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 Dual-Aktivierung und Equikinetic mit Kirsten Fleiser

Beweglich, konzentriert, flexibel – so ein Pferd möchte doch jeder

Was ist Equikinetic?


Die Equikinetic ist eine neue, weitere Trainingsform, ebenfalls entwickelt von Michael Geitner. Hier werden Bodenarbeits-Elemente der Dual-Aktivierung in einem Intervall-Training umgesetzt. Hierbei wird das Pferd im Schritt oder Trab durch die geraden Gassen in der Quadratvolte in Dauer-Innenstellung longiert. Kirsten Fleiser erklärt: „Die Equikinetic ist ein harter Trainingsanreiz, bei dem der Muskel ein kleines bißchen über seine normale Leistungsgrenze beansprucht wird. Ganz ganz wichtig bei der Equikinetic ist aber die verpflichtende PAUSE, sowohl zwischen den Arbeitsphasen als auch zwischen den Trainingstagen. Der Muskel wächst in den Pausentagen bis zur nächsten Einheit. Der Körper stellt dann ein höheres Energieniveau zur Verfügung, in welchem der Trainingsreiz gesetzt werden sollte; das nennt man Superkompensation. Wer die Pausen übergeht, wird die Muskeln des Pferdes übersäuern und keinen Trainingserfolg haben.“ Oberstes Gebot in der Dual-Aktivierung und der Equikinetic ist daher ein planvolles Vorgehen. Also nicht „schauen, wie es heute läuft“, sondern sich wirklich an den Plan halten.

Bei beiden Trainingsformen ist die Konzentration ein wichtiges Kriterium, ob das Training gelingt oder nicht. Es fällt vor allem vielen Menschen (!) schwer, sich 20-30 Minuten ausschließlich auf das Pferd zu konzentrieren. Eine Equikinetic-Trainingseinheit dauert maximal 30 Minuten (anfangs 15 Minuten bis hin zu 34 Minuten). Hier kann der Besitzer aber guten Gewissens auch Schluss machen, denn er hat sehr viel für den Muskelaufbau des Pferdes und auch die Pferd-Mensch-Beziehung getan.


Mensch und Pferd konzentrieren sich auf die Arbeit und sind im Kontakt. / Foto: Nicole Dax

Sowohl in der Dual-Aktivierung als auch der Equikinetic ist die Entspannung das größte Lob. Der Wechsel zwischen An- und Entspannung ist ein wesentlicher Faktor des Trainings. Nicht unterschätzen darf man dabei auch die Imitationsfähigkeit der Pferde. Sie schauen sich viel bei anderen Pferden, aber auch bei den Menschen ab. Ist der Mensch gestresst, wird das Pferd das spiegeln. Macht der Mensch große Schritte auf dem Reitplatz, wird das Pferd es bemerken und ebenfalls versuchen, große Schritte zu machen.

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Entspannt sich der Mensch, wird das Pferd ebenfalls loslassen, da keine Gefahr mehr droht. Gestresste und hektische Menschen haben einen hohen Adrenalin-Spiegel. Adrenalin wird vom Körper nur in neuen/aufregenden/gefährlichen Situationen ausgeschüttet – wie soll sich das Pferd als Fluchttier dabei loslassen? Und so dienen Dual-Aktivierung und Equikinetic nicht nur dem Muskelaufbau vom Pferd, sondern sie sind auch wunderbare Entstresser für deb Menschen, der sich 30 Minuten auf dem Reitplatz ganz dem Pferd hingibt und nachher gar nicht mehr weiß, was ihn eigentlich so gestresst hat…


Hier baut die Trainerin Kirsten noch selbst nach bewährtem Muster auf. / Foto: Nicole Dax

Dabei lernt man auch wunderbar, seine Position zum Pferd zu bestimmen. Dies ist übrigens nicht nur im Training wichtig. „Man hat IMMER eine Position zum Pferd“, das weiß Kirsten Fleiser aus Erfahrung. Es ist in jeder Situation wichtig, wer wen bewegt. Im Idealfall bewegt der Mensch das Pferd, als „Anführer mit kulanter Konsequenz“, was vielen Menschen schwer fällt, da sie zu sehr auf eine gleichartige Kumpelbeziehung mit dem Pferd hoffen oder sich nicht durchsetzen wollen (Buchtipp! Michael Geitner: Be strict - Denken wie ein Pferd).

Der Wechsel von Anspannung und Entspannung (oder Training und Pause) werden bei der Equikinetic markiert durch einen Piepton. Dafür kann man einstellbare Piepser/Timer benutzen oder auch eine Handy-App. Die Zeit-Intervalle werden strikt eingehalten, egal, wie das Training bis dahin lief. Piepsen bedeutet immer den Wechsel in die andere Phase. So lernt das Pferd, dass der Mensch verlässlich ist. Der Timer übernimmt die Funktion eines Clickers zur Motivation und Belohnung.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Was ist Dual-Aktivierung und wie sieht ein Pferd?
  2. Die beiden größten Ängste eines Pferdes
  3. Was ist Equikinetic?
  4. Besuch bei einem Kurs von Kirsten Fleiser
  5. Equikinetic-Demonstration am Pferd
  6. Die gerittene Dual-Aktivierung
  7. Fazit
 

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