vertikalen Streifen (5cm) sind für den Schiedsrichter reserviert. Jegliches Sponsoring auf dem Pferd oder dem Reiter muss konform zu den Regeln der ONHB des jeweiligen Landes sein, in welchem das Event stattfindet.
Schutz des Spielers
Bei jeder Verletzung die eine Blutung hervorruft, muss der Spieler das Feld verlassen und darf es erst wieder mit Zustimmung eines Arztes und mit korrekt verbundener Wunde betreten.

Die Pferde

Allgemeines
Die Anzahl der Pferde pro Mannschaft beträgt maximal 6, wobei sich höchstens 4 und mindestens 3 gleichzeitig auf dem Feld befinden. Ein Pferd kann nur an einem Spiel pro Tag teilnehmen. Wird die Spieldauer verkürzt, so sind 2 Spiele möglich (mit entsprechender Pause zwischen den Spielen). Horseball kann auf jedem Pferd gespielt werde, dass mindestens 5 Jahre alt ist, einen Pferdepass besitzt und alle erforderlichen Impfungen erhalten hat.

Pferde, die auf dem Spielbogen stehen, dürfen während des Abreitens und während des Spiels von niemand anderem als den Spielern, einem Pfleger oder dem Trainer geritten werden.

Ausstattung der Pferde (von Spieler und Schiedsrichter)
Die Ausrüstung der Pferde ist wie folgt geregelt:
Alle Gebisse, außer Stangengebisse, sind erlaubt. Trotzdem dürfen Gebisse, die Verletzungen hervorrufen können, vom Schiedsrichter verboten werden. Ein feststehendes, oder elastisches Martingal ist Pflicht. Das Schützen der Pferdebeine (mit Bandagen oder Gamaschen) ist Pflicht, genauso wie das Anlegen von Sprungglocken an allen Beinen. Bei Verlieren eines Beinschutzes wird das Pferd während eines Spielstopps auf Verlangen des Schiedsrichters ausgewechselt. Lässt sich der Schutz nicht ersetzen, darf dieses Pferd nicht wieder eingewechselt werden. Nur englische Sättel sind erlaubt. Das Benutzen von Schraub- oder fixen Stollen ist erlaubt. Der Fallgurt muss sicher, anpassungsfähig und sauber sein.

Er muss durch eine Schlaufe, die sich in der Mitte des Sattelgurtes unter dem Bauch des Pferdes befindet(Martingalschlaufe), hindurch gehen.
Trainer und Pfleger

In der Sicherheitszone wird nur ein Trainer und ein Pfleger pro Pferd geduldet. Auf eine angemessene Kleidung, die mit den Farben der Mannschaft übereinstimmen, sollte geachtet werden. Der Trainer und die Pfleger dürfen den Schiedsrichter nicht ansprechen. Nichtbeachtung kann zu einem Platzverweis führen. Außerhalb der Auszeiten und der Halbzeit dürfen sich der Trainer und die Pfleger nur in dem für sie vorgesehenen Teil in der Sicherheitszone aufhalten. Nichtbeachtung kann zu einem Platzverweis führen.

Die Offiziellen
Der allgemeine Ablauf eines Turniers wird von einem Supervisor überwacht, der von der ONHB bestimmt wird. Seine Aufgabe ist es die Schiedsrichter für die Spiele einzuteilen, an die Richtlinien zu erinnern und auf den geordneten Ablauf des Turniers zu achten. Er ist der Präsident des Schiedsgerichts. Er mischt sich nicht in das Schiedsrichten während eines Spieles ein. Weitere Aufgaben sind: Durchführung und Leitung des Veterinärchecks; Entscheidung, ob das Spielfeld bespielbar ist; Schlichten von Streitereien; Annahme von Reklamationen die das Reglement betreffen Kontrolle der Papiere der Pferde; Kontrolle der Spielerlizenzen.

Die Schiedsrichter
Die Spiele werden von zwei Schiedsrichtern kontrolliert, einem Feldschiedsrichter (auf dem Pferd), und einem Stuhlschiedsrichter. Der Stuhlschiedsrichter sitzt erhöht innerhalb der Sicherheitszone auf Höhe der Mittellinie. Der Stuhlschiedsrichter signalisiert dem Feldschiedsrichter alle Regelwidrigkeiten mit Hilfe eines Fähnchens oder mit Hilfe eines Walki-Talkis. Durch eine Auszeit kann der Feldschiedsrichter sich mit dem Stuhlschiedsrichter besprechen um eine Entscheidung bei Unklarheiten treffen zu können.

In jedem Fall sind die Entscheidungen des Feldschiedsrichters entscheidend und er kann zu jeder Zeit eingreifen, um die Regeleinhaltung und auch die sportliche Fairness zu gewährleisten. Für alle offiziellen Turniere bestimmt die FIHB oder die nationale ONHB die Schiedsrichter. Die Schiedsrichter müssen eine Lizenz der ONHB, der sie angehören, besitzen. Eine Versicherung für potentielle Schäden obliegt ihrer eigenen Verantwortung.

Nur die Kapitäne dürfen sich während des Spiels mit dem Schiedsrichter verständigen. Die Schiedsrichter müssen das Spiel gemäß dem Reglement leiten. Vor Spielbeginn müssen die Schiedsrichter die Ausrüstung von Reitern und Pferden überprüfen. Ebenso alle technischen Hilfsmittel, die von den Schiedsrichtern und ihren Assistenten benötigt werden. Die Schiedsrichter haben die Entscheidungsmacht bei Regelverstößen. Dies gilt auf dem Spielfeld und außerhalb dessen Abgrenzungen während des Spiels, sowie während des Abreitens das mindestens 30 min vor dem Spiel beginnt, bis zu 30 min nach dem Spiel.

Das Schiedsrichterpferd kann vom Veranstalter zur Verfügung gestellt oder vom Schiedsrichter mitgebracht werden, je nach den Gegebenheiten. Der Veterinärcheck ist auch für die Schiedsrichterpferde Pflicht.

Der Tierarzt
Der Tierarzt muss sich während des Spiels neben dem Stuhlschiedsrichter aufhalten. Er teilt diesem mit, wenn der Zustand eines Pferdes eine Spielunterbrechung erfordert. Der Stuhlschiedsrichter teilt dem Feldschiedsrichter diese Entscheidung mit, der daraufhin das Spiel anhält um das betreffende Pferd versorgen zu lassen. Der offizielle Tierarzt ist für den Schutz der Pferde während des Spiels zuständig. Er kann eine Spielunterbrechung fordern, falls ihm eine Verletzung eines Pferdes auffällt. Das entsprechende Pferd darf erst mit Zustimmung des Tierarztes wieder am Spiel teilnehmen.



Die Horseball Spielregeln

Allgemein
Das Spiel umfasst zwei Halbzeiten von jeweils 10 Minuten. Zwischen den beiden Halbzeiten liegt eine Pause von 3 Minuten. Die Spielzeit sollte möglichst auf einer Anzeigetafel dokumentiert werden. Das Spielende beider Halbzeiten muss mit einem deutlichen hörbaren Signal angezeigt werden.

Spielunterbrechnungen
Das Spiel wird automatisch oder auf Anweisung des Schiedsrichters unterbrochen, wenn
  • ein gültiges Tor gefallen ist
  • der Ball das Spielfeld verlassen hat
  • ein Regelverstoß stattgefunden hat.
Während dieser Spielunterbrechung läuft die Zeitmessung weiter.


Auszeiten
Jede Mannschaft kann pro Halbzeit eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen. Die Auszeit kann nur während einer Spielunterbrechung genommen werden. Der Mannschaftskapitän erbittet beim Schiedsrichter die Auszeit, damit dieser die Zeitmessung anhalten lässt. Nicht genutzte Auszeiten sind nicht auf die nächste Halbzeit übertragbar. Nach Ende der Auszeit ertönt ein Signal. Die Zeitmessung läuft erst wieder, wenn das Spiel auf Pfiff des Schiedsrichters wieder beginnt. Die Zeitmessung wird nur angehalten, wenn besondere Umstände wie ein schwer wieder ins Spiel zu bringender Ball, ein Unfall oder die Auszeiten der Mannschaften dies erfordern. In diesen Fällen gibt der Schiedsrichter das Zeichen zum Anhalten der Zeitmessung.

Spielbeginn / Spielende / Spielergebnis / Spielunterbrechung
Zu Beginn jeder Halbzeit muss eine Mannschaft den Ball im Galopp von der 10m Linie aufheben. Der Schiedsrichter lost vor dem Spiel die Spielfeldhälften der Mannschaft aus. Nach der Halbzeit werden die Seiten gewechselt. Vor dem Anpfiff platziert der Schiedsrichter den Ball im Mittelpunkt der 10m - Linie in der Spielhälfte der Mannschaft, die Anstoß hat. Die Spieler der verteidigenden Mannschaft stellen sich in Spielrichtung in ihrer Spielhälfte auf. Sämtliche Spieler der angreifenden Mannschaft nehmen hinter ihrer eigenen 10m-Linie Aufstellung.

Auf den Anpfiff des Schiedsrichters hin hebt ein Spieler der angreifenden Mannschaft den Ball im Galopp vom Boden auf. Die verteidigende Mannschaft darf sich erst in Bewegung setzen, wenn ein gegnerischer Spieler die Mittellinie überquert hat, wenn sich der Spieler im Ballbesitz im eigenen Feld entgegen der Spielrichtung bewegt oder wenn der Ball nach dem Aufheben zu Boden fällt. Beim Verstoß gegen diese Regel wird eine Strafe 2 zugunsten der angreifenden Mannschaft verhängt

Jede Halbzeit wird durch ein deutlich erkennbares Signal (3 Sekunden) vom Schiedsrichter oder vom Zeitmessgerät beendet. Ein erfolgreicher Torwurf im Augenblick des Schlusssignals zählt, sofern der Ball die Hände des Werfenden vor Erklingen des Signals verlassen hat.

Sieger der Begegnung ist die Mannschaft, die die meisten Tore geworfen hat. Ein Tor ist nur dann gültig, wenn der Ball durch den Ring ganz durchgefallen ist, und alle Spielregeln respektiert worden sind. Findet ein Ausscheidungsturnier statt und endet eine Begegnung mit Gleichstand, wird das Spiel nach 2 Minuten Pause mit einem Einwurf des Schiedsrichters, zu dem sich je ein Spieler beider Mannschaften aufstellt, fortgesetzt. In diesem Fall ist das Spiel mit dem ersten erfolgreichen Torwurf beendet.

Bei sonstigen Begegnungen werden die einzelnen Spiele folgendermaßen gewertet: 3 Punkte für ein gewonnenes Spiel - 2 Punkte für Gleichstand - 1 Punkt für ein verlorenes Spiel und 0 Punkte bei Verzicht einer Mannschaft, sowie -8 Tore bei der Tordifferenz für die verzichtende Mannschaft und +8 Tore bei der Tordifferenz für die andere Mannschaft

Bei Punktgleichstand wird nach folgenden Kriterien in absteigender Reihenfolge gewertet: besseres Torverhältnis - größere Anzahl an erzielten Toren - Ergebnis der direkten Begegnung der betreffenden Mannschaften - Anzahl der gewonnenen Spiele - Anzahl der verlorenen Spiele - geringere Anzahl gelber Karten und/oder Strafen 1 - Mannschaft die in ihrer Zusammensetzung jünger ist.

Spielunterbrechung im Notfall: Die Entscheidung liegt beim Schiedsrichter. Falls dann die Hälfte der Zeit der zweiten Periode abgelaufen ist, wird das Ergebnis angerechnet, oder das Spiel innerhalb der nächsten halben Stunde fortgeführt.

Spielunterbrechung auf Entscheidung einer Mannschaft: Dies führt zum Spielabbruch und zu einer Wertung des Spiels wie bei Nichtantritt dieser Mannschaft. Ist die Tordifferenz größer als 8, so wird diese gewertet.

Die Pässe
Ein Pass bezeichnet die Phase von dem Augenblick, in dem der Ball die Hände eines Spielers verlassen hat, bis zu dem Augenblick, in dem er von einem Spieler derselben Mannschaft aus der Luft gefangen wird. Wird der Ball unmittelbar von Hand zu Hand weitergereicht, so zählt dies unter keinen Umständen als Pass. Bevor ein Tor erfolgen und bewertet werden kann, müssen mindestens drei aufeinanderfolgende Pässe zwischen mindestens drei Spielern derselben Mannschaft erfolgt sein. Es kann wahlweise mit einer Hand oder mit zwei Händen gefangen und geworfen werden. Der Wurf kann in alle Richtungen, seitlich, nach vorne oder nach hinten, erfolgen. Auch eine nur kurze Berührung des Balls gilt als Pass. Der Ball darf von einem Spieler nicht länger als 10 Sekunden gehalten werden.

Der Ball befindet sich "im Aus", wenn sich mindestens ein Huf des Pferdes des ballführenden Spielers außerhalb der Spielfeldabgrenzung befindet. Das Spiel wird mit einer Strafe 3 für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

Beim Einwurf stellen sich je ein oder zwei Spieler der beiden Mannschaften links und rechts, jeweils in ihrer Spielfeldhälfte parallel zu Mittellinie auf. Zwischen den Spielern muss mindestens eine Pferdebreite (1 Meter) Platz gelassen werden. Die beiden vorderen Spieler müssen sich mindestens 5 Meter entfernt vom Einwerfenden befinden.



Die Spieler, die nicht direkt beim Einwurf stehen, müssen sich in ihrer eigenen Spielfeldhälfte mindestens 5 Meter entfernt von den beim Einwurf stehenden Spielern aufstellen. Sie dürfen erst ins Spiel eingreifen, wenn der Ball gefangen oder von einem der Spieler in ihre Spielfeldhälfte abgelenkt wurde. Der Einwerfer stellt sich direkt neben der Mittellinie auf, so dass der Ball sich direkt über der Mittellinie befindet. Nach dem Pfiff des Schiedsrichters hat der Einwerfer 3 Sekunden Zeit zum Werfen. Der Ball muss die 5 Meter Linie vom Einwerfenden aus erreichen bevor er berührt oder ergriffen werden kann. Bis zum Pfiff des Schiedsrichters halten die Spieler ihre Position ein, wobei sie sich bis auf 5 Meter vom Einwerfenden entfernt vor- und zurückbewegen dürfen. Die Spieler die beim Einwurf stehen, müssen dem Einwerfenden zugewendet sein. Den Wurf anzutäuschen ist nicht erlaubt und wird mit einer Strafe 3 geahndet.

Der Einwurf ist ungültig und führt zu einer Strafe 3 für die gegnerische Mannschaft, wenn der Ball nicht mindestens die vorderen Spieler in Hüfthöhe erreicht oder der Ball hinter den hinteren Spielern zu Boden fällt, ohne berührt worden zu sein oder der Ball innerhalb der 5 Meter Zone gefangen wird.

Zwei Formen des Einwurfs sind möglich: Nach einem erfolgreichem Torwurf. Er wird von der Mitte der langen Seite von der Mannschaft ausgeführt, die das Tor kassiert hat. Oder:
Nachdem der Ball über eine der kurzen Seiten ins Aus geraten ist. Er wird von der 15 Meter- Markierung der langen Seite ausgeführt.
Der Ball ist im Aus, sobald er die Spielfeldbegrenzung, auch in den Händen eines Spielers, überquert hat.

Das Aufheben des Balls

Das Aufheben muss vom Pferd aus erfolgen, ohne dass ein Fuß den Boden berührt. Dies kann entweder von links oder von rechts geschehen, in jeder Gangart aber niemals in Stehen. Ist der Ball aufgehoben, muss der Spieler sich schnell wieder in den Sattel setzen, oder den Ball sofort abgeben. In keinem Fall darf der Spieler, der aufhebt, gestört werden. Jedes Eingreifen oder Behindern durch einen anderen Spieler, wird mit einer Strafe 1 und mit einer gelben oder roten Karte (nach Ermessen des Schiedsrichters) sanktioniert.

Die Sicherheit
Die Sicherheit hat vor allem anderen Vorrang. Ein Spieler, im Ballbesitz oder nicht, sollte in der Lage sein, sein Pferd im Tempo zu regulieren und in der Richtung zu kontrollieren. Ein ballführender Spieler muss bei der Wahl seines Weges alle Regeln der Sicherheit beachten.

Die Verteidigung
Als physisches Tackling bezeichnet man, wenn ein Pferd das Pferd des ballführenden Spielers abdrängt, um es zu verlangsamen, es vom Reitweg abzubringen oder um es dem Reiter zu ermöglich, den Ball zu holen. Man darf den ballführenden Spieler höchstens in einem Winkel von 45° in gleicher Richtung angreifen oder anreiten. Zuwiderhandlung gegen diese Regel werden bestraft mit einer Strafe 1 oder einer Strafe 2, abhängig von der Härte der Regelverletzung.

Es ist verboten, einen Spieler zu schlagen, gleich wohin, oder dem Spieler mit dem Pferd Schaden zuzufügen. Ein Tackling darf nur durch das Gewicht des eigenen Körpers, die Geschwindigkeit des Pferdes und mit der eigenen Schulter erfolgen, wobei der Arm am Körper liegen muss. Es ist des Weiteren verboten: einen Spieler zu hemmen, einen Spieler zu schlagen oder festzuhalten, einen Spieler mit der Faust, Unterarm, Ellenbogen oder Kopf zu schlagen, gegen die Spielrichtung einem Gegner gegenüber zu stehen, gleich ob es der ballführende Spieler ist oder nicht. Solche Vergehen werden mit einer Strafe 2 geahndet.

Ein Spieler kann versuchen, einem gegnerischen Spieler den Ball wegzunehmen, aber er darf dies nur mit einer Hand tun. Wenn ein Gegner einmal am Ball zieht, darf der ballführende Spieler seine Hand nicht mehr wechseln oder beide Hände benutzen, um am Ball zu ziehen. Sobald am Ball gezogen wird, müssen sich beide Spieler in ihre Sättel zurück begeben. Es ist nicht erlaubt, sich am Spieler, am Pferd oder am Zaumzeug festzuhalten. Wenn ein Spieler während des Ziehens um den Ball den Sattel verlässt, muss er sofort den Ball loslassen. Jede Missachtung dieser Regeln wird mit einer Strafe 3 gegen das verteidigende Team geahndet. Während des Ziehens um den Ball darf sich kein anderer Spieler sich einmischen.

Wenn der Spieler, der schon vor dem Ziehen im Ballbesitz war und auch nach dem Ziehen den Ball hat, bleibt die Anzahl der Pässe, die bis dahin gemacht wurden, gleich und dem Spieler ist es erlaubt, den Ball wieder 10 Sekunden zu halten, bevor er ihn abspielt.

Verlassen des Feldes
Ein Spieler, der freiwillig das Spielfeld verlässt, kann jederzeit wieder ins Spiel zurückkommen.
Ein Spieler, der das Spielfeld verlässt, um zum Beispiel Zaumzeug auszutauschen oder Verletzungen behandeln zu lassen, muss absteigen. Er kann erst in einer Spielunterbrechung von seiner Hälfte aus wieder ins Spiel kommen.

Die Strafen
Der Schiedsrichter gibt Strafen gegen das Team, das die Regeln verletzt. Es gibt drei Arten von Strafen, welche je nach Art und Weise der Regelverletzung gegeben werden. Sie können einhergehen mit einer gelben oder roten Karte. In jedem Fall bekommt ein Spieler des angegriffenen Teams, es muss jedoch nicht der angegriffenen Spieler sein, die Strafe zu gesprochen. Für Strafe 1 und 2 müssen sich die anderen Spieler des angegriffenen Teams hinter dem ballführenden Spieler befinden, bis die Strafe vom Schiedsrichter zum Ausführen, durch Pfeifen freigegeben wurde. Wenn ein Schiedsrichter ein Foul bemerkt, kann er kurz warten, ob sich ein Vorteil für die Mannschaft entwickelt, gegen die gefoult wurde, wenn nicht, kann er sich dann noch entscheiden, ein Strafe zu geben.

Eine Strafe 1 kommt bei sehr schweren Vergehen zum Einsatz, zum Beispiel wenn man einen Spieler beim Torwurfversuch foult oder den Schiedsrichter beleidigt. Ein Spieler der Mannschaft, der die Strafe 1 zuerkannt wurde, stellt sich in der Mitte der 5- Meterlinie vor das gegnerische Tor und macht einen direkten Wurfversuch, ohne Verteidigung und ohne sich zu bewegen. Die Spieler der Mannschaft, die verteidigt, stehen alle in einer Ecke zwischen dem Tor und der 5-Meterlinie. Falls der Torwurf missglückt und kein Tor fällt, gelten wieder die normalen Regeln.

Eine Strafe 2 wird bei nicht ganz so schwerwiegenden Vergehen gegeben, die aber trotzdem die Sicherheit des Spiels oder eines Gegenspielers gefährden. Der Teamkapitän hat die Auswahl, ob die Strafe 2 direkt ausgeführt wird, also ob ein Spieler aus einem Abstand von 10 Metern versucht, ein Tor zu werfen indirekt ausgeführt wird, also ob ab der 15-Meterlinie drei Pässe erfolgen. Die Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Spieler der verteidigenden Mannschaft müssen sich bei einem direkten Versuch bei der 5-Meterlinie in Spielrichtung nebeneinander aufstellen und bei einem indirekten Versuch bei 10 Metern. Der Torwurf beim direkten Versuch muss von einem stehenden Pferd aus gemacht werden. In beiden Fällen ist es dem verteidigenden Team gestattet, regulär zu verteidigen.

Eine Strafe 3 wird bei leichten Vergehen gegeben. Wenn die Strafe 3 in der gegnerischen Hälfte gegeben wurde, wird sie von der Mitte der Mittellinie angezeigt, ansonsten wird sie von dem Punkt ausgeführt, an dem das Foul stattgefunden hat. Ein Spieler der Mannschaft, der die Strafe 3 zugesprochen wurde, stellt sich an den Punkt, an dem der Regelverstoß begangen wurde, den der Schiedsrichter anzeigt. Alle anderen Spieler können sich auf dem Feld frei bewegen, solange sie dem Spieler mit dem Ball von vorne, in Richtung ihres zu verteidigenden Tors, nicht näher als 5 Meter kommen. Die verteidigenden Spieler dürfen dem Punkt, an dem das Foul stattgefunden hat, nicht näher als 5 Meter kommen, bis die Strafe ausgeführt wurde. Der Schiedsrichter gibt das Signal zum Ausführen der Strafe 3.

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Ein technisches Foul beschreibt unsportliches Verhalten sowie beleidigende Gesten oder Wörter oder Brutalität gegenüber einem Pferd, und es kann gegen Spieler, Trainer, Helfer oder Fans ausgesprochen werden.

Es ist für jeden Spieler verboten: einen Gegenspieler gegen die Spielrichtung zu behindern, einen Gegner oder sein Pferd zu schlagen, treten, drücken, halten oder zu beeinflussen, den Ball herumzuschleudern, um einen Gegner einzuschüchtern, das Pferd mit Händen, Ball oder Steigbügelriemen zu schlagen, auf dem Sattel zu stehen, einem Spieler, der gerade dabei ist, den Ball aufzunehmen, in die Quere zu reiten, um seine Richtung zu verändern. Der Schiedsrichter ist frei, jede Entscheidung zu treffen, die er für richtig hält.

Wenn ein Spieler, der im Ballbesitz ist, vom Pferd fällt, bekommt die Mannschaft, in der der Spieler heruntergefallen ist, eine Strafe 3 beim Punkt des Sturzes. Wenn ein Spieler ohne Ball herunter fällt, wird das Spiel nur gestoppt, wenn der Schiedsrichter die Situation als gefährlich einstuft. Wenn das Spiel gestoppt wurde, wird es mit einer Strafe 3 gegen die Mannschaft, zu der der gestürzte Spieler gehörte, wieder aufgenommen. Ein heruntergefallener Spieler darf nicht in das Spiel eingreifen.

Jede Art von Brutalität auf dem Spielfeld oder außerhalb ist verboten. Jedes Pferd, das in den Augen des Schiedsrichters nicht in guter Kondition oder Verfassung ist, kann zum Spiel nicht zugelassen werden. Der Schiedsrichter oder Aufsichtspflichtige kann das Spiel jederzeit stoppen, um den Zustand eines Pferdes zu kontrollieren. Wenn der Schiedsrichter es für nötig hält, kann er auch Pferde vom Spielfeld schicken. Jedes Pferd, das einen Schnitt oder eine Schürfwunde bekommt, auch wenn sie nur oberflächlich ist, muss das Spielfeld verlassen und versorgt werden. Ein Pferd darf nur zurück auf das Spielfeld, wenn der Schiedsrichter und der Tierarzt dem zustimmen. Es ist verboten, eine Verletzung des Pferdes zu verbergen. Die Entscheidung des Schiedsrichters über den Zustand des Pferdes ist endgültig und darf nicht in Frage gestellt werden. Ein verletztes Pferd darf nur an der Preisverleihung oder sonstigen Zeremonien teilnehmen, wenn es genügend gepflegt wurde und der Schiedsrichter der Teilnahme zustimmt.

Im Rahmen einer Bestrafung einer Mannschaft wegen eines Regelverstoßes darf der Schiedsrichter auch einzelne Spieler durch Folgendes bestrafen:
  • durch eine verbale Verwarnung.
  • durch eine erste Gelbe Karte. Der Spieler, den es betrifft, muss das Spielfeld bis zum Ende der laufenden Halbzeit verlassen, kann aber ausgewechselt werden. Eine Gelbe Karte geht immer einher mit einer Strafe 1 oder einer Strafe 2.
  • eine zweite Gelbe Karte im gleichen Spiel. Der Spieler darf nicht mehr am Spiel teilnehmen, kann aber ausgewechselt werden. Außerdem bekommt der Spieler eine Sperre für ein Spiel, die unmittelbar gültig wird.
  • eine Rote Karte. Der betreffende Spieler darf nicht ausgewechselt werden und auch nicht mehr am Spiel teilnehmen. Der Spieler bekommt eine Sperre von mindestens einem Spiel und es wird ein Disziplinarkomitee einberufen, das über weitere Schritte entscheidet. Eine Rote Karte geht immer mit einer Strafe 1 einher.
Jeder Spieler, der durch eine zweite Gelbe oder eine Rote Karte das Spiel verlassen muss, muss auch das komplette Spielfeld verlassen.

Eine Gelbe Karte gilt jeweils nur für das laufende Spiel.

Die Disziplinarkomission wird von einem Mitglied des aufsichtsführenden Komitees oder einem Schiedsrichter einberufen. Die Aufgabe des Disziplinarkomitees ist es, unreguläres Verhalten von Spielern, Trainern und Helfern zu bestrafen. Es besteht aus dem Präsidenten des aufsichtführenden Komitees, einem weiteren Mitglied aus diesem Komitee, zwei FIHB Mitgliedern und jeweils einer Person jedes Landes, das beteiligt ist. Ein Spieler, der eine Rote Karte bekommen hat, wird automatisch durch das Disziplinarkomitee mit verschiedenen Strafen oder Sanktionen bestraft. Ein Spieler darf nicht spielen, solange das Komitee sein Urteil noch nicht gefällt hat, bei Zuwiderhandlung, wird seine Mannschaft disqualifiziert.
Eine Entscheidung des Komitees ist nicht anfechtbar.

Ein Dopingtest kann in jeder Phase eines Turniers oder einer Veranstaltung durchgeführt werden. Bei Doping gelten die Regeln der FEI.

Alle Treffen oder Veranstaltungen der FIHB oder einer ONHB müssen von einer tierärztlichen Untersuchung begleitet sein. Die Untersuchung wird in der Veranstaltung mit eingeplant. Sie wird von einem Tierarzt und dem aufsichtsführenden Komitee geführt. Die Pferde werden im Stehen und im Traben über eine glatte, harte und gleichmäßige Ebene begutachtet. Die Pferde werden vorgeführt von Spielern oder Helfern.

Die Pferde werden ohne jegliches Zaumzeug nur in Trense mit Gebiss vorgestellt.

Die Untersuchung beginnt mit einer Untersuchung des Pferdes im Stehen. Dem Tierarzt ist es gestattet, das Pferd zu berühren, falls nötig. Dann muss das Pferd vom Tierarzt weg und schließlich auf ihn zu traben. Dem Tierarzt ist es nicht gestattet, ein Pferd auszulassen oder es klinischen Test zu unterwerfen. Das aufsichtsführende Komitee hat das Recht und die Pflicht, ein Pferd auszuschließen, das aus irgendeinem Grund nicht geeignet scheint, ein Spiel zu bestreiten.

Falls es zweifelhaft ist, ob ein Pferd an einem Wettkampf teilnehmen kann oder nicht, kann das Komitee eine erneute Untersuchung beantragen. Die Entscheidung des Komitees ist vorrangig.

Während der Untersuchung müssen Spieler und Helfer korrekte Mannschaftskleidung tragen.

Jede Mannschaft muss die entsprechenden Papiere, wie den Impfpass oder den Pass beim Sekretariat oder der Verwaltung abgeben. Diese Dokumente bekommt der Tierarzt vor seiner Untersuchung, die Mannschaft bekommt sie nach dem letzten Spiel zurück.

Die Organisation der Spiele
Veranstalter müssen sicherstellen, dass folgende Ausrüstung vorhanden ist: ein Sekretariat, welches getrennt von den Zuschauerräumen ist, aber auf Rufweite vom Schiedsrichterstuhl. Die Leute, die sich in diesem Zimmer aufhalten sollten, sind der Zeitnehmer, ein Sekretär oder eine Sekretärin und ein Kommentator.

Folgendes sollte auch vorhanden sein:
eine Kopie der Regeln in Deutsch, Englisch und Französisch sowie ein akustisches Signal wie ein Buzzer oder ein Horn. Zwei Stoppuhren und ein funktionierendes Lautsprecher- und Mikrofonsystem sowie eine Punktetafel. Ein Tierarzt, ein Krankenwagen oder Notärzte sollten präsent sein. Der Schiedsrichter oder Aufseher hat die Verantwortung für deren Anwesenheit.

Eine Notiztafel in der Nähe des Spielereingangs, mit den Namen der Spieler, der Schiedsrichter, den Informationen zu gespielten Spielen, Spielzeiten und Spiele, die noch gespielt werden müssen, und den Namen des aufsichtsführenden Komitees. Eine erhöhte Plattform oder ein hoher Stuhl für den Stuhlschiedsrichter muss vorhanden sein. Darüber hinaus Sitze oder Bänke für die Trainer und Helfer der Mannschaften. Die Schiedsrichterpferde können von jeder Mannschaft gestellt oder vom Veranstalter zu Verfügung gestellt werden. Eine weitere Person sollte die Preisverleihung leiten und betreuen.


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