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 Warum wird eine der wirksamsten Übungen kaum noch geritten?

Die Acht: sie zeigt den Stand der Ausbildung am besten


Bild: Zügel aus der Hand kauen lassen bis zur Schnalle beim Reiten der großen Acht. Der Prüfstein für die Losgelassenheit des Pferdes. Dieses Pferd dehnt sich korrekt in die Tiefe, die Reiterin sitzt leicht in die Bewegungsrichtung. Foto: Katja Stuppia, Schweiz

Die Acht ist eine sehr kostbare Übung


Beim jungen Pferd verbessert man damit unter anderem die Rippengeschmeidigkeit und beim weiter gerittenen Pferd die Rippenbiegung. Es ist eine Übung oder auch Lektion, bei der man beim Reiten und Ausbilden eines Pferdes sehr viel erreichen kann! Sie gehört zu den Grundlagen, sollte aber auch bei einem weiter ausgebildeten Pferd immer wieder in die Arbeit eingebunden werden. Sie ist ein Prüfstein für den reellen Ausbildungsstand des Pferdes, für Durchlässigkeit und Losgelassenheit. Denn nur, wenn sich das Pferd loslässt und die Hilfen durchlässt, auf beiden Händen in der Rippenpartie gleich geschmeidig ist, wird die Acht auf beiden Händen gleich gut gelingen!

Manche sehr guten und effizienten Übungen und Lektionen sind im Laufe der Zeit leider verschwunden… Zu ihnen gehört vermutlich auch die Acht.

Man sieht es leider wenig, dass diese gute Übung regelmäßig in die Ausbildung des Pferdes eingebunden wird, dabei ist sie mehr als kostbar! Das Ziel einer korrekten Ausbildung ist es, die Losgelassenheit des Pferdes zu erreichen. Nichts ist leichter als das, wenn man die Acht in die Ausbildung des Pferdes einbindet.

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Dieser Artikel erschien bereits in der Zeitschrift PFERDE Fit & Vital, Ausgabe 01/2014



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In der Lösungsphase die große Acht und in der Arbeitsphase die kleine Acht.
Man kann sie kombinieren und variieren und man macht sich vieles einfach!


Das Pferd ist auf die gebogene Linie eingestellt. Die Reiterin tritt vermehrt in den inneren Bügel. Das Pferd nimmt das Gebiss an. Die Nase ist an der Senkrechten. Das Genick ist der höchste Punkt. Die innere Hand ist jedoch etwas zu weit eingedreht.
Foto: Anne Schmatelka


Warum die Acht nur noch wenig geritten wird, ist nicht nachvollziehbar. Vielleicht scheint sie vielen zu einfach. Ich persönlich kannte sie ebenfalls nicht, hatte nie gelernt, sie zu nutzen.

Vor vielen Jahren hat mir Paul Stecken einmal ein Dankschreiben einer Amerikanerin an seinen Bruder Fritz Stecken zum Lesen gegeben. Sie weist darin auf sein Buch „Training the Horse and Rider“ hin und bedankt sich dafür, dass sie durch Fritz Stecken den Wert der Acht verstanden hat.

Beim Lesen dieses leider vergriffenen Buches stellte ich mit Begeisterung fest, was man mit dieser Übung – wenn man sie korrekt reitet – so alles erreichen kann!

Sie ist eine der besten Lektionen überhaupt.

Man verbessert:

  • die Rippengeschmeidigkeit und im weiteren Verlauf die Rippenbiegung

  • die Lastaufnahme des inneren Hinterbeines

  • die Schwungentwicklung

  • Stellung und Biegung

  • den Muskelaufbau

  • die Reaktionsgeschwindigkeit

  • das Annehmen des Gebisses

  • das Herantreten an den äußeren Zügel

  • das Annehmen der Halben Paraden

  • Losgelassenheit und Durchlässigkeit



Mit Hilfe der Acht lernt das Pferd auch, das Gebiss anzunehmen und an die äußere Hand heranzutreten. Auf diesem Foto ist die Anlehnung nicht korrekt, da das Pferd noch nicht konstant an die Hand herantritt. Die Reiterin sollte das innere Hinterbein zu einem noch aktiveren Abfußen veranlassen.
Foto: Anne Schmatelka


Man kann die Acht in allen Grundgangarten reiten. Man kann sie mit Zügel aus der Hand kauen lassen, mit Tempounterschieden und Übergängen, mit Übertreten lassen, Schulterherein, Travers und Renvers, mit einfachen und fliegenden Wechseln verbinden.

So wie das Schulterherein die Mutter aller Seitengänge ist, schafft die Acht die dazu notwendige Rippengeschmeidigkeit.


Bei dieser Acht zeigt es sich deutlich: Stellung und Biegung sind hier nicht korrekt. Das Pferd nimmt das Gebiss nicht an. Die inneren Zügel hängen durch. Die Stute verwirft sich leicht im Genick. Die Nase kommt hinter die Senkrechte. Die Rippenpartie ist nicht ausreichend geschmeidig!
Foto: Anne Schmatelka


Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Die Acht ist eine sehr kostbare Übung
  2. So einfach und so schwer!
  3. Fehler, Hintergründe und ihre Korrektur
  4. Weitere Schwierigkeiten beim Reiten der Acht
 

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