Hallo
Das mit der Meisterschaft war so: in den Trainingstagen vor dem Turnier hat unser Trainer wirklich versucht, noch einmal alles aus uns raus zu holen, was aber nicht ganz hingehauen hat. Das Tier war müde, ich war müde und er wollte aber immer noch weiterüben. Als ich dann das Training abgebrochen habe, kam nur der Kommentar: Also das, was ich heute gesehen habe, reicht noch nicht einmal, um einen Blumentopf zu gewinnen. Du kannst am Wochenende allein dorthin fahren, ich blamiere mich nicht.
So, da stand ich nun, hab meinem Tier einen Tag vorher die Zöpfe gemacht und bin dann am nächsten Tag allein dorthin gefahren. Auf dem Abreiteplatz tummelten sich schon allerlei Pferde und ich guckte mir die Konurrenz etwas näher an. Unter den Teilnehmern waren auch 2 S-Pferde

Ich hab mich dann erst mal mit meinem Pferd unter einen Baum gestellt und gewartet, bis der Trubel nachließ. Zu spät bemerkte ich, dass nur noch 2 Paare vor mir waren - also wenig Zeit, um das Pferd ausreichend warmzureiten. Also drehte ich noch ein paar Runden und ging dann Richtung Dressurviereck. Auf einmal merkte ich, wie meine Stute begann, den Hals und Kopf aufzurichten und sie ging ganz erhaben ins Viereck rein. Sie ist trotz dem ganzen Trubel um das Viereck ruhig geblieben und hat alle Lektionen mit kleinster Hilfengebung gemacht. So kannte ich mein Tier überhaupt nicht.

Ich hatte das Gefühl, dass das Pferd gemerkt hat, um was es hier geht. Und am Ende hatten wir gewonnen, was ich abends am Telefon meinem Trainer erzählte und auch gleich sagte, dass ich ja jetzt ohne ihn auskommen kann
Das war für mich die größte Leistung, die das Tier für mich erbracht hat. Natürlich könnte ich noch von anderen Dingen erzählen, aber ich glaube, ihr schlaft mir dann darüber ein
Gruß
Cowgirl