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 Ein Tag im Leben eines Therapiepferdes

Was Therapiepferde so besonders wertvoll macht


Bild: Rosie ist die Ruhe selbst. / Foto: Claudia Altmann

Ein Therapiepferd bleibt ein Pferd



von Silke Schön

Therapiepferde haben es nicht immer leicht. Es sind zuverlässige, ruhige und mitfühlende Pferde, die diesen „Job“ antreten dürfen. Sie sehen und erleben viel – und brauchen entsprechenden Ausgleich. Claudia Altmann ist psychotherapeutische Heilpraktikerin, Dozentin für Erwachsenenbildung, NLP-Practitioner und wendet aktiv die tiergestützte Therapie an. Sie ist eine von mehreren Therapeuten, die in HBP ausgebildet sind. Sie erzählt uns, wie sie ihre Therapiepferde ausgleicht.

Ein ganz normaler Tag


“Der Tag beginnt mit einer ordentlichen Portion Heu. Meine vier Pferde stehen im Offenstall zusammen mit zwei Einstellpferden. Die Herde besteht aus Trigger (15), Indian Rose (18), Sabrina (25) und Felicitas (13) als meine eigenen Pferde sowie Lou und Trixi als Einsteller.

Der Tagesablauf ist wie folgt: Wenn das Wetter einigermaßen passt, bekommen die Lieben am Morgen eine kleinere Ration Heu und gehen dann auf die Graskoppel. Bei schlechtem Wetter oder nassem Boden bleiben sie im Offenstall. Dann fällt die Portion Morgenheu auch ein wenig größer aus.

Ab ungefähr 14:00 Uhr kommt die Herde wieder zurück zum Stall. Ich miste aus, die Pferde mampfen ihre nächste Portion Heu.

Ab 15:00 Uhr kommen die ersten Klienten. Gearbeitet wird nun von 15:00 bis 18:00 Uhr. An den Samstagen wird von 9:00 bis 12:00 Uhr gearbeitet, manchmal dann auch noch von 13:00 bis 15:00 Uhr. Samstags nachmittags habe ich meistens Gruppen (Erwachsene) für Seminare, z.B. nonverbale Kommunikation, Meditationen bei den Pferden und ähnliches.


Sieht einfach aus, doch es war für beide ein Weg bis hier her… / Foto: Claudia Altmann

Das Klientel ist sehr verschieden. Von geistiger Behinderung (Down Syndrom, Autismus usw.) bis zu seelischer Behinderung (Missbrauch, Aggressionen, ADHS, ADS, Selbstverletzung...) ist alles dabei. Außerdem arbeiten meine Pferde auch mit Erwachsenen zur Beratung (Eheprobleme, Karriere, Jobwechsel...) und zur Psychotherapie (vorwiegend Depressionen).

Dabei erledigen sie alle möglichen Jobs. Von Sorgen tragen, Sorgen aufnehmen, Sorgen runter „wutzeln“ bis zur systemischen Aufstellungsarbeit machen die alles mit. Sie spiegeln den Klienten und sorgen so für etliche Aha-Erlebnisse. Es ist beachtlich, wie sehr die Pferde mitarbeiten. Unglaublich. Und es funktioniert wirklich immer.

Ab 18:00 Uhr wird dann nochmal ordentlich gefüttert, dass sie noch länger für die Nacht zu knappern haben. Ich bedanke mich gedanklich bei meinen therapeutischen Helfern und dann ist Zapfenstreich.

Die Pferde sind dann wieder einfach nur Pferde.



In der Gruppe fühlen sich alle wohler. / Foto: Claudia Altmann

Was die Therapiepferde noch brauchen


Therapiepferde sind natürlich ganz normale Pferde – die sich ebenso über Zuwendung, Ausritte, pferdegerechtes Training und Abwechslung freuen . Darauf achtet Claudia Altmann.

„Dazu habe ich auch noch Reitbeteiligungen. Mit dem Shetty wird Kutsche gefahren und die großen drei dürfen westernreiten. Sie legen sich mit ihren (sicheren) Reitern auch manchmal an... im Gelände, wenn da plötzlich dieses Monster-Gänseblümchen angreift. Das würden sie während der Arbeit mit den Kindern nie machen. Sie machen da absolut den Unterschied und wissen genau, mit wem sie wie weit gehen können.

Die Reitbeteiligungen kommen ein bis drei Mal die Woche. Da meine Pferde fast jeden Tag arbeiten, versuche ich montags meinen Bürotag zu machen. Da hat der Großteil der Herde dann einen freien Tag. Allerdings kommen die Besitzer der Einsteller natürlich trotzdem und manchmal muss ich zwei Termine auch mal montags arbeiten. Dann muss einer aus der Herde eben ran.

Außerdem versuche ich mindestens zwei Mal im Jahr den Pferden eine Woche Urlaub zu gönnen. Auch dann sollten sie völlig frei haben und nur sehr wenig geritten werden, wenn überhaupt.“



Claudia Altmann bedankt sich immer bei ihren Pferden.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel:
  1. Ein Therapiepferd bleibt ein Pferd
  2. Wie wird aus einem Pferd ein Therapiepferd?
 

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