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 Die Psyche des Pferdes verstehen...

...das ist der Weg zu Harmonie und Vertrauen


Bild: Innerlich und äußerlich entspannte Pferde auf dem Paddock. Wenn sich Pferde in Gruppen hinlegen, bedeutet das auch, dass sie sich in ihrer Umgebung sicher und wohl fühlen! / Foto: Anne Schmatelka

Ist ein solches System im Sinne des Pferdes und seiner Psyche?


Diese Frage stellt man sich meist nicht.

Psychologen und Veterinärmediziner haben über Tests und Versuchsreihen festgestellt, dass alle Methoden, bei denen Pferden (auch Tiere allgemein) durch reine Geräusch-, Bewegungs-, Handhaltungs- etc. Systeme etwas beigebracht wird, ausschließlich ein „ Knopfdruckgehorsam“ etabliert wird. Dabei wird vernachlässigt, dass dem Pferd das Mitdenken unmöglich gemacht wird, denn es versteht den Sinn einer Handlung oder einer geforderten Verhaltensweise nicht. Es wird einfach nur konditioniert. Beispiel: „Wenn ich stehenbleibe, kriege ich ein Leckerli.“

Sein Verhalten wird also nur automatisiert und es kann sich in das System nicht einbringen. Die individuelle Pferdepersönlichkeit bleibt bei diesen Vorgehensweisen vollkommen unberücksichtigt. Man muss sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, wie stressfrei ist ein Ausbildungsweg, bei dem dem Tier das Denken abgewöhnt wird?

Auch sind solche Lernmethoden nicht geeignet, einem Tier unerwünschte Verhaltensweisen abzugewöhnen. Unerwünschtes Verhalten lässt sich nur durch „Löschung“ der Alten/fehlerhaften Verhaltensweise und dem Etablieren von Alternativen schaffen. Mit einem System aus Geräusch und Belohnung schafft man nur ein Reiz- und Reaktionssystem. Das Pferd lernt nicht zu unterscheiden, was richtig und was falsch ist. Es lernt nur: Ich mache das und dafür kriege was….

Für eine Ausbildung unter dem Reiter sind solche Methoden und Systeme sicherlich ebenso wenig sinnvoll. Denn das Pferd lernt darüber nicht, sich aktiv mit Hilfen und Einwirkung des Reiters auseinanderzusetzen.

Pferde lernen sehr schnell, eine korrekte Einwirkung und Hilfengebung entsprechend umzusetzen und den „Vorschlägen“ ihres Reiters Folge zu leisten. Man wird überrascht sein, wie schnell ein junges Pferd das Angaloppieren lernt und wie schnell es begreift, wie eine Kehrtwendung funktioniert. Dabei wird der natürliche Impuls eines Pferdes etwas zu tun (z.B. mehr Bewegung durch Galoppieren, aktiver zu werden), durch den Impuls des Reiters unterstützt. So wie andere auf der Weide galoppierende Pferde den Außenreiz liefern, selbst anzugaloppieren, so liefert beim Reiten der Reiter diesen Außenreiz. Das Pferd führt den Impuls nur fort.

Wenn beide auf einander eingespielt sind, erscheint es für Außenstehende oft so, als würde der Reiter keine Hilfen erteilen, das Pferd auf das reine Denken seines Reiters reagieren. Es ist jedoch so, dass Reiter und Pferd in einem permanenten Dialog stehen und beide auf den kleinste Veränderung der Muskelanspannung oder Gewichtsverlagerung, minimale Veränderung in der Lage der Schenkel, halbe Parade reagieren können. Beide verarbeiten das Reiten also auch geistig, denken quasi gemeinsam nach und verarbeiten das Getane und zu Tuende gemeinsam. Sie ergänzen sich und das Pferd greift den Vorschlag seines Reiters zum Angaloppieren auf und setzt ihn um, da das Galoppieren ja unter anderem der natürlichen Bewegungslust des Pferdes entspricht. Ein gefühlvoll einwirkender Reiter unterstützt somit die Bewegungsfreude seines Pferdes.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Das Ziel: eine vetrauensvolle Beziehung
  2. Die überlieferten Grundsätze der Ausbildung
  3. Pferde lernen anders
  4. Ein Pferd zu konditionieren… Ist das ein sinnvoller Weg in der Ausbildung?
  5. Ist ein solches System im Sinne des Pferdes und seiner Psyche?
  6. Das Pferd unter dem Reiter
  7. Wie Pferde aus Angst reagieren
 

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