Sie sind voller Leidenschaft für Pferde und möchten an diesem Portal unentgeltlich mitarbeiten? Bei Interesse HIER KLICKEN.
 Die Psyche des Pferdes verstehen...

...das ist der Weg zu Harmonie und Vertrauen


Bild: Innerlich und äußerlich entspannte Pferde auf dem Paddock. Wenn sich Pferde in Gruppen hinlegen, bedeutet das auch, dass sie sich in ihrer Umgebung sicher und wohl fühlen! / Foto: Anne Schmatelka

Die überlieferten Grundsätze der Ausbildung


Unsere überlieferten Grundsätze der Ausbildung - zusammengefasst in der H.D.v.12/1937 - wurden genau auf diesen Überlegungen aufgebaut. Reiten sollte ein gemeinsames Problemlösen sein, wobei Reiter und Pferd vor allem Bewegungsaufgaben im sozialen Kontext miteinander lösen. Das beginnt damit, dass die Remonte – das junge Pferd zwischen drei und fünf Jahren – lernt, sich unter dem Reiter im Gleichgewicht zu bewegen, sich ausbalanciert. Dazu braucht es einen Reiter, der mit einem von der Hand unabhängigen, korrekten Sitz und gefühlvoller Einwirkung die entsprechende Unterstützung leistet und das junge Pferd bei seinen ersten Versuchen unter dem Sattel möglichst wenig stört. Im weiteren Verlauf der Ausbildung lernt das Pferd dann durch einen systematisch aufgebauten Ausbildungsweg zusammen mit seinem Reiter seine Bewegung und Elastizität zu verbessern und seine Bewegungsmöglichkeiten mit Freude einzusetzen. Wenn man das in seiner Ausbildung erreichen kann, dann baut sich auch die Muskulatur in entsprechendem Maße auf.

Schon Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe wusste: „Hüten wir uns, dass wir das junge Pferd nicht verdrießen und ihm seine natürliche Anmut nicht nehmen. Denn diese gleicht dem Blütenduft im Frühling, der niemals wiederkehrt, wenn er einmal verflogen ist.“

„Die Ausbildung als Reitpferd sollte für das Pferd Sinn ergeben und motivierend sein, wobei auch mit Belohnung und Berücksichtigung der Instinkte und der Natur, aber vor allem auch der Beziehung und spezifischen Fähigkeiten des Pferdes gearbeitet wird. Ebenso darf der Gewöhnungsaspekt und der systematische Trainingsaufbau nicht vergessen werden sowie die genaue Kenntnis anatomischer, physiologischer Gegebenheiten, der Trainingslehre und der Biomechanik, also der Psychomotorik von Pferd und Mensch. Eine pferdegerechte Ausbildung erfordert einen ganzheitlichen Ansatz.“
Dr. Ulrike Thiel, „Die Psyche des Pferdes“

Pferde denken anders als wir Menschen.


Ihre Möglichkeiten zu denken, Zusammenhänge und Abhängigkeiten aufzubauen, sind auf die Lebensbedingungen eines Pferdes angepasst und haben sich über Jahrmillionen entwickelt. Von einem Pferd komplexe Gedankengänge zu erwarten, wie beispielsweise das Abwägen von Für und Wider und das Denken um Ecken, um sich selbst Vorteile zu verschaffen oder zu glauben, das Pferde Dinge tun, um uns Menschen zu schikanieren oder um uns „eins auszuwischen“, ist mehr als weit hergeholt. Das können Pferde nicht und sie können es auch nicht erlernen.

Pferde sind zu einer analogen Kommunikation und zu analogem Denken fähig und nicht mehr. Um ihr Leben zu meistern und um mit uns Menschen umzugehen, reichen diese Fähigkeiten allemal aus. Pferde sind in diesem Zusammenhang äußerst anpassungsfähig. Sie arrangieren sich mit dem Reiter auf ihrem Rücken. Sie stellen sich angsterregenden Umständen und furchterregenden und lauten Maschinen. Sie sind in der Lage und bei richtigem und liebevollem Umgang eine innige Beziehung aufzubauen und sich auf das komplett anders funktionierende und anders denkende Lebewesen Mensch einzulassen. Sie sind dann sogar bereit - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - mit dem Menschen an Problemlösungen zu arbeiten. Dazu gehört unter anderem, dass sie sich darauf einlassen, den Reiter auf ihrem Rücken zu akzeptieren und mit ihm gemeinsam Freude an der Bewegung entwickeln und das obwohl der Reiter auf dem Rücken im ureigentlichen Sinne erst einmal das Raubtier ist (überliefert aus der Zeit als Steppentier, als das Pferd noch als wirkliches Fluchttier lebte), dass sich festkrallt, um das Pferd durch einen gezielten Biss ins Genick zu töten.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Das Ziel: eine vetrauensvolle Beziehung
  2. Die überlieferten Grundsätze der Ausbildung
  3. Pferde lernen anders
  4. Ein Pferd zu konditionieren… Ist das ein sinnvoller Weg in der Ausbildung?
  5. Ist ein solches System im Sinne des Pferdes und seiner Psyche?
  6. Das Pferd unter dem Reiter
  7. Wie Pferde aus Angst reagieren
 

Pferde-News:
Jahre: 2003 | 2004
2005:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2006:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2007:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2008:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2009:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2010:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2011:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2012:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2013:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2014:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2015:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2016:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2017:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov
Lexikon
Von diesem Hintergrundwissen profitieren Sie und Ihr Pferd. In unserem kleinen Lexikon finden Sie wichtige Begriffe aus der Pferdewelt einfach erklärt. Hier lang! >>
Reiterhöfe:
Auswahl von Orten nach Anfangsbuchstaben
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J
K | L | M | N | O | P | Q | R | S
T | U | V | W | X | Y | Z
Adressen
Hier finden Sie einen passenden Verband für sich, einen Stall für Ihr Pferd oder auch einen Tierarzt in Ihrer Nähe! Einfach aussuchen! einfach aussuchen! >>
Newsletter
Das Neueste direkt ins Haus und damit immer auf dem Laufenden. Stay informed mit dem Hallo-Pferd.de-Newsletter! will ich haben >>


olado ...verbindet Menschen!




Hallo-Pferd.de ist ein Informationsdienst von: Deutschland Digital GmbH & Co. KG © 2000-2017, Alle Rechte vorbehalten!
Newsletter | Kontakt | Werbung | Datenschutz | Impressum