Angst vor der Hand

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Angst vor der Hand

Beitragvon Papierblume84 » 05.11.2008 20:04

Hallo zusammen,
ich versuche mich gerade auf mein neues Pferd einzufummeln. Leider weiß ich nicht viel von ihm und seiner Ausbildung, nur das folgende: das erste Mal longieren ging voll daneben. Hatte Longe und Peitsche in der Hand und raste um mich rum als hätte ihn sowas gebissen. Peitsche weg, alles in Ordnung. Beim Reiten Gerte in der Hand ist ebenfalls schwierig. Pferd wird spannig und beschleunigt nur noch. Daher: erstmal alles ohne Pitsche! Funktioniert auch so ganz gut. Beim Reiten allerdings habe ich noch so meine Probleme.. vielleicht hat ja jemand Tipps für mich? Also, wie es oben schon steht "Angst vor der Hand" (und wohl vor einigen anderen Dingen... seufz)... sobald ich anfange eine Verbindung durch den Zügel aufzunehmen, wird das Pferd spannig und tritt vor allem im Schritt kurz-lang. Beim traben klappt es wesentlich besser. Mit leichter und etwas stärkerer Anlehnung an die Hand lässt er ansatzweise los, versucht aber immer wieder nach oben zu drücken -und schafft es meistens leider auch noch bei mir,- was ich zur Zeit durch nach innen und nach außen stellen und viele Handwechsel und Tempiwechsel versuche in den Griff zu bekommen, ... bin ich damit auf dem richtigen Weg? Wie kann ich besser am Schritt arbeiten? Stangenarbeit und Seitengänge? Was mach ich, wenn das Pferd hochdrückt? Wie sage ich ihm, dass ich das nicht will, ohne ihn sauer zu machen?
Ich freue mich auf eure Antworten! :)
Papierblume84
 

Beitragvon Mini-Mary » 06.11.2008 09:31

Hallo!

Aus der Ferne zu beurteilen, wie das bei euch aussieht ist natürlich schwierig, aber so wie du es beschreibst würde ich sagen, hat das Pferd leider schon so einiges hinter sich und ist wahrscheinlich auch nicht besonders schonend geritten worden.
Diese Wehrhaftigkeit kann viele Gründe haben und die herauszufinden ist sogar vor Ort nicht leicht, geschweige denn von hier aus!

Ich denke hier kann viel Bodenarbeit zur Vertrauensbildung helfen und natürlich nochmal Material und Gesundheitszustand überprüfen. Manchmal sind es Kleinigkeiten die stören. Zähne, Gebiss kontrollieren usw.
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Beitragvon Papierblume84 » 06.11.2008 13:23

Ja das mit den Ferndiagnosen ist immer schwierig, das weiß ich selbst, deswegen wollte ich auch nicht so ausschweifend erzählen sondern "allgemeine Tipps" die wahrscheinlich schwierig zu geben sind. Das Gebäude von meinem Pferd ist unharmonisch.. kurzer Hals, tief angesetzt, hohe Schulter (Sattel passt grad so), autscht im Rücken, war total klapperig als er zu mir kam.... . Das sind wahrscheinlich schon ein paar Dingen an denen es hängt... nächstes Jahr kommt er auf jedenfall zum Pferdezahnarzt bzw. der kommt zu uns, um da alles auszuschließen,.. ich denke ich bin soweit schon auf dem richtigen Weg, da er ja mittlerweile ansatzweise loslässt und sich biegen lässt, das Bein und die Hand teilweise annimmt. Und er hat zugenommen. Richtig gut sogar. Ich denke ich werde erstmal so weiter machen,.. viel longieren, viel spazieren gehen und viel Schritt reiten... und mir dann nächstes Jahr mal jemanden kommen lassen, der mal guckt wie das so läuft. Vielleicht ja du? :o)
Papierblume84
 

Beitragvon Knubuschelchen » 28.11.2008 13:47

Hallo,
ich hatte so ziemlich das gleiche Problem mit meinem Schwarzwälder. Er wurde schon als Fohlen geschlagen mit allem was dem Kerl in die Finger kam. Zu reiten war er nur in völlig Geräuschloser Umgebung und sobald man auch nur Ansatzweise auf die Idee kam die Zügel anzunehmen hat er den Rückenweggedrückt ,sich völlig verpannt und ist ins rennen gekommen. Bei mir hat da nur viel, viel Geduld und reiten am langen Zügel (immer wieder langsam Zügelaufnehmen und wieder lockerlassen, und immer nur sehr langsam und wenig) geholfen. Bei uns war es aber im Trab schlimmer. Sobald die Zügel etwas angenommen wurden rannte er im Schweinstrab los :( Man musste so gut wie alles mit Gewichtshilfen machen. Jetzt hab ich den Dicken schon gut 5 Jahre und er ist inzwischen ein super Pferd und Freund geworden auf den ich ich 100% verlassen kann. Also mein Tipp: Viel Geduld mit deinem PFerd haben und immer schön langsam an der Sache arbeiten. Ich weiß ist leider sehr pauschal aber mehr Tips kann ich dir leider nicht geben.
Liebe Grüße Jasmin
Knubuschelchen
 


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