die (mangelnde) Losgelassenheit des Reiters

Wenn das Dressurviereck Ihr zweites Zuhause ist, können Sie hier darüber berichten.

die (mangelnde) Losgelassenheit des Reiters

Beitragvon kiwi » 07.04.2007 19:09

Wie ihr ja wisst, möchte ich bald die Prüfung zum Silbernen Reitabzeichen machen. Die Stärke meines eigenen Pferdes liegt eindeutig im Springen, so dass ich in der Dressur ein fremdes Pferd reite. Diese Pferd ist super und war mit seiner Besitzerin und Reiterin auch schon in Dressuren der Kl. M siegreich, dieses Jahr wollen sie vielleicht ín der ersten S starten. ich werde ihnen auf jeden fall die Daumen drücken. Er ist ein typisches Dressurpferd: hübsch, groß, eindrucksvoll und mit tollen, sehr schwungvollen Bewegungen ausgestattet. Auch wenn es sehr anstrengewnd ist und er zu jeder Zeit hundertprozentige Konzentration und korrekte Hilfengebung fordert, ist es ein Erlebnis ihn zu reiten. ABER ich habe Probleme den Trab richtig auszusitzen, weil ich es einfach nicht schaffe, in dem Moment selber locker zu bleiben und mitzuschwingen. Ich habe das Gefühl regelrecht aus dem Sattel heraus geschleudert zu werden und versuche dann automatisch mich mit dem Oberschenkeln und dem Knie festzuhalten und in den Sattel zu ziehen, wodurch ich jedoch bestenfalls ÜBER dem Pferd sitze, aber nicht IM Pferd. Wenn ich die Bügel überschlage und bewusst versuche mich auf meine Atmung und die Bewegunge des Pferdes zu konzentrieren wird es nach einer Weile besser. Aber es bleibt ein sch*** Sitzgefühl.
Habt ihr Tipps, wie ich selber zu mehr Losgelassenheit und so zu einem ruhigeren und besseren Sitz kommen kann?
kiwi
 

Beitragvon Mini-Mary » 08.04.2007 11:51

Hi kiwi,

also wirklich Tipps kann ich dir gar nicht geben, ich habe auch manchmal das Problem, das ich ein Pferd einfach nicht sitzen kann, obwohl ich mir alle Mphe gebe. Bei einem anderen Pferd ist das dann kein Problem.
Mir hilft es jedenfalls am Meisten, viel ohne Bügel zu arbeiten, weil ich dann irgendwie automatisch tiefer sitze und die Beine länger lasse. Mit Bügel klammere ich auch eher mal.
Denke mal es ist einfach eine Übungssache! :wink:
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Beitragvon Sailor » 08.04.2007 14:03

Hi kiwi,

tut mir Leid, kann ich dir auch kaum 'n Tipp geben, ich hab das gleiche Problem mit meinem Kleinen, der wirft so dermaßen, dass ich den nich' aussitzen kann. Bei andren Pferden geht's wesentlich besser, da brauch ich zwar 'n Moment, aber dann is es okay.

Ich würd's auch mal mit Bügel überschlagen probieren und wenn du mit Bügeln aussitzt, dass du dich dann richtig drauf konzentriers' die Bügel konsequent "auszutreten" und Fersen nach unten drücken, das hilft mir immer recht gut, weil ich mich dann auf was andres konzentrier. Der Rest kommt bei mir dann automatisch...
Sailor
 

Beitragvon kiwi » 23.04.2007 19:26

Der Countdown läuft, am Donnerstag ist Abzeichenprüfung..
Und obwohl ich weiß, dass ich zwei Pferde habe, die beiden in ihrer Disziplin toll sind, bin ich total nervös. Im Gegensatz zu den zentralen Abiturprüfungen, kann ich diese Prüfung, falls es doch nicht klappen sollte, wenigstens relativ problemlos wiederholen. Seit die schrfitlichen Prüfungen vorbei sind, bin ich übrigens insgesamt wieder ausgeglichener und kann, welch Wunder, auch beim Reiten besser aussitzen..
kiwi
 

Beitragvon Mini-Mary » 24.04.2007 08:26

Hallo kiwi,

dann drücke ich dir mal feste die Daumen, das alles so klappt wie du es dir wünschst! :wink:
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Beitragvon Sailor » 24.04.2007 14:17

Ganz viel Glück wünsch ich dir und ich drück auch ganz fest die Daumen!!! :) Du schaffs' das schon. :wink:
Sailor
 

Beitragvon Silke » 24.04.2007 19:48

Ich drücke Dir auch alle Daumen!
Warten gespannt auf Deinen detaillierten Bericht und vielleicht Fotos, war doch noch nie bei sowas dabei. :oops:
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Beitragvon Hannoveraner » 25.04.2007 15:00

Ja,ich drück dir auch die Daumen :wink:
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Beitragvon kiwi » 27.04.2007 09:37

Bestanden :D !

..und das, obwohl meine Nerven mit mir durchgegangen sind und ich selbst mit der gezeigten Leistung (vorallem im Springen) auch nicht zufrieden war. Aber egal, nach den Wertnoten fragt später eh keiner mehr.
kiwi
 

Beitragvon Hannoveraner » 27.04.2007 14:16

Das ist ja schön^^ :D
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Beitragvon Sailor » 27.04.2007 17:43

Super, kiwi, herzlichen Glückwunsch!!! :D
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Beitragvon Silke » 27.04.2007 19:11

Ganz toll, kiwi!! :D

Herzlichen Glückwunsch... :)

Was ist denn im Detail passiert, dass Du so unzufrieden warst?
Was gehört eigentlich genau zu so einer Prüfung?
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Beitragvon Mini-Mary » 27.04.2007 21:08

Herzlichen Glückwunsch!

Toll, und mach dir nichts draus, wenn es nicht so gut gelaufen ist, wie du dir erhofft hast. Stimmt, fragt eh keiner mehr nach!
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Beitragvon kiwi » 28.04.2007 15:29

Ich war total nervös und habe beim Springen die Luft angehalten (was sich leider auch sofort auf mein Pferd überträgt). Der Ritt war kopflos und unüberlegt, ich habe die Hindernisse so schlecht angeritten, dass wir drei Abwürfe kassiert haben.
Ein Abwurf wäre nichts Schlimmes, aber diese nervlichen Aussetzer dürften nicht passieren!
kiwi
 

Beitragvon kiwi » 28.04.2007 16:43

Den Donnerstagmorgen habe ich am Stall damit verbracht den Hänger einzuräumen (Sattelzeug, Gamaschen, Decken, Putzkasten und Fliegenspray, Reitkappe und Handschuhe, Sporen und Gerte etc.) und mein Pferd herzurichten (waschen, putzen, Mähne und Schweif verziehen/schneiden und einflechten, Hufe einfetten etc.). Das Sattelzeug und die Stiefel hatte ich bereits am Vortag gereinigt.
Dann habe ich B. an der Hand noch ein wenig grasen lassen, weil er natürlich an diesem Tag nicht noch einmal auf die Weide sollte.
Außerdem habe ich N. in der Halle noch Dressur geritten.
Zum Mittagessen bin ich nach Hause gefahren. Dann habe ich mich geduscht, hergerichtet, Jackett und Verpflegung ins Auto gepackt und bin mit meinem Vater um 15.15Uhr wieder zum Stall gefahren um das Pferd aufzuladen.
Eine Stunde später waren wir an der Reithalle. Dort rannten bereits einige Kinder aufgeregt hin und her oder schauten sich den parcours, der noch vom Vortag stand an. Um 16.30Uhr trafen die Richter ein und begannen die Prüfung zum Basispass abzunehmen. Darauf folgte der Theorieteil für das Silberne und das Spezifische. Die beiden Richter stellten uns zwei Prüflingen Fragen wie:
"Worin unterscheiden sich eine Dressur der Kl.A und eine Dressur der Kl.L?"
"Erklären Sie die hilfen für eine Hinterhandswendung?"
"Was ist der unterschied zwischen einer Hinterhands- und einer Vorhandswendung?"
"Welche Hilfen kennen wir?"
"Was ist eine Parade und wieviele gibt man?"
"Wie soll der Sitz des Reiters sein?"
"Wie würden Sie den Schritt/den Trab/den Galopp beschreiben?"
"Was ist ein Parcours?"
"Was für ein Tempo wird beim Springen geritten?"
"Was für Sprünge gibt es?"
"Wo sitzt das Knie des Pferdes?"
usw.
Dann war das Springen an der Reihe. Zuerst ging es für die Kleinen über den Standartparcours P1 in E-Höhe, für die Großen in A und für mich mit B. in L.
Während die Anwärter des Großen und Kleinen Reitabzeichens nun mit der Theorie dran waren, haben wir anderen die Sprünge abgebaut und begonnen draußen für die Dressur abzureiten. Außerdem nutze mein vater die Zeit um B. zurück zum Stall zu bringen, zum glück war er bis zu meiner Dressur mit R. wieder da.
Denn es folgte die Prüfung für das Große Hufeinsen, woran sich dann um 20Uhr die Dressuren in der Reihenfolge L, A, E anschlossen. Es war also ein langer Abend.
Am Ende haben alle bestanden, d.h. es wurde um 6x das grosse Hufeisen, 12x der Basispass und das Kleine Bronzene, 10x das Grosse Bronzene, 1x das Grosse Bronzene Dressurspezifisch und 1x das Silberne Reitabzeichen verliehen.
kiwi
 

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