Ich hab mal "andere Sachen" angeklickt, weil ich auf das Gesamtpaket achte, bei Schulbetrieben bin ich wirklich sehr pingelig.
In erster Linie gehts mir um die Schulpferde.
Da ich finde, dass sie einen Knochenjob haben sollte das durch perfekte Haltung ausgeglichen werden, leider sparen die meisten Betriebe ausgerechnet an den Schulpferden.
Perfekte Haltung heißt für mich: Offenstall im Herdenverbund ist Pflicht. Grade für Schulpferde, die mit so vielen verschiedenen Menschen in Kontakt kommen ist es für die Psyche wichtig sich auch bewegen zu dürfen wenn SIE es wollen und vor allem auch intensiven Kontakt zu Artgenossen zu haben.
Kenne leider viele Schulis, die wegen jahrelanger Boxen- und Einzellhaft wortwörtlich den Verstand verloren haben und bekloppt geworden sind.
Regelmäßiger Besuch von Hufschmied oder Huforthopäde, Sattler, Osteopath (ganz wichtig) und Zahnarzt.
Hier hört es bei den meisten Reitschulen schon auf. Der Schmied kommt zwar wenn er gebraucht wird, aber ein Sattler wird meist erst dann geholt wenn das Material deutliche Schäden aufweißt, oft kriegen die Pferde ihre Sättel nicht mal richtig angepasst was grade bei Schulpferden, die diese Sättel mehrere Stunden täglich tragen ein UNDING ist. Spätestens alle zwei Jahre sollte routinemäßig überprüft werden ob die Sättel noch passen denn jeder weiß, kein Sattel muss ewig richtig sitzen, nur weil er einmal gepasst hat.
Ja, Osteopathen sieht man beinahe nie an Schulpferden. Auch wie ich finde ein Unding, denn grade Schulpferde haben weil sie ja Reitanfänger tragen viel häufiger Probleme mit Verspannungen etc. Leider verfahren viele Reitschulen nach dem Prinzip: "Solang es nicht lahmt, ist es auch gesund".
Dann natürlich die vernünftige und ausreichende Versorgung mit Futter und Wasser.
Die Ausrüstungsgegenstände müssen richtig gepflegt und nicht kaputt sein.
Der Unterricht muss Qualität haben und ich muss etwas lernen. Der Betrieb muss mir Pferde bieten auf denen ich je nach Ausbildungsstand weiter komme, heißt wenigsten ein Pferd, dass mindestens bis A-Niveau, besser aber bis L ausgebildet ist. Vom Lehrer erwarte ich wie gesagt Qualität, Fachwissen und das er sich für mich Zeit nimmt und meine Probleme und Stärken kennt, vor allem das er auch darauf achtet das ich mich dem Pferd gegenüber richtig verhalte.
Für das ganze Paket bin ich dann auch bereit zu zahlen, denn gute Pferdehaltung ist teuer, vor allem wenn sich die Pferde nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch noch den der Menschen (Reitlehrer, Stallmeister etc.) mitverdienen müssen.
Ihr seht, ich bin pingelig.
Hab auch überhaupt kein Problem im Zweifel vom Pferd abzusteigen und auch dem Reitlehrer meine Meinung zu seinem Unterricht zu sagen. Oder dem Betriebsleiter, dass seine Anlage nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes entspricht. Alles schon da gewesen, ich bin recht schmerfrei
