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 Dual-Aktivierung und Equikinetic mit Kirsten Fleiser

Beweglich, konzentriert, flexibel – so ein Pferd möchte doch jeder

Equikinetic-Demonstration am Pferd


Onyx
Das erste Vorführpferd war Onyx, ein 5-jähriger Curly-Rapphengst, der verletzungsbedingt im letzten Jahr fast nicht gearbeitet wurde. Für ihn war alles neu. Das fing beim neuen Bodenbelag an und auch die Dualgassen fand er befremdlich. Mit seiner ebenfalls in der Dual-Aktivierung und Equikinetic unerfahrenen Züchterin und Besitzerin Daniela Söhnchen begab er sich in die Quadrat-Volte. Onyx bekam Gelegenheit, sich alles anzuschauen, er schnupperte und war sehr aufmerksam. Sein Halfter tauschte Daniela gegen den blau-gelben Geitner-Kappzaum aus Biothane aus. Das Material Biothane bietet viele Vorteile: es ist sehr pflegeleicht (lässt sich sehr leicht reinigen, auch im Geschirrspüler), es ist formbeständig, dehnt sich aber unter Wärmeeinwirkung (Körpertemperatur) ein wenig aus und passt sich dem Träger damit an, Biothane ist sehr langlebig, es schimmelt nicht, es saugt sich nicht mit Schweiß voll und es ist außerdem noch sehr leicht. Die von Daniela und Kirsten verwendete Biothane-Longe war ungewohnt, aber gut, denn sie rutschte nicht durch die Hand und bot gute Kontroll-Möglichkeiten. Die Longe muss übrigens nicht lang sein, fünf Meter reichen schon aus.


Der Geitner-Kappzaum aus Biothane. / Foto: Nicole Dax

Normalerweise läuft Onyx hinter Daniela her. Nun war die Aufgabe, longiert zu werden und das noch in den Dual-Gassen. Es lief ein wenig chaotisch, nach ungefähr sechs Runden hatte er den Dreh aber raus. Onyx und Daniela hatten 4 Arbeitsphasen á 1 Minute mit folgenden 45 Sekunden Pause. In der 2. Pause sollte Daniela einen Handwechsel machen, danach war die Pause schon um. Pause bedeutet in dem Zusammenhang: Longe locker, Schritt gehen (nicht stehenbleiben), ruhige Stimme, entspannte Körperhaltung. In der 3. Arbeitsphase sucht Onyx bereits die Gasse. Er streckte sich lang, man merkte, dass er Spannung abbauen möchte.


Der 5-jährige Rappe Onyx ist ein Curly-Hengst. Für ihn ist gerade alles neu, der Boden, die Gassen und auch der Kappzaum. Daniela Söhnchen gewöhnt ihn erst einmal an die Situation.
Foto: Nicole Dax


In der folgenden Pause schnaubte er ab. In der 4. Arbeitsphase merkten wir deutlich, dass die Konzentration stark nachließ. Daniela sprach es aus: „Er wird müde, er braucht Pause!“ Nach der 4. Pause wurde Onyx entlassen. Obwohl er nur ca. 10 Minuten gearbeitet hatte, war er leicht überfordert. Wie schnell geht es im Alltagstraining, dass man weitermacht und diese Anzeichen als Unwilligkeit übergeht…. Daniela gefiel das Training jedenfalls. Sie hatte zwar auch vorher schon viel mit Wendungen und Biegung gearbeitet, aber die Equikinetic hat sie überzeugt.

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Sandor
Das zweite Vorführpferd ist der 7-jährige Halb-Curly-Wallach Sandor. Er ist bis Dressur Klasse L ausgebildet und ist ebenfalls ein Neuling in der Dual-Aktivierung/Equikinetic. Sandor ist ein ruhiger Vertreter seiner Zunft, er möchte stets gefallen und alles richtig machen. Auch in der Herde ist er rangniedrig. Sandor hat gelernt, auf Schulterhöhe neben dem Menschen zu gehen (nicht hinterher, wie Onyx). Diesmal führte Kirsten Fleiser das Training durch. Sie trug, wie immer beim Training, Handschuhe. Kirsten zeigte Sandor den Parcours. Er schnaubt und kaut, die ersten Pylonen rennt er um. Sandor war nervös und schaute immer wieder zu seinem Kumpan und Vater Golden Nugget, der nebenan auf einer kleinen Wiese stand. Nugget wurde auf den Platz geholt und sofort beruhigte sich Sandor. Er sollte jeweils 8 x 60 Sekunden arbeiten und 8 x 45 Sekunden pausieren.


Kirsten lässt Sandor erstmal die neue Umgebung erkunden. Sandor trägt ebenfalls den Geitner-Kappzaum. / Foto: Nicole Dax

Man merkte sofort, dass es Sandor gewöhnt ist, longiert und geritten zu werden. Er fand den Weg in die Dual-Gassen schnell. In der 1. Pause reagierte er ruhig und zufrieden. Kirsten machte in der 2. Pause einen Handwechsel mit Sandor. In der 3. Arbeitsphase war Sandors inneres Ohr die ganze Zeit bei Kirsten. Er war aufmerksam und gespannt, atmete aber schon hörbar deutlicher. Kirsten erklärte in der 3. Pause, dass diese ganz bewusst eingesetzt werden. „Er soll Schritt gehen, denn es handelt sich um eine aktive oder auch lohnende Pause, d.h. es ist eine ausreichende, aber nicht vollständige Erholung. So bleibt er in Bewegung, kühlt nicht ab, kann Sauerstoff tanken, sich abstrecken und die ATP-Speicher füllen.“ In der 4. Arbeitsphase (also nach ca. 5 Minuten in der für ihn neuen Quadrat-Volte) sah man Sandor die Anstrengung auch an. Seine Nüstern waren geweitet, er begann zu schwitzen. Der neue Bodenbelag und die ungewohnte Belastung durch die aktiv untertretende Hinterhand waren kraftintensiv für Sandor.


Sandor trabt in Stellung über die Quergasse. Das ist ein gutes Training für die Bauchmuskualtur, weil er seine Beine ganz aktiv anheben muss. / Foto: Nicole Dax

Jede neue Phase wurde mit einem Piepsen eingeläutet. In der 5. Arbeitsphase trabte Kirsten Sandor an. Er trat mit dem inneren Hinterbein zuerst über die Gassen, was Kirsten freute. „Nur durch Erfahrung kann das Pferd lernen, besser durch die Kurve zu kommen und später auch auf der Geraden unter den Schwerpunkt treten." führt die erfahree Dual-Aktivistin aus. Seine Hankenbeugung war gut. Nun piepste es wieder zur Pause – und Sandor wechselte sofort in den Schritt. Er schien das System bereits verstanden zu haben! In der 6. und 7. Arbeitsphase war er sehr willig, es machte ihm Spaß und forderte ihn körperlich und geistig. Er schnaubte immer wieder ab und streckte sich. Piepste es zur Pause, parierte er zuverlässig durch.


Stellung ohne große Zugeinwirkung durch Stabilisierung der inneren Schulter. / Foto: Nicole Dax

In der 8. Arbeitsphase war aber auch Sandors Konzentrationsfähigkeit verbraucht. Die 8. und letzte Pause wird wie die vorherigen durchgeführt, lange Longe, Schritt gehen. Erst danach wurde er aus dem Training entlassen. Sein Körper dampfte, sein Blick war wach. Das war kein Stress-Schwitzen (dann würde er vorwiegend am Hals, auf der Brust und an den Flanken schwitzen). Alle Muskeln seines Körpers waren aktiv und sonderten Wärme ab. Das Training war tiefenwirksam effektiv!


Sandor ist aufmerksam und richtet sein inneres Ohr Richtung Kirsten. Hier fehlt bei Sandor allerdings die Stellung. / Foto: Nicole Dax

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Was ist Dual-Aktivierung und wie sieht ein Pferd?
  2. Die beiden größten Ängste eines Pferdes
  3. Was ist Equikinetic?
  4. Besuch bei einem Kurs von Kirsten Fleiser
  5. Equikinetic-Demonstration am Pferd
  6. Die gerittene Dual-Aktivierung
  7. Fazit
 

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