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 Eine unterschätzte Gangart

Schritt muss man reiten – erreiten!


Bild: Sicherlich kann und sollte man zwischendurch immer wieder einmal die „Zügel lang lassen“, aber Schritt reiten im ausbildungstechnischen Sinne kann man darüber nicht! / Foto: Anne Schmatelka

Schritt zu reiten ist gar nicht so einfach



von Anne Schmatelka


Schritt zu reiten, Schritt immer wieder zu erreiten, ist gar nicht so einfach. Wenn man Reiter beim Schritt reiten beobachtet, dann ratschen sie mit den Mitreitenden, rauchen eine Zigarette nach der nächsten, telefonieren, verschicken SMSe. Die Pferde trotten mit langem oder hingegebenem Zügel auseinander gefallen auf der Vorhand vor sich hin. Mit Schritt-Reiten im ausbildungstechnischen Sinne hat das nichts zu tun.

Anlässlich eines Vortrages präsentierte der Redner seine letzte internationale Kür mit den Worten: „Die Prüfung war gut, aber der Schritt ist nicht die Stärke meiner Pferde.“ Der Schritt des Pferdes auf dem Video war eilig, gebunden, passartig.
Heute ein ganz alltägliches Bild – nicht nur im internationalen Sport.

Wenn man eben diesen Reiter beim täglichen Training mit seinen Pferden beobachtet, dann zeigen alle seine Pferde das gleiche Verhalten und er verfährt immer nach derselben Methode:

Er lässt seine Pferde über 10-15 Minuten mit Zügel auf dem Hals dahin trotten. Er telefoniert – immer. Dann werden die Zügel aufgenommen, im Allgemeinen viel zu kurz, er rudert mit dem Oberkörper vor und zurück, schiebt mit Becken und Unterschenkeln, die Ellenbogen schwingen aufwendig hin und her. Das Pferd rennt eilig in kurzen Tritten schon fast passartig durch die Bahn. Dann trabt er irgendwann genervt an.

So wird das mit einem korrekten, raumgreifenden, fleißigen und geregelten Schritt nichts.

Es zeigt sich fast überall das gleiche Bild. Solange Reiter ihre Zügel nicht aufgenommen haben, gehen die Pferde meist taktrein, jedoch kommt der Schub nicht aus der Hinterhand. Nehmen die Reiter die Zügel auf, treten die Pferde hinten meist mit einem Bein kürzer, die korrekte diagonale Fußfolge ist nicht mehr klar zu erkennen. Die Phase im Schritt verschiebt sich. Der Schritt ist passartig oder zumindest gebunden.

Woher kommt das?


Wenn man ein Pferd am Zügel anführt oder die junge Remonte – noch nicht im Gleichgewicht – die ersten Male unter dem Sattel betrachtet, dann schieben sie beim Anführen / Anreiten (aus dem Halten) im Schritt noch nicht aus der Hinterhand, sondern ziehen aus der Vorhand. Die Hinterhand ist noch nicht herangeschlossen. Sie vollführen eher eine in die Länge gezogene Bewegung zuerst mit dem Vorderbein und dann folgt in kurzer zeitlicher Verzögerung das diagonale Hinterbein. Die Pferde bewegen bei einem solchen Schritt auf der Vorhand, nehmen das Gebiss nicht an, drücken in die Hand oder heben sich heraus. Einen solchen – nicht mehr taktreinen - Bewegungsablauf findet man auch bei weiter ausgebildeten Pferden, die (im Schritt) nicht korrekt geritten werden.



Der viel zu kurze Zügel – und dann auch noch der Zügel als Ausbinder – an der Longe blockiert den Bewegungsablauf des Pferdes. Der Schritt ist nicht taktrein. Das Pferd geht deutlich auf der Vorhand. Eine solche Vorgehensweise schadet dem Pferd.
Foto: Anne Schmatelka



Korrekt geritten, beginnt das Pferd, die antreibende Hilfe des Reiters fühlend zuerst mit dem Hinterfuß. Es beantwortet die Hilfe quasi in der Form, dass es die Hinterhand zusammenschiebt und mit einem Hinterbein abstößt. Dabei hebt es gleichzeitig das diagonale Vorderbein, das während das Hinterbein noch die abstoßende Bewegung macht, schon nach vorne ausgreift. Bei einem solchen Schritt nimmt das Pferd das Gebiss auch an.


Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Schritt zu reiten ist gar nicht so einfach
  2. Grundlegende Fehler beim Schritt reiten
  3. Wie kann man diese Fehler beseitigen?
 

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