Wenn er sich auch nicht zufällig in dem Gebiet anfassen lässt und auch beim TA so ein riesen Gewese macht, dann ist er kopfscheu, nicht in dem Sinne, dass er einen gar nicht an den Kopf lässt, sondern das nur auf Stirn und Ohren begrenzt ist, aber die gehören ja auch zum Kopf

Mit Faulheit hat das wenig zutun, ich hab bis jetzt noch wirklich kein Pferd kennen gelernt, dass sich aus Faulheit so extrem wehrte.
Sicher, manch ein Schulpferd zieht beim auftrensen den Kopf weg, aber dieser Widerstand ist in so gut wie jedem Fall eher träge und langsam, sobald sich das Pferd heftiger wehrt ist etwas nicht in Ordnung. Oder es
war mal etwas nicht in Ordnung.
Sieh es ein, dein Pferd ist kopfscheu. Und es wird dir nichts anderes übrig bleiben als dieses Problem zu beheben, wenn du möchtest, dass es sich nicht für den Rest seines Lebens beim trensen wehrt (oder man ihn irgendwann in Ruhe am Kopf untersuchen kann). Nachdem was du schreibst und wie es klingt und nachdem was ich so bei anderen Pferden erlebt habe geht die Wahrscheinlichkeit nämlich gegen 0, das er dieses Verhalten von selber ablegt.
Zu der nächsten unguten Nachricht:
Da er sich jetzt grade noch so wehrt würde ich die Trense erstmal im Schrank lassen. Jedes Mal wenn du sie rausholst und sie ihm anziehen willst und er sich wehrt vertieft sich ein Wissen in seinem Kopf das da eigentlich nicht sein soll: Die Trense ist negativ. Mit diesem Fakt in seinem Kopf ist es kein Wunder das du denkst er wäre faul und hätte keine Lust auf Arbeit, denn er verbindet die Trense mit Arbeit. Da die schon negativ behaftet ist kann die Arbeit ihm ja keinen Spaß machen.
Von daher fällt reiten erstmal flach :/ Das Ausbildungsziel ist grade ein anderes.
Bis wohin lässt er denn zu, dass du ihn anfasst? Ab wann wird es für ihn problematisch? Lässt er sich aufhalftern OHNE Probleme, oder ist das auch eher nur von ihm geduldet und man muss schnell sein?
An dem Punkt wo er sich noch anfassen lässt setzt du an. Triff dich mit ihm beim kleinsten gemeinsamen Nenner. Lob ihn wie blöde dafür, dass er dich an den Kopf lässt, auch schon bei den Stellen wo er es zu lässt. Dann ist deine Einschätzung gefragt. Geh mit der Hand soweit hoch wie du glaubst das es noch okay ist, bloß nicht weiter. Provozier nich das er den Kopf weg reißt, lieber nimm die Hand zu früh weg. Dann bedanken, stopf ihn mit Leckerli voll, wie blöde loben. Die Berührung am Kopf muss wieder positiv werden und nicht mit Zwang behaftet sein. So arbeitest du dich Zentimeter für Zentimeter vor. Am besten in sehr kurzen Arbeitseinheiten. Jedes Mal wenn er sich wieder wehrt gehst du einen Schritt zurück.
Das ist sehr langwierig, ich weiß und einfach ein Geduldsspiel, aber anders geht es nicht. Du kannst dein Pferd nicht zu Dingen zwingen die es nicht will, weil es am Ende immer stärker ist als du. Du kannst es nur motivieren freiwillig mitzumachen. Kenne bis jetzt noch kein Pferd, dass nicht gerne mitgearbeitet hat wenn keine anderen Probleme vorlagen.
Was später auch noch sehr hilfreich ist wäre, wenn du ihm das Kommando "Kopf tief" beibringst. Das entspannt das Pferd, weil es den Parasymphatikus entspannt. Kopf tief ist für das Pferd immer gleich bedeutend mit Entspannung, Kopf hoch dagegen eine "Hab acht" Position.
Wenn er später dann beim trensen versucht wieder den Kopf hoch zu reißen kannst du ihn mit dem Kommando dazu bringen das er den Schädel wieder runter holt. Das bringt Ruhe in den Vorgang, weil du ihn nicht "körperlich" angehen musst um dich durchzusetzen und er sich nicht auf die Art von dir bedrängt fühlt
Hoffe ihr kriegt das in den Griff

Edit: Rechtschreibfehler über Rechtschreibfehler -.-