Es sind ganz besondere Events für Freunde des Pferdesports: die winterlichen Veranstaltungen auf dem Eis vieler Schweizer Seen. Ganz egal, ob auf dem St. Moritzersee, dem Obersee oder dem Heidsee – die Rennen ziehen Jahr für Jahr die High Society und viele andere pferdebegeisterte Menschen an. Das Flair bei diesen speziellen Rennen ist mit nichts zu vergleichen, doch in diesem Jahr stehen die Wettläufe auf der Kippe, das Event in Arosa wurde aufgrund des zu dünnen Eises bereits abgesagt.
Champagner und Pferdewetten
Die Gründe für den Besuch der sogenannten „White Turf Rennen“ sind vielfältig. Gerade in den mondänen Wintersportarten wie St. Moritz spielt auch immer das Prestige eine wichtige Rolle. Man kommt, um gesehen zu werden und sich mit seinesgleichen zu treffen. Dementsprechend wird auch das Rahmenprogramm gestaltet. Hier werden Champagner und edle Speisen gereicht, Kunst- und Kulturveranstaltungen runden das Event ab. Doch auch aus Interesse am Pferdesport und an Pferdewetten kommen viele Besucher zu den Rennen auf dem weißen Untergrund. Hier ist es möglich, hautnah dabei zu sein, wenn die Jockeys mit halsbrecherischer Geschwindigkeit um die Kurven jagen und dabei Eis und Schnee zur Seite spritzen. So wollen sich bis zu 35.000 Besucher das Spektakel nicht entgehen lassen und drängen sich rund um die Strecke. Natürlich steigt die Spannung umso mehr, wenn man auf den Ausgang des Rennens wettet. Es bleibt zu hoffen, dass nach dem Ausfall in Arosa nicht auch noch die anderen Veranstaltungen dem milden Wetter zum Opfer fallen. Denn die Eisdicke muss mindestens 30 Zentimeter betragen, damit sie Ross und Reiter sicher tragen kann. In Arosa lag sie lediglich bei gut 10 Zentimetern, weshalb das Rennen trotz einer Verlegung bereits abgesagt werden musste. Es ist nicht das erste Mal, das zu hohe Temperaturen dafür sorgen, dass die Veranstaltungen ins Wasser fallen.
Eine lange Tradition
Dabei haben die Rennen auf den gefrorenen Schweizer Seen eine lange Tradition. So finden die Wettkämpfe in St. Moritz bereits seit dem Jahr 1907 statt, die Rennen in Arosa bereits seit 1911. Begonnen hat alles mit dem Skijöring, bei dem das Pferd den Teilnehmer auf Skiern hinter sich herzieht. Mit der Zeit verlagerten sich die Wettkämpfe auf eine festgelegte Bahn und die Jockeys ließen sich von den Tieren tragen. Aber auch das Skijöring erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und es werden im Rahmen der Renntage weiterhin Wettkämpfe in dieser Disziplin ausgetragen. So entsteht ein vielfältiges Programm, das den Zuschauern jede Menge Spannung, Spaß und Action auf dem weißen Untergrund verspricht. Auch die gesellschaftliche Bedeutung ist immer weiter gewachsen, sodass die Events inzwischen ein fester Termin im Kalender der High Society sind.