Also....
Endlich schaff ich es mal zu antworten

Hab mich total gefreut, dass ihr so aufgeschlossen seid, ich habe schon andere Sichtweisen kennengelernt!
Grundsätzlich kann man Longieren als Bewegen, Schulen und Gymnastizieren von Pferden aus verschiedenen Gründen:
- Angewöhnen von Jungpferden an Sattel/Geschirr
- Unterstützung bei der Ausbildung des Reit-/Fahrpferdes
- Ausbildung ohne das Gewicht der Reiters
- Ausbilungserleichterung bei Exterieurmängeln des Pferdes
- weiterführende Ausbildung des Pferdes(insbesondere im Hinblick auf die vorbereitende Arbeit in der Versammlung)
- Problempferdekorrektur
- Ausführen des Voltigiersports
- ...
(angelehnt an "Richtlinien für Reiten und Fahern - Band 6 - Longieren")
Allgemein würde ich immer nach der Skala der Ausbildung longieren! Und das ist meist nur mit Hilfszügeln und dann auch mit Ausbindezügeln möglich, denn ohne tritt das Pferd meist nicht unter seinen Schwerpunkt und ohne das läuft es nicht auf der Zirkellinie(bricht mit der Hinterhand aus).
Allerdings nehme ich Abstand vom "kopf vor die Brust schnallen". Das Ausbinden sollte immer der Phase der Longenarbeit, dem Ziel der Longenarbeit und dem Ausbildungsstand des Pferdes angepasst sein. Wenn ich ein Pferd vor dem Reiten longiere um es zu lösen, hat es wenig Sinn kurze und viel zu hoch eingeschnallte Ausbinder zu verwenden. Wenn ich das Pferd in der vorwärts-abwärts Bewegung unterstützen möchte, binde ich es gleich lang, mit Dreiecks-oder Laufferzügeln, relativ lang aus, damit es überhaupt die Möglichkeit hat, sich vorwärts abwärts zu dehnen!
Wenn das Pferd gelöst ist, und man in die Arbeitsphase übergeht, dann kann man das Pferd durchaus mit korrekt eingestellten Ausbindezügeln longieren. Man sollte dann versuchen, dass das Pferd auch wirklich an den Ausbinder herantritt, sonstist das ganze ja wieder sinnlos

Dies lässt sich mit vielerlei Lektionen erreichen, genau wie beim Reiten.
Zu den Voraussetzungen der Longierarbeit:
Der Untergrund sollte ähnlich wie beim Reiten beschaffen sein, also nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu nass und nicht zu trocken und eben. Wenn du auf der Weide auch "ordentlich" reiten kannst, dann kann man da bestimmt auch gut longieren. Allerdings haben viele Pferde Probleme, wenn die äußerde Begrenzung(Bande) fehlt.
Bitte antwortet und kommentiert...und fragt nach, kann sein,dass ich mich auch viel zu umständlich äußere
Liebe Grüße, Hannah
PS: Was wolltet ihr denn zur Doppellonge wissen?