Sporen

Wenn das Dressurviereck Ihr zweites Zuhause ist, können Sie hier darüber berichten.

Sporen

Beitragvon Gast » 08.10.2005 17:56

was meint ihr zum Thema Sporen?

Ich bin ja grundsätzlich gegen Sporen!

In der Hand (bzw. am Bein) eines erfahrenen Reiters allerdings, der damit seine Hilfen verfeinert, denke ich ist nichts gegen Sporen einzuwenden.

Aber es gibt nichts schlimmeres, als wenn irgendwelche Freizeitreiter im Gelände mit Sporen durch die Gegend hoppeln (nicht dass ich das noch nicht gesehen hätte!!)
und Anfängern darf man sowas doch auch auf keinen Fall in die Hand drücken...
Sporen sollen ja schließlich keine treibende Hilfe sein..., aber das wissen wohl leider noch viel zu wenige...

daher bin ich eigentlich Sporen-Gegner! Ich persönlich würde nie mit Sporen reiten, brauch ich als "Freizeitreiter" ja auch nicht...
Gast
 

Beitragvon Sonja » 09.10.2005 21:40

Es gibt doch ein Sprichwort: "Sporen muss man sich verdienen" oder so ähnlich und genau so sehe ich das auch. Meiner Meinung nach gehören Sporen nicht ans Bein von unerfahrenen Reitern.
Kann jetzt nicht sagen, dass ich grundsätzlich gegen Sporen bin, weil es auch viele Reiter gibt, die sie gezielt und sinnvoll einsetzen.
Bei uns am Stall rennt ein Mädel (ca. 10 Jahre alt) immer mit Sporen rum und zwar hat sie die Sporen so tief sitzen, dass die beim laufen auf dem Boden klimpern, das scheint cool zu sein.
Sonja
 

Beitragvon Silke » 10.10.2005 17:14

Hm, ich glaube auch, das Sporen irgendwie ein Status-Symbol darstellen ("Guck mal, ich darf schon mit Sporen reiten!" heißt: ich bin viiiel besser als Du - haha).

Es ist unverantwortlich vor allem von den Erwachsenen, und es hat erst recht NICHTS mit Tierliebe zu tun, wenn Kinder oder Anfänger Sporen bekommen. Faule Schulpferde hin oder her. Wer die nur mit Sporen auf Trab bringt, hat eben einiges vom Reiten nicht verstanden!!! :evil:

In manchen Reitschulen fragen sie auch gar nicht nach den reiterlichen Kenntnissen, da bekommen alle Sporen, weil die Pferde angeblich so faul sind. Komisch nur, dass sie laufen, sobald sich ein guter Reiter draufsetzt, natürlich ohne Sporen.

Mit Schlaufzügeln bekomm ich den Kopf auch runter, aber das hat nichts mit Versammlung oder gutem Reiten zu tun! (wenn man es nicht kann)´ :wink:
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Beitragvon Boys owner » 19.10.2005 19:45

Ich trage beim reiten in der Bahn bzw. in der Halle grundsätzlich Sporen, um meine Hilfen zu verfeinern.
Habe aber schon mal auf einem klassischem Turnier eine junge Frau vom Pferd gezogen, die auf dem Abreiteplatz meinte so lange mit den Dingern zu BOHREN, bis Blut lief. :(
Gruß Sandra
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Beitragvon Silke » 19.10.2005 19:54

Genau, Sandra, da ist der Unterschied. Zwischen gekonnt einsetzen und Statussymbol. :wink:

Find ich sehr mutig, dass Du eingeschritten bist. Hat sie es sich gefallen lassen?
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Beitragvon Boys owner » 19.10.2005 20:31

Sie hat mit hochrotem Kopf, und ohne Kommentar, den Platz verlassen und ist nach Hause gefahren. Blöde Kuh. :?
Boys owner
 

Beitragvon Silke » 20.10.2005 14:54

Na ja immerhin. :?
Es gibt ja auch solche, die ihre guten Taten noch verteidigen. :evil:
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Beitragvon kiwi » 08.11.2005 18:10

Zum einen muss man sich, wie schon gesagt, "die Sporen erstmal verdienen."
Zum anderen finde ich gezielt eingesetzte Sporen, aber wesentlich sinnvoller und effektiver, als ständiges Bolzen mit klopfenden Schenkel, das stumpft die Pferde doch erst recht weiter ab.
Und es ist auch vom Pferd abhänig. Wenn ich ein sensibles , gut ausgebildetes Pferd habe, werde ich wohl kaum Sporen brauchen. Es gibt aber auch abgestumpfte und dickfellige Zeitgenossen.
kiwi
 

Sporen

Beitragvon cethegus54 » 03.03.2006 20:32

Wenn selbst in der Führzügelklasse schon jedes Kind Sporen trägt, warum wollen wir dieses Thema dann noch diskutiren. Wer nicht reiten kann, kauft sich halt Zubehör, statt zu lernen - oder?
cethegus54
 

Beitragvon Silke » 04.03.2006 11:24

Ich denke, es ist trotzdem wichtig, das Thema zu diskutieren. Um darauf aufmerksam zu machen!! Das ist doch bei jeder Tiererziehung so. Kommt man nicht klar, werden technische Hilfsmittel gekauft.

Sporen, Gerte, Schlaufzügel beim Pferd.
Halti, Würge- und Sprühhalsbänder beim Hund.
Elektroschockgeräte bei Wildtieren.

Tolle Welt.

Da kann der Mensch doch so richtig zeigen, dass er den niederen Lebewesen überlegen ist. :roll: :roll:
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Beitragvon Sailor » 06.03.2006 13:19

Also ich denk da wie ihr, nämlich dass Sporen auf keinen Fall an unerfahrene Beine gehören. Wobei ich sogar auf 'ner Messe 'ne Gestütsbesitzerin bei der Show gesehn hab und der Junghengst an einer Seite auch blutete.... Is jetzt die Frage, ob die "Dame" unerfahren war oder schlicht weg brutal?!?!

Meine Reitlehrerin meint zu mir vor einigen Monaten ich sollt vielleicht eventuell mal Sporen benutzen, weil mein Kleiner damals auf keine einzige seitwärtstreibende Hilfe reagierte, hab ich aber gelassen, hab Respelt vor den Teilen.

Bei uns werden keinerlei Hilfsmittel eingestzt - okay, Gerte schon - sprich keine Sporen, Schlaufzügel, Martingall und was 's alles gibt und ich muss sagen, unsre Pferde laufen auch so... Sollten sich einige andre vielleicht mal 'n Beispiel dran nehmen. Und auf unsren Pferden sitzen zum größten Teil auch Anfänger und auch die kommen mit einem Hilfsmittel, nämlich der Gerte, super gut aus.

@Silke Diese Sprühhalsbänder sind meiner Meinung nach aber okay und vor allem sinnvoll, denn die sind ja dazu da, dem Hund zum Beispiel das kläffen abzugewöhnen, wenn er alleine is und wie soll man ihm was beibringen, wenn er alleine is?? Ich denk auch nich', dass die irgendwie Tierquälerei sind, denn sie stoßen ja nur einen Geruch aus, den der Hund nich' leiden kann und die Nase wird 'n bisschen nass, aber ich glaub, das können die verkraften.

Viele liebe Grüße,
Katha
Sailor
 

Beitragvon Silke » 06.03.2006 17:36

@ Katha:

In Einzelfällen und unter wirklich fachkundiger Anleitung (siehe Sporen!!) kann das sein. Aber im Moment werden die Dinger bei jeder "Tier-Nanny"-Folge als Standard eingesetzt. Das kommt dann so rüber, als wäre es völlig normal, ein Tier mit technischen Hilfsmitteln zu erziehen, statt mit Konsequenz, Geduld und Wissen. :roll:

Außerdem können diese Dinger, auch wenn sie nicht weh tun, großen Schaden anrichten, wenn sie im falschen Moment ausgelöst werden. Wenn Du z.B. einem Hund das jagen abgewöhnen willst und betätigst den Auslöser, kann er das, wenn es gut läuft, verknüpfen.

sprühen = du sollst nicht jagen

Wenn Du aber Pech hast, drückst Du zu früh oder zu spät und er sieht z.B. in dem Moment ein Kind. Er könnte verknüpfen: Kind = Gefahr

Nee, in Anfängerhänden ist das nicht korrekt und da kommt ein größerer Problemhund raus als er vorher war.

Und bei dem Einsatz von Sporen, Gerte, Schlaufzügeln etc. ist es doch letztendlich genauso.

Gruß
Silke
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Beitragvon Sailor » 06.03.2006 18:48

Okay, das stimmt schon, aber genau deshalb werden diese Dinger ja ers'mal mit diesen "Tier-Nannys" zusammen getestet. Und meistens geht's bei den Dingern auch drum, dass 'n Hund - wenn er alleine is in der Wohnung - anfängt zu bellen und zum Teil Mülleimer auseinander zu nehmen oder gegen die Wände zu pinkeln. In so Fällen find ich das wirklich sinnvoll, denn wie wills' du deinem Hund sons' beibringen, dass er das nich' darf, wenn du nich' da bis??

Und bei so was den falschen Zeitpunkt zu erwischen, is schon ziemlich schwierig. Obendrein gibt's auch selbstauslösende Sprühhalsbänder, die nur dann sprühen, wenn der Hund bellt. Da seh ich nichts gefährliches bei, denn es löst sich ja nur aus, wenn der Hund das unerwünschte Verhalten zeigt. Und ehrlich gesagt: bei den andren Dingen, die ich oben aufgezählt hab, würd mir nix andres einfallen 's dem Hund abzugewöhnen...

Viele liebe Grüße,
Katha
Sailor
 

Beitragvon bonaparte » 09.07.2006 16:55

also ich bin absoluter sporengegner.ich hab schon die dollsten sachen gesehen.
mein wallach,m-dressur,wird ohne sporen,mit doppelt gebrochenen gebiss geritten,ganz fein zu reiten.das ist aber alles ausbildungssache und da so viele möchtegernausbilder pferde ausbilden,findet man solche pferde leider so gut wie gar nicht.

pferde merken sogar fliegen auf ihrem körper,sie sind so sensibel und ausbildung sollte eigentlich nicht desensibiliesieren.grade dresur soll reiten mit feinen hilfen sein und keine gewalt und einwirkung mit mechanischen mitteln sein.sporen gehören,wenn überhaupt NUR in fachkundige hände/beine.

eine reitlehrerin,angeblich m/s dressurasubilderin lässt anfänger mit sporen reiten,da das pferd,ein haflinger,für den reiter zu klein ist und er besser zum treiben kommt.da frag ich mich doch,wie man treiben soll,also ich bin bisher davon ausgegangen,das man mit dem schenkel treibt,aber (vorsicht ironie!!!) wenn natürlich eine m7s dressurausbliderin sagt,ich solle mit dem hacken/sporen treiben,dann ist es wohl richtig.(uind sowas bildet pferde und reiter aus,na danke!!!!!!

ich sage nur:denkt alleine nach,glaubt nicht alles!!!!
bonaparte
 

Beitragvon Sailor » 09.07.2006 22:44

Nachdenken sollt man so oder so immer besser ers'mal, bevor man irgendwas tut. Vor allem dann, wenn noch 'n Dritter - in dem Fall das Pferd - da mit reingezogen wird.

Sporen muss man sich halt verdienen, das is so und ich denk, dass sie an den Füßen von Profireitern sinnvoll sind um die Hilfen zu verfeinern und auch bei Freizeitreitern is es okay - solang sie damit umgehn können und das Pferd nich' anschließend blutet. :shock:
Sailor
 

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