Natural Horse Man Ship

Wanderreiten, Distanzreiten, Freizeitreiten, Vielseitigkeit, Voltigieren, spanisch, Therapeutisches Reiten...

Natural Horse Man Ship

Beitragvon Jana » 16.11.2005 19:56

Hey,
gibt es hier jemanden der nach NHS mit seinen Pferden arbeitet,oder sich dafür interessiert?
Ich bin völlig infiziert und freu mich immer über Austausch. Im Dezember haben wir einen Grundkurs am Boden mit Birger Gieseke in Hamminkeln.
Wenn jemand mehr darüber Wissen möchte schreib ich gerne worum es geht
Jana
 

Beitragvon GP_West » 16.11.2005 21:21

Hey, also mich interessiert s was total! Hab auch schon mla nen Kurs belegt! Erzähl doch ein bisschen mehr!

Lg, GP_West
GP_West
 

Beitragvon Jana » 17.11.2005 22:30

Uih, bei wem hast du denn einen Kurs gemacht?
Ich mach meine Kurse bei oder mit Birger Gieseke. Im Herbst war ich auch auf einem Seminar mit Honza Blaha-der Mann ist genial. Ich selbst hab Level2, wenn dir das was sagt und übe intensiv an Level3 ,aber der Weg ist schon weit. Wir werden das schon schaffen! Ich bin an NHS geraten, weil wir uns ein echtes Problempferd angelacht hatten. Wir(mein Partner und ich) sind jetzt seit fast 4 Jahren dabei und unser Problempferd ist ein echt tolles Verlaßpferd geworden. Das war auch das was mich da so mitgerissen hat.Eigentlich wollten wir nur so weit kommen,daß wir verladen und ausreiten können. Inzwischen geht natürlich viel, viel mehr. Ich selbst hab ein Fjord und muß gerade mal wieder feststellen, daß wenn ich fein bin und das heißt feiner als fein, mein Pferdchen auch ganz fein und sensibel reagiert. Ich habe auf diesem Weg viel über mein Pferd gelernt und so habe so ganz langsam das Gefühl mein Pferd wirklich zu kennen.Nach 30 Jahren Pferdeerfahrung habe ich diesen neune Weg gefunden und habe eine neue Welt dr Pferde kennegelernt , die ich langsam begreifen kann und mein Pferd zeigt mir jeden Tag was neues.Inzwischen bin ich,nachdem wir anfangs belächelt wurden, längst nicht mehr alleine. Wir sind am Niederrhein zu einer echt großen Gruppe zusammengewachsen und machen Kurse und Spiele abende.
Erzähl doch auch mal von deinen Erfahrungen und wo du her kommst.
Freu mich immer wenn sich Menschen dafür begeistern können, leider gibt es noch immer viele Menschen die den neuen Wegen gegenüber weder offen noch tolerant sind. aber ich glaube ein umdenken in der Pferdewelt hat begonnen und ich wünsche für die Pferde das es weiter geht
Groetjes Jana
Jana
 

Beitragvon Silke » 18.11.2005 11:41

Jana, das sehe ich genauso :!:

Wenn man mit Gefühl und Verständnis an die Pferde herangeht, sieht man viel mehr, als wenn man bloß seinen Willen durchsetzen will. Eigentlich ist es auch eigenartig, dass wir Menschen meinen, alle Lebewesen müßten uns einfach so verstehen, nur weil wir sprechen können. :roll:

Wenn man die Pferdesprache lernt, also achtet auf den Ausdruck des Körpers, weiß etwas über seine Natur und seine Bedürfnisse, ist vieles plötzlich klarer und auch einfach zu lösen. Weil man die Ursache kennt.

Leider geht es im Reitsport nicht immer um die Behandlung von Problempferden, sondern die werden beiseite geschoben und das nächste kommt dran. Gibt ja genug, wird ja fleißig gezüchtet. :roll: Also machen sich meist die Freizeitreiter oder wirklichen Pferdeliebhaber daran, die Pferde zu "heilen", die durch den Leistungssport verdorben wurden - sowohl körperlich als auch psychisch.

Freue mich, dass Ihr Euer Pferdchen durch Geduld und Wissen wieder zu einem Verlaßpferd gemacht habt. So soll es sein! :-D
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Beitragvon GP_West » 18.11.2005 23:25

Hi,

wow ist ja cool was du schon alles gemacht hast! Die Level sind nach Parelli und gehen bis 7 oder? Was wird denn von den einzelenen Leveln erwartet / was muss man da können.... Da gibts doch immer ne prüfung, oder?

Also ich hatte nen Kurs mit Isabella Iberer falls dir das was sagt! Mich interessierts auch total nur ich mach das halt nicht intensiv wie du weil ich ja kein eigenes Pferd hab! Aber für mich sind Pferde auch mehr als nur zur Reitstunde zu kommen und sich draufhocken und weider verschwinde... ich kann stundenlang auf ner Weide sitzen und grad die Pferde die irgend ne macke haben sind dann die die für mich interessant werden. Ich will halt wissen warum tut das Pferd das so und nicht so und man muss immer wieder denken: z. Bsp.. viele sagen da hats mich wieder verarscht und so aber Pferde denken so doch nicht. Wir wollen immer dass Pferde wie wir denken und achten viel zu wenig auf ihre Signale , ihre Sprache und ihre feinen Zeichen.....

lg GP_West
GP_West
 

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Beitragvon almera » 15.01.2006 11:50

Hallo,
wir haben hier bei uns im Betrieb eine FN-Pferdewirtschaftsmeisterin die auch den Level 2 hat und die nach der Natural-Horseman-Ship-Methode arbeitet, d. h. Jungpferde und Korrekturpferde ausbildet und auch Reiter. Unsere Schulpferde wurden auch auf die Methode umgestellt. (Eigentlich brauchten sie nicht groß umgestellt zu werden, da dies eine Pferdesprache ist. Sie waren nur verwundert, dass der Mensch sie plötzlich auch "spricht".

Wir haben hier im Betrieb die Erfahrung gemacht dass dies eine wunderbare Art ist für Freizeitreiter mit Pferden umzugehen. Hier besteht die Möglichkeit Ferien zu machen mit eigenem Pferd oder mit einem von unseren Pferden und gleichzeitig die Natural-Horseman-Ship-Methode zu lernen.

Wenn Ihr mögt schaut doch mal rein: www.Landhaus-Plate.de

Grüße - Almera
almera
 

Beitragvon Gast » 21.02.2006 15:27

Ich fiede das Jana ist voll gut :D
Gast
 

Beitragvon Sandra1985 » 10.03.2006 15:28

Was ist das denn?

Jeder weiß doch, daß man die Sprache des Tieres können muss um zu wissen, was das Pferd möchte, ich verstehe dieses Thema nicht?!

Gibt es jetzt Kurse, in denen man die Sprache lernt? Was macht man denn dann da?

Sorry für meine Fragerei, aber kann damit momentan nicht viel anfangen?!
Sandra1985
 

Beitragvon Silke » 10.03.2006 17:36

Hi Sandra,

nee, eben DAS wissen viele nicht. Die glauben, das Pferd versteht alles, nur weil sie HÜH sagen oder HOTT. Oder die Hacken in den Bauch stupsen. Was meinst Du, warum es so viele Verständigungsprobleme gibt? Soviele Problempferde? Und soviele Menschen, die glauben, solche Probleme lösen zu können?

Und bei diesen vielen Leuten kann man Kurse buchen.

Ich habe auch mal zwei gemacht und sie haben mir viel gebracht. Einfach eine andere Sichtweise, auch viel mehr Theoriewissen, aber praktisch beigebracht. Danach geht man ganz anders mit Pferden um - einfach bewußter.

Gruß
Silke
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Beitragvon Sailor » 10.03.2006 18:31

He, bn beeindruckt, mal jemand der wirklich vorraussetzt, dass Pferde auch sprechen!!!! So was findet man nich' mehr oft heut.

Weißt du, wie man ein Pferd longiert, Sandra?? Dann bis du eine der wenigen, denn viele stehn einfach in der Mitte und bewegen sich keinen Millimeter, um sich dann zu wundern, wieso das Pferd stehn bleibt. Is doch klar, wenn das ranghöhere "Tier" - in dem Fall der Mensch - vor der Brust steht, muss das Pferd anhalten und das tut es. Leider is das bei den meisten Rassen schon "vergessen", eben weil niemand mit ihnen "spricht".

Und ja, für so etwas gibt es heutzutage Kurse, wie für so alles was mit Pferden zu tun hat und zumindest für ein WE die Dominanz des Menschen klar macht, die im Alltag dann aber wieder verschwunden geht.

Ich wunder mich über so was schon lang nich' mehr und zum Glück sind unsre Curlies da anders...

Viele liebe Grüße,
Katha
Sailor
 

Beitragvon Sandra » 10.03.2006 19:01

Und wie funktioniert das dann?

Wieso wird man in Level eingeteilt?

Wer bestimmt das und wie?!
Sandra
 

Beitragvon Sailor » 10.03.2006 19:40

Da hab ich keine Ahnung von, mit den einzelnen "Gurus" beschäftige ich mich nich' im Einzelnen. Jeder für sich hat sicher gute Ideen, aber jeder stellt seine als die einzige Richtige dar und das stört mich.

Ich les mir von Roberts oder Tellington-Jones oder Geitner Sachen durch und such mir dann das raus, was mir logisch und vor allem sinnvoll erscheint und versuch dann es umzusetzen.

Man wird in Level eingeteilt, damit man sehn kann, wer was kann und wer nich'. Und der, der das erfunden hat, hat das oberste Level, das keiner erreichen kann, damit auch niemand auf die Idee kommt er sei genauso gut. Hab mal 'n Typ von Parelli (oder war das sogar selber?!?! :? ) auf der Open Air mehr oder weniger kennen gelernt und auch die Pferde konnt ich mir genauer ansehn. Eins ging schon am ersten Tag lahm und wurd trotzdem nich' rausgenommen und die andren waren am zweiten Tag fertig mit den Nerven, standen nur noch aphatisch in ihren Paddocks und ließen die Vorführungen über sich ergehn ohne irgendeine besondere Reaktion zu zeigen. Von so was halt ich absolut nix, man konnt merken dass die Pferde das alles auswendig konnten, sich langweilten und gleichzeitig unter großen Stress standen, eben wegen der Messesituation und den Menschenmassen.

Ich denk, jeder muss für sich entscheiden, was was für einen selber is und was nich', aber grundsätzlich is es schon ein Fortschritt, dass man überhaupt versucht das Pferd besser zu verstehn - wobei es bis vor hunderten von Jahren auch ohne "Gurus" ging.

Viele liebe Grüße,
Katha
Sailor
 

Beitragvon Sandra » 11.03.2006 10:40

Von diesen ganzen Shows halte ich ohnehin nichts, ich hatte schon bei Appassionata meine Probleme, als ich mir die Pferde genauer ansah - ich achte vor allem immer auf die Ohren :oops:

Bei meinen Katzen habe ich auch nie Bücher gelesen und sowas, alles was ich weiß weiß ich aus Erfahrung und Beobachtung. da ist jede Katze anders und kann nicht in ein theoretisches Schema hineingepasst werden.

Solange arbeite ich noch nicht mit Pferden - aber bei ihnen ist es genauso, und was bei Pferd A ganz toll klappt muss bei Pferd B nicht auch klappen, daher beobachte ich meine Pferde lieber und versuche herauszufinden, was sie mir mit welchem Verhalten sagen möchten.

Und andersherum - so habe ich es bei den Katzen auch gemacht - beobachte ich ihr Verhalten untereinander - Katzen habe auch Rangordnungen - wie machen sie diese klar und wie zeigen sie untereinander Zuneigung und "gernhaben"

Aber bei Pferden fällt mir das irgendwie so schwer, ich stand schon Stunden - Taaagggeeee... - auf der Koppel - aber die Sprache der Pferde habe ich noch nicht so ganz verstanden...

Wie lobt ihr denn euer Pferd? Ich habe keine Lust, stsändig immer nur mit Leckerlies herumzulaufen, also lobe ich es mit Worten, weil ich denke, daß es dann versteht und am Ende der Stunde wirds am Hals "gekrault" - naja, wie man das halt macht.

Wie macht ihr das denn, wenn euer Pferd etwas gut gemacht hat?

Wie weit arbeitet ihr noch mit der menschlichen Sprache?

Macht es Sinn, daß ich meinen Pferden die Bedeutung des Wortes NEIN beibringe, indem ich sie im Zusammenhang mit dem Wort einmal auf die Pferdebrust haue - damit sie mit dem Wort NEIN diese unangenehme Erfahrung verbinden?

Sandra
Sandra
 

Beitragvon Sailor » 11.03.2006 13:17

Wenn du einem Pferd was beibringen wills', muss du die Pferde- mit der Menschensprache verknüpfen, das heißt du sags' bei unerwünschtem Verhalten NEIN (oder was auch immer) und lässt das Pferd rückwärts gehn oder du schlägs' vor die Brust oder du lässt es um dich herum gehn oder sons' was, das Maß der Strafe muss du dir überlegen. Für "schwere Vergehen" muss du anders strafen als für leichte und du darfs' 's nich' übertreiben, sons' stumpft das Pferd ab.

Loben gehört dazu, das is selbstverständlich aber von Leckerchen halt ich genauso wenig wie du. Mein Pferd kriegt so gut wie nie was aus der Hand und wenn mal doch dann nur, weil ich weiß, dass er grad was tun musst was er hasst oder aber weil er was getan hat, was ich seit einiger Zeit verzweifelt versuch ihm beibringen. Das sind aber die absoluten Ausnahmen und das weiß er. Wörter wie "Brav" oder "Prima" tun es auch und in Verbindung mit einem Halskraulen wird es auch vom Pferd richtig verstanden.

Ich arbeite sehr viel mit der menschlichen Sprache, denn die kann man mit in den Sattel nehmen, anders als die Körpersprache. Ich hab meinem Pferd von Anfang an Kommandos beigebracht, für Anhalten, rückwärts gehn, die verschiedenen Gangarten, stehen bleiben und mit der Hinterhand rum gehn. Hat einiges gebracht, denn wenn das Pferd die Kommandos am Boden kennt, vergisst es sie auch nich', wenn die Bezugsperson oben drauf sitzt. Sie brauchen zwar einige Momente bis sie schnallen, dass die Wörter immer noch das Gleiche bedeuten und man immer noch das Gleiche will, aber früher oder später kommen sie dahinter.

Viele liebe Grüße,
Katha
Sailor
 

Beitragvon Silke » 11.03.2006 19:36

Von Leckerchen bei Pferden würd ich eh abraten. Höchstens in den Trog und dann nur als Super-Belohnung. Leckerchen aus der Hand sind -anders als beim Hund- immer eine Einladung zu schnappen.

Das muß nicht absichtlich sein. Pferde sehen unten ihrem Maul eh nix (toter Winkel).

Aber wenn sie nix bekommen, kann es zu Schnappereien kommen.

Ein großes Lob für Pferde ist auch einfach die Entspannung. Also zwischendurch mal stehen bleiben, Zügel hängen lassen. In Ruhe lassen. Pferde sind Fluchttiere und versuchen, Energie zu sparen, wo sie können, um sie im Fluchtfall parat zu haben. Zudem bewegen sie sich in der Natur stetig, aber langsam voran. Als Energiesparer machen sie keinen Schritt zuviel (außer sie sind jung und wild - wie Sailor :wink: ) und deswegen ist Keine-Arbeit eine Belohnung für sie.

Vom klassischen Hals-"Klopfen" würde ich Abstand nehmen. Ich gehe zwar davon aus, dass es ihnen nicht weh tut, bin mir aber nicht 100%ig sicher. Die Haut ist sehr empfindlich und ich freu mich auch nicht, wenn ich auf den Rücken geklopft werde. Wenn ich sanft berührt werde, freu ich mich hingegen schon. Und im Zweifelsfall bin ich daher eher sanft und streichle nur, als wie wild den Hals zu bearbeiten.

Tschöö
Silke
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