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 Tipps und Tricks

Der Fellwechsel beim Pferd

Im Frühjahr und im Herbst steht bei Pferden der Fellwechsel an. In dieser Zeit wird der Pferdekörper besonderen Belastungen ausgesetzt. Dies ist nicht unbedingt von der Außentemperatur abhängig, sondern hängt viel mehr von der Tageslänge ab. Wenn ab September die Tage kürzer werden, müssen die Sommerhaare dem Winterpelz weichen. Dieser verabschiedet sich dann erst wieder, wenn die Tage wieder länger werden.

Beim Fellwechsel kommt es auch auf die jeweilige Haltungsform an. Pferde, die sich im Herbst und Winter fast nur im warmen Stall aufhalten, bekommen nicht so dichtes Winterfell wie beispielsweise Pferde, die im Offenstall stehen. Diese Pferde sind ständig der Witterung ausgesetzt und bilden deshalb auch ein dickeres Fell aus. Auch die Rasse spielt hier eine Rolle. Das Warmblutpferd entwickelt im Vergleich zu manchen Ponyrassen meist nicht so einen dicken Pelz.

Beschaffenheit des Pferdehaars


Haare bestehen aus der Hornsubstanz Keratin. Jedes Haar setzt sich aus Haarwurzel, Follikel sowie Haarschaft zusammen, besitzt eine Schweißdrüse und ist mit einem Muskel verknüpft. Dadurch wird ermöglicht, dass das Haar sich bei Kälte aufstellen kann. Die in den Haarfollikeln befindlichen Drüsen sondern Talg ab, der das Fell mit einem leichten Fettfilm überzieht und es glänzen lässt. Sogar das Regenwasser perlt davon ab.

Wie empfindet das Pferd Kälte?


Pferde verkraften Kälte besser als wir denken. Sie verfügen über eine Thermoregulation, die ähnlich wie ein Thermostat funktioniert. Feine Sensoren melden über die Haut Kälte und sofort springt die Heizung an. Die Muskulatur wird bei starkem Kältereiz auch besonders stark durchblutet. Das Körperinnere wird über die Haut vor Kälte isoliert. Bei sehr frostigen Temperaturen stehen Pferden sprichwörtlich die Haare zu Berge. Durch die dabei entstehende Luftschicht ist der Körper perfekt isoliert.


Wie können Pferde beim Fellwechsel unterstützt werden?


Der Fellwechsel kostet den Pferdekörper viel Kraft und das Pferd sollte in dieser Zeit, egal ob im Frühjahr oder im Herbst, optimal versorgt sein. Um ein neues Haarkleid auszubilden benötigt ein Pferd viel Energie und Eiweiß, damit sich das nachwachsende Haar behutsam aus der Haut schieben kann. In dieser Zeit steigt bei Pferden auch der Bedarf an Spurenelementen. Dazu zählen Kupfer, Zink und Selen. Fehlen dem Pferd diese Substanzen, ist ein geschwächtes Immunsystem die Folge. Wenn das Pferd aber seine ausreichende Portion Heu und Kraftfutter bekommt, übersteht es den Fellwechsel in der Regel ohne Probleme. Spezialfutter für Pferde im Fellwechsel finden Sie hier auf www.kristallkraft-pferdefutter.de/fellwechsel.

Um dem Pferd die perfekte Unterstützung beim Fellwechsel zu geben, ist eine Versorgung mit essentiellen Fett- und Aminosäuren wichtig. Dies kann mit der Fütterung von Leinsamen erreicht werden. Der Fellwechsel wird dadurch zwar nicht verkürzt, aber Verdauung und Stoffwechsel kommen in Schwung (Quelle http://www.kristallkraft-pferdefutter.de).

Hinweis für Fütterung von Leinsamen:


Da Leinsamen Blausäure enthalten, sollten diese vor der Fütterung abgekocht bzw. geschrotet werden. Viele Pferde mögen den Futterbrei, besonders wenn er noch etwas warm ist. Es gibt mittlerweile auch fütterungsfertigen Leinsamen im Handel zu kaufen, bei dem auch direkt eine Mengenempfehlung beigefügt ist.

Reduziertes Training während dem Fellwechsel


Da der Organismus der Pferde beim Fellwechsel auf Hochtouren arbeitet, sollte das Trainingspensum in dieser Zeit etwas eingeschränkt werden. Bei Sport- und Freizeitpferden, die regelmäßig arbeiten müssen, sollte man gleichzeitig auch die Futterration erhöhen. Für die Extra-Portion Energie sorgt die Gabe von Leinöl. Wenn energiereicheres Futter während dem Fellwechsel gegeben wird, muss das Verhältnis zur Trainingsleistung im Blick behalten werden. Der Körper leistet zwar in der Fellwechselzeit Schwerstarbeit, es macht aber nicht immer Sinn, direkt die Futterration zu erhöhen. Die Gesamtbilanz muss immer stimmen. Wenn das Training im normalen Bereich abläuft, muss auch die Rationsgröße nicht angepasst werden. Die Pferde werden sonst zu dick, obwohl eigentlich nur mehr Power und Kraft erwünscht waren.

Ausgedehnte Fellpflege


In der Zeit des Fellwechsels sollten Pferdebesitzer gesteigerten Wert auf die Fellpflege ihres Pferdes legen. Durch häufiges und ausgiebiges Putzen werden jedes Mal lose Haare entfernt. Dem Pferd wird damit Erleichterung verschafft und die Durchblutung positiv angeregt. Energie wird so zwar nicht unbedingt freigesetzt, aber auf jeden Fall reduziert sich der Juckreiz, der durch die losen Haare entstehen kann. Die Pferde genießen diese Pflegeeinheiten.

Alte Pferde und Fellwechsel


Wenn Pferde älter werden wird auch der Stoffwechsel langsamer und der Fellwechsel kann zu Problemen führen. Das überflüssige Fell wird schlechter abgestoßen und der Fellwechsel zieht sich in die Länge. Das kostet alte Pferde sehr viel Energie. Hier bietet sich eine erhöhte Futterration an, damit Energie und Kraft nicht verloren gehen. Ältere Pferde können auch ab September mit einer leichten Übergangsdecke eingedeckt werden, die dann in den kalten Monaten durch eine warme Thermodecke ausgetauscht wird. So bauen die alten Pferde erst gar keinen dicken Pelz auf und auch der Fellwechsel im Frühjahr fällt ihnen dadurch viel leichter.

Pferde, die an der Stoffwechselkrankheit Cushing-Syndrom leiden, haben häufig das Problem eines verzögerten Fellwechsels. Die Haare fallen im Frühjahr nur sehr langsam aus und die Pferde leiden dann sogar im Sommer noch unter einem viel zu dicken Pelz. Hier empfiehlt es sich, diese Pferde zu scheren um unnötige Schwitzattacken zu vermeiden.

 

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