Schlaufzügel

Wenn das Dressurviereck Ihr zweites Zuhause ist, können Sie hier darüber berichten.

Schlaufzügel

Beitragvon Hengst » 09.10.2005 09:22

Hallo!
Kann mir jemand vielleicht per Mail (hengst2004@gmx.de) sagen, wie man Schlaufzügel in der Hand hält? (Wie normale Zügel oder irgendiwe mit Zeigefinger oderso?!)
Danke shconmal
MfG
Hengst
 

Beitragvon LaceyStraw » 15.11.2005 00:02

Hallo Hengst...

Schlaufzügel hält man am besten gar nicht in der Hand!
Schlaufzügel gehören in die Hände eines erfahrenen Reiters, ansonsten haben sie am Pferd definitiv nichts verloren.

Wenn schon Hilfszügel "uuuunbedingt" sein müssen, dann würde ich einen Dreieckszügel vorschlagen. Damit erzieht man sich wenigstens keine "Brustbeisser"

Viele Grüße
LaceyStraw
LaceyStraw
 

Beitragvon kiwi » 15.11.2005 17:22

Natürlich sollten wie immer die altbekannten Sprüche "So wenig Leder am Pferd wie möglich." und "Der Sinn eines Hilfszügels besteht darin, sich selbst überflüssig zu machen." gelten.
In der Hand eines guten Reiters auf einem schwierigen Pferd kann ein Schlaufzügel zur Korrrekturzwecken durchaus sinnvoll sein. Er muss ja auch nicht so stramm aufgenommen werden, dass er dem Pferd den Kopf auf die Brust zieht. Aus meiner Sicht liegt der Vorteil der Schlaufen gegenüber anderen Hilfszügeln darin, dass der Reiter sie als Reaktion sofort und direkt an- oder nachgeben kann.
"In der Hand eines Profis ist der Schlaufzügel durchaus zu gebrauchen. In der Hand eines Anfängers ist er wie ein Rasiermesserin in der Hand eines Affen."
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Schlaufzügel zu halten. Wenn man die normalen Zügel zwischen Ring- und kleinem Finger hält, kann man die Schlaufen unter dem Kleinen halten, dann herrschen sie vor, oder zwischen Ring- und Mittelfinger.
kiwi
 

Beitragvon bonaparte » 09.07.2006 16:40

ja sag mal,du möchtest mit diesen "heftigen" schlaufzügeln reiten und weisst nicht,wie du sie hälst?
find ich nicht gut,du solltest dir einen reitlehrer nehmen,wenn du die dinger schon unbedingt nutzen musst,OB,sei mal dahingestellt,der über genügend erfahrung verfügt.du kannst sehr viel mit den dingern anrichten,bestimmt nicht gutes.die schlaufen gehören,wenn überhaupt,in profihände.

herzliche grüsse
bonaparte
 

Beitragvon Sailor » 09.07.2006 22:41

Denk da ganz genauso. Hilfszügel schön und gut, aber sorry: du weiß nich' wie du die Dinger halten solls' und wills' dann damit reiten?? :? Kann nich' gut gehn.

Nimm da besser die Dreieckzügel, die sind genauso gut und lang nich' so scharf und "gefährlich" wie Schlaufzügel. Die gehören - genau wie Sporen - in die Hände, bzw. an die Füße, von Leuten die hundertprozentig damit umgehn können.
Sailor
 

Beitragvon Mini-Mary » 10.07.2006 15:29

Kann mich den Vorschreibern nur anschließen, zumahl ich eh was gegen Ausbinderei habe. Wenn das schon nötig sein sollte, dann bitte nicht diese Schlaufzügel, da gibt es genug "harmlosere" Möglichkeiten!
Benutzeravatar
Mini-Mary
Forumsurgestein
 
Beiträge: 1311
Registriert: 21.06.2006 10:20
Wohnort: Nähe Delmenhorst

Beitragvon pybalia » 30.08.2006 16:30

Ich bin froh das Ihr alle wisst, welchen schaden Schlaufzügel anrichten können.
Aus osteopathischer sicht ist das reine Tierquälerei. Man schädigt nicht nur die Grundgangarten und nimmt dem Pferd den Schwung, man verhindert mit Schaufzügeln auch, dass das Pferd "über den Rücken" gehen kann. Es muß den Rücken wegdrücken und die Unterhalsmuskulatur anspannen. Darüber hinaus kann man sich nicht vorstellen was mit Schlaufzügeln für Kräfte aus Genick und Kiefergelenk wirken.
www.osteopathie-fuer-pferde.com
pybalia
 

Beitragvon Sailor » 30.08.2006 16:54

Ob das so stimmt, kann ich auch nich' glauben.

Ob man Schlaufzügel sanft benutzt um ein Pferd an den Zügel zu reiten oder die eigentlichen Zügel spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Und benutzt man die Schlaufzügel richtig, dann drückt das Pferd auch den Rücken nich' weg.

Alles kann in den falschen Händen Schaden anrichten, nich' nur Schlaufzügel.
Sailor
 

Beitragvon Mini-Mary » 30.08.2006 18:09

Hallo Sailor, hallo Pybalia,

im Grunde habt ihr sicher beide Recht, auch wenn ich zugebe, das ich wie schon einmal erwähnt, grundsätzlich etwas gegen Ausbinder jeglicher Art habe und gegen Schlaufis ins Besondere. Von Pferdeschonung kann da keine Rede sein, wenn das Pferd in eine bestimmte Position gezwungen wird.
Ok, das passiert am Zügel auch, aber da hat man es dann doch eher in der Hand.
Ähnlich sehe ich das auch beim gebisslosen Reiten. Da Scheiden sich ja ebenfalls die Geister. Aber wenn man genau hinschaut, dann wirken, z.B. auch beim sogenannten Glücksrad, Hebelkräfte sowohl im Genick als auch auf Nasenrücken und Kinn, deren Auswirkung auf die gesamte Haltung des Pferdes genauso stark Einfluss nehmen wie jedes noch so harmlose Gebiss.
Eine Zäumung, egal welcher Art, ist immer nur so hart oder schmerzvoll wie die Hand des Reiters! Da braucht es auch kein Anfänger sein, der dem Pferd weh tut, das können Profis genaus so gut!
Benutzeravatar
Mini-Mary
Forumsurgestein
 
Beiträge: 1311
Registriert: 21.06.2006 10:20
Wohnort: Nähe Delmenhorst

Beitragvon amberlinchen » 18.11.2006 14:13

hallo hengst,
ich würde sagen du lässt das mit den schlaufzügeln ganz !!! nicht böse gemeint aber damit kann man so schnell ungewollt sein pferd versauen. me4ine freudin hat das gemacht und ihr pferd ist jetzt noch schwiriger zu reiten als vorher.
ich würde dir raten binde dein pferd aus oder lass es von einen richtig erfahrenem reiter mal mit schlaufzügeln reiten.

tsü amberlinchen
amberlinchen
 

Beitragvon Sailor » 18.11.2006 15:50

Auch Ausbinder müssen nich' sein, letztlich muss das alles ohne irgendwelche Hilfsmittel gehn.

Ers' wenn das ohne Hilfsmittel klappt, kann man sich zur Verfeinerung welche dazunehmen...
Sailor
 

Beitragvon kiwi » 18.11.2006 21:22

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, dass es manchmal auch einen Grund hat, wenn zu Hilfsmitteln gegriffen wird..
Genauso wenig, wie jeder Reiter so sitzen und reiten kann wie in den Lehrbüchern beschrieben, lässt sich jedes Pferd so reiten..
kiwi
 

Beitragvon Sailor » 19.11.2006 19:11

Hab ich vorrausgesetzt, dass man da drüber nachgedacht... :oops:

Also wieso man zu Hilfsmitteln greifen muss und so... :?

Und dass jedes Pferd anders is sowieso..
Sailor
 

Beitragvon Mini-Mary » 19.11.2006 19:32

Ist ja auch ein Unterschied, ob und vor Allem wie Schlaufis als Hilfsmittel eingesetzt werden. In den seltensten Fällen wirken diese Teile nämlich wirklich helfend. Allenfalls vielleicht dem Reiter, der so besser mit dem ach so schwierigen Pferd zurecht kommt. Eine Hilfe fürs Pferd ist dies sicher nicht.
Wir haben auch schwierige Pferde gehabt und an ihnen (leider auch aus anfänglicher Unwissenheit) einige "Hilfsmittel" ausprobiert, ich weiß also durchaus wovon ich rede.
Benutzeravatar
Mini-Mary
Forumsurgestein
 
Beiträge: 1311
Registriert: 21.06.2006 10:20
Wohnort: Nähe Delmenhorst

Beitragvon kiwi » 22.11.2006 15:59

Ich glaube auf jeden Fall, dass es besser ist, mal Hilfszügel zu verweden als ein Pferd zu haben, dass permanent mit hocherhobenem Haupt und weggedrückten Rücken geht. Denn damit stärkt es die falsche Muskulatur und studiert erst recht falsche Verhaltens- und Bewegungsmuster ein, so dass die Korrektur und der Weg zur richtigen Haltung noch schwerer werden.
Ich bin kein auch kein großer Freund von Hilfszügeln und wäre froh, wenn ich immer ohne sie auskommen würde, aber sie haben manchmal durchaus ihren Sinn und Zweck.
Ich habe meinen Wallach auch schonmal unter Anleitung meiner RLin mit Schlaufzügeln geritten, denn diese haben den großen Vorteil, dass man damit prompt nachgeben oder ihn nur als Reserve mitnehmen kann. Wenn mein Pferd einen seiner Ausraster bekommt fehlt mir persönlich die Kraft und das Können, einfach darüber hinweg zu reiten.
Er ist und war nie einfach, soll ich ihn deswegen gleich gar nicht mehr reiten oder verkaufen?
kiwi
 

Nächste

Zurück zu Dressur

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron