Longieren - wie oft und wie lange?

Wanderreiten, Distanzreiten, Freizeitreiten, Vielseitigkeit, Voltigieren, spanisch, Therapeutisches Reiten...

Beitragvon Silke » 09.10.2007 13:31

Also, mich interessiert es sehr!
Foren sind ja zum diskutieren da, da muss es auch unterschiedliche Meinungen geben.
Loggt Euch in unsere Community ein! :-)
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Beitragvon Mini-Mary » 09.10.2007 19:57

Hallo Hannah,

grundsätlich finde ich sollte jeder seine Meinung sagen oder sein Wissen weitergeben. :wink:
Nur weil man es anders macht oder auch gelernt hat, heißt es ja nicht, dass es auch so richtig oder gut sein muss. Außerdem ist ja auch keiner verpflichtet, sich den Meinungen, Erfahrungen oder Kenntnissen anzuschließen, oder?
Also, erzähl..! :P
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Beitragvon Cowgirl1975 » 09.10.2007 22:08

Huhu :P
Ich bin auch daran interssiert.
Besonders was die Doppellonge angeht.
Hab mal gehört, dass die besser sein soll fürs Pferd als die "normale"
Longe.
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Beitragvon Volti-Hannah » 29.10.2007 17:59

Also....
Endlich schaff ich es mal zu antworten :) Hab mich total gefreut, dass ihr so aufgeschlossen seid, ich habe schon andere Sichtweisen kennengelernt!

Grundsätzlich kann man Longieren als Bewegen, Schulen und Gymnastizieren von Pferden aus verschiedenen Gründen:
- Angewöhnen von Jungpferden an Sattel/Geschirr
- Unterstützung bei der Ausbildung des Reit-/Fahrpferdes
- Ausbildung ohne das Gewicht der Reiters
- Ausbilungserleichterung bei Exterieurmängeln des Pferdes
- weiterführende Ausbildung des Pferdes(insbesondere im Hinblick auf die vorbereitende Arbeit in der Versammlung)
- Problempferdekorrektur
- Ausführen des Voltigiersports
- ...
(angelehnt an "Richtlinien für Reiten und Fahern - Band 6 - Longieren")

Allgemein würde ich immer nach der Skala der Ausbildung longieren! Und das ist meist nur mit Hilfszügeln und dann auch mit Ausbindezügeln möglich, denn ohne tritt das Pferd meist nicht unter seinen Schwerpunkt und ohne das läuft es nicht auf der Zirkellinie(bricht mit der Hinterhand aus).
Allerdings nehme ich Abstand vom "kopf vor die Brust schnallen". Das Ausbinden sollte immer der Phase der Longenarbeit, dem Ziel der Longenarbeit und dem Ausbildungsstand des Pferdes angepasst sein. Wenn ich ein Pferd vor dem Reiten longiere um es zu lösen, hat es wenig Sinn kurze und viel zu hoch eingeschnallte Ausbinder zu verwenden. Wenn ich das Pferd in der vorwärts-abwärts Bewegung unterstützen möchte, binde ich es gleich lang, mit Dreiecks-oder Laufferzügeln, relativ lang aus, damit es überhaupt die Möglichkeit hat, sich vorwärts abwärts zu dehnen!
Wenn das Pferd gelöst ist, und man in die Arbeitsphase übergeht, dann kann man das Pferd durchaus mit korrekt eingestellten Ausbindezügeln longieren. Man sollte dann versuchen, dass das Pferd auch wirklich an den Ausbinder herantritt, sonstist das ganze ja wieder sinnlos ;) Dies lässt sich mit vielerlei Lektionen erreichen, genau wie beim Reiten.

Zu den Voraussetzungen der Longierarbeit:
Der Untergrund sollte ähnlich wie beim Reiten beschaffen sein, also nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu nass und nicht zu trocken und eben. Wenn du auf der Weide auch "ordentlich" reiten kannst, dann kann man da bestimmt auch gut longieren. Allerdings haben viele Pferde Probleme, wenn die äußerde Begrenzung(Bande) fehlt.


Bitte antwortet und kommentiert...und fragt nach, kann sein,dass ich mich auch viel zu umständlich äußere :-D
Liebe Grüße, Hannah

PS: Was wolltet ihr denn zur Doppellonge wissen?
Volti-Hannah
 

Beitragvon Mini-Mary » 29.10.2007 20:49

Hallo Hannah!

Das muss wohl Gedankenübertragung gewesen sein, denn ich wollte heute nachfragen, wann denn dein Beitrag endlich kommt *grins*.

Grundsätzlich habe ich das Longieren genau so gelernt und mit den Warmblütern bei uns früher auch so gearbeitet, ausgebunden meistens mit Dreieckern.
Bei den Shiren allerdings binde ich gar nicht aus, denn die longiere ich auch so gut wie gar nicht und wenn, dann mit der Doppellonge, wobei ich die Pferde dann nicht im Kreis laufen lasse sondern den ganzen Reitplatz nutze!
Longieren im "klassischen Sinne" wäre für die Shire Gift :!:

Was die Skala oder die Richtlinien der Longenausbildung betrifft, da scheiden sich inzwischen die Geister; die Einen sagen: Ohne Ausbinder keine Gymnastizierung! Die Anderen: Ausbinder zwingen die Pferde in eine Haltung, die sie von sich aus einnehmen sollen!

Recht haben, meiner Meinung nach, beide Seiten!
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Beitragvon Volti-Hannah » 29.10.2007 21:04

Kommt immer aufs Pferd an ne ;)

Bei einem meiner allerersten Lehrgänge war eine auch so cool und hat in jeder Theoriefrage geantwortet: Kommt aufs Pferd an :)

Ist ja auch wirklich so im Endeffekt...
Man kann ja auch mit ner normal Longe an der langen Seite arbeiten und Zirkel verlagern und so....Sehr gut für die Anlehnung, so lange der Rest der Hilfengebung stimmt :)

Naja aber wenn ich einen gewissen Ausbildungsstand erreicht habe, dann zwingen die Ausbinder die Pferde nicht in die Aufrichtung, und eher nutzt man sie ja nicht in solch einer Verschnallung....Das Pferd soll sich ja dann auch vom Gebiss abstoßen und nicht drauflegen, was leider viel zu oft so ist bei falscher Longenarbeit.
Ich würde aber immer Schlaufferzügel benutzen, weil ich kein Pferd kenne, was sich sonst von alleine in eine vorwärts abwärts Haltung begibt....Und ohne vorwärts abwärts brauch man ja schonmal gar nicht irgendwas anderes anfangen..
Achso, bin mir nicth sicher ob ihr wisst was Schlauffer sind, wie Dreieckszügel nur unten nicht zusammen, so dass man sie auch noch an der Seite verschnallen kann....Und ausbinden mit Aubindezügeln und ausbinden mit Schlauffern ist doch ein Unterschied, Schlauffer sollen ja nicht anstehen.

LG, Hannahlein
Volti-Hannah
 

Beitragvon Santo94 » 11.02.2008 15:25

Also ich longier meinen so ca.2 Mal pro Woche....meist einfach bei dauerregen,wenn mich das Gelände nicht gerade anmacht..........

Also oftmals lass ich ihn auch einfach im Round pen gehen und üb mit ihm
einpar spielchen und das findet er immer toll.............
Santo94
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Beitragvon VoltiJana » 02.03.2008 20:45

jaaa.. ist doch eine gute beschäftigung bei miesem wetter.. besser als wenn du ihn dann ganz stehen lassen würdest...:)
VoltiJana
 

Beitragvon *Fiona* » 15.01.2009 17:38

hallo, also ich kann meine Maus noch nicht oft longieren, das sie auf so nem kleinen Zirkel lahmt und unrund läuft, deswegen reite ich sie immer, wobei ich longieren, wenn es dann geht, auch nur 1 mal aller zwei wochen machen werde..denke das reicht aus, wenn man das Pferd regelmäßig bewegt...

Aber bei uns wird im Winter mehr longiert wie im Sommer....
*Fiona*
 

Beitragvon kiwi » 21.03.2009 15:54

[quote="*Fiona*"] ich kann meine Maus noch nicht oft longieren, das sie auf so nem kleinen Zirkel lahmt und unrund läuft, deswegen reite ich sie immer[/quote]
Hat dein Pferd irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden?
Eigentlich dürfte ein Reitpferd kein Problem damit haben auf einem Zirkel mit 15-20m Durchmesser longiert zu werden.
Lahmt sie denn dann beim nicht auch beim Reiten von Wendungen?
MfG
kiwi
 

Beitragvon *Fiona* » 11.04.2009 09:21

kiwi hat geschrieben:
*Fiona* hat geschrieben: ich kann meine Maus noch nicht oft longieren, das sie auf so nem kleinen Zirkel lahmt und unrund läuft, deswegen reite ich sie immer

Hat dein Pferd irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden?
Eigentlich dürfte ein Reitpferd kein Problem damit haben auf einem Zirkel mit 15-20m Durchmesser longiert zu werden.
Lahmt sie denn dann beim nicht auch beim Reiten von Wendungen?
MfG


hallo, als sie am 23.12.08 zu mir kam, hatte sie ein dickes bein, der Besitzer sagte mir, sie habe sich wo auf der Koppel vertreten und deswegen war das, deshalb hat sie auf engen Zirkel und Wendungen gelahmt aber mittlerweile geht es wieder, wobei es noch nicht 100% weg ist!!!
*Fiona*
 

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