Sie sind voller Leidenschaft für Pferde und möchten an diesem Portal unentgeltlich mitarbeiten? Bei Interesse HIER KLICKEN.
 Extrem viele Ursachen sind möglich

Muskelschwund beim Pferd: früh erkennen und sofort handeln


Bild: Muskelschwund bei ehemaligem Springpferd durch unpassenden Sattel / Foto: Britta Vock

Körperliche Ursachen und Krankheiten


Vergiftungen können ebenfalls Muskelschwund verursachen. Zu hohe Gaben an Selen führen ebenso zu Vergiftungen wie verunreinigtes Futter, schimmeliges Futter und natürlich Giftpflanzen wie Jakobskreuzkraut, Hahnenfussgewächse, Eiben, Lebensbaum und viele Giftpflanzen mehr. Auch hier ist in erster Linie die Leber betroffen und kann den Muskelstoffwechsel nicht mehr aufrecht erhalten.

Nervenquetschungen: Nerven sind für die Versorgung des Muskels zuständig. Ist ein Nerv gequetscht (durch Trauma, unpassendem Sattel etc.) verliert der Nerv seine Funktionalität und die von ihm versorgte Muskulatur nimmt ab. Sie wird dann nicht mehr „innerviert“ und so kann es zusätzlich zu leichten bis schweren Lahmheiten und/oder Lähmungserscheinungen kommen. Wirbelblockaden sind auch oft zuständig für Nervenquetschungen.

Aber auch Erbkrankheiten, Infektionskrankheiten uvm. können sich hinter anfänglichem Muskelschwund verbergen.


Muskelschwund beim alten Pferd ohne Zähne. / Foto: Britta Vock

Systemische Erkrankungen


Morbus Cushing ( ECS)
Erkrankung der Hirnanhangdrüse, die mit Hormonstörungen einhergeht. Es wird übermäßig viel Cortisol in der Nebennierenrinde gebildet , Hierbei werden Energiereserven aus der Niere und dem Fettgewebe gezogen, es kommt zu Fettdepots und -da dem Muskel die Energie entzogen wird- auch zu Muskelabbau.

Equines metabolisches Syndrom (EMS)
Erkrankung des endokrinen Drüsensystems, metabolische Stoffwechselstörung. Meist durch Überfütterung und mangelnder Bewegung kommt es zu dieser Erkrankung im Energie- und Zuckerstoffwechsel und zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Hierfür ist unter anderen ein Zuviel an Insulin verantwortlich. In den Fettdepots des Körpers gibt es Hormone, die bewirken, dass Zellen der Organe, die Zucker verbrauchen, auf Insulin nicht mehr so gut ansprechen. Auf der einen Seite führt es dazu, dass Gewebe, wie Muskulatur und Leber, die sonst Zucker verbrennen, weniger Energie bekommen. Auf der anderen Seite bekommt das Fettgewebe jede Menge Zucker nach Umwandlung zu Fett zum Abspeichern. Der Blutzuckerspiegel sinkt allerdings nicht wie im Normalfall wieder ab, sondern bleibt dauerhaft erhöht, da wegen der mangelnden Wirkung des Insulins auf die Verbraucherorgane nicht genug Zucker aus dem Blut genommen werden kann. Aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels bleibt nun auch das Insulin erhöht, was im Körper eigentlich bewirkt, dass der Blutzuckerspiegel sinkt.
Diesen Zustand nennt man dann Insulinresistenz und es beginnt ein Teufelskreis, denn durch die Insulinresistenz wird die Verfettung (die Ursache der Insulinresistenz) weiter gefördert, Fettdepots bilden sich aus und die Muskulatur nimmt ab.

Stoffwechselerkrankungen (Leber, Nierenerkrankungen)
Vereinfacht gesagt ist die Leber dafür zuständig, die Muskulatur mit Energie zu versorgen. Bei Störungen der Leber ist dies nicht mehr gewährleistet und die Muskulaur nimmt ab. Die Niere ist dafür zuständig, dass das Stoffwechselprodukt Kreatinin in den Muskeln entsteht. Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatin aus den Muskeln. Kreatin ist eine Substanz, die für die Muskelkontraktion benötigt wird.

Ist die Nierenfunktion gestört, so kann sie das Kreatinin nicht genügend über den Urin ausscheiden, was zu einer Schädigung des Muskels führt. Funktionieren die Nieren normal, wird das Kreatinin fast vollständig über die Nierenkörperchen (Glomeruli) filtriert.


Anämien (Blutarmut)
Anämien können durch Einschränkung der Nierenfunktion entstehen, aber auch durch Eisenmangel, Vitamin B12-Mangel uvm. Blutarmut bezeichnet eine Erkrankung, bei der sich zu wenig Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Blut befindet. Hämoglobin ist ein eisenhaltiger Eiweißstoff in den roten Blutkörperchen. Der Körper benötigt Hämoglobin, um Sauerstoff zu transportieren. Der Sauerstoff wird dann von den Zellen aufgenommen. Auf diese Weise führt eine Verminde¬rung des Hämoglobins zum Sauerstoff¬mangel im Gewebe. Schädigungen treten zuerst dort ein, wo am meisten Sauerstoff im Körper benötigt wird, zum Beispiel das Gehirn und die Musku¬latur und insbesondere auch die Herzmuskulatur.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Mein Pferd sieht anders aus als früher
  2. Fehlerhafte Ernährung ist ein Schlüssel
  3. Körperliche Ursachen und Krankheiten
  4. Ataxien
  5. Nicht infektiöse Erkrankungen
  6. Die Therapie von Muskelschwund
 

Pferde-News:
Jahre: 2003 | 2004
2005:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2006:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2007:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2008:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2009:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2010:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2011:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2012:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2013:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2014:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2015:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2016:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2017:
Jan Feb Mrz
Apr Mai Jun
Jul Aug Sep
Okt Nov Dez
2018:
Jan
Lexikon
Von diesem Hintergrundwissen profitieren Sie und Ihr Pferd. In unserem kleinen Lexikon finden Sie wichtige Begriffe aus der Pferdewelt einfach erklärt. Hier lang! >>
Reiterhöfe:
Auswahl von Orten nach Anfangsbuchstaben
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J
K | L | M | N | O | P | Q | R | S
T | U | V | W | X | Y | Z
Adressen
Hier finden Sie einen passenden Verband für sich, einen Stall für Ihr Pferd oder auch einen Tierarzt in Ihrer Nähe! Einfach aussuchen! einfach aussuchen! >>
Newsletter
Das Neueste direkt ins Haus und damit immer auf dem Laufenden. Stay informed mit dem Hallo-Pferd.de-Newsletter! will ich haben >>


olado ...verbindet Menschen!




Hallo-Pferd.de ist ein Informationsdienst von: Deutschland Digital GmbH & Co. KG © 2000-2018, Alle Rechte vorbehalten!
Newsletter | Kontakt | Werbung | Datenschutz | Impressum