Der Sattel aus Sicht des Pferde-Physiotherapeuten

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Der Sattel aus Sicht des Pferde-Physiotherapeuten

Beitragvon Silke » 07.06.2007 16:51

Liebe Foris,

wir konnten die Physiotherapeutin Ariane Prehn als Autor für uns gewinnen. :)

Zuerst beschreibt sie, was einen guten Sattel aus Sicht eines Physiotherapeuten ausmacht.

Wehrt sich ein Pferd gegen das Aufsatteln oder bockt beim reiten, ist nur selten eine schlechte Erziehung der Grund. Häufig stecken Rückenschmerzen dahinter, die durch einen unpassenden Sattel verursacht werden. Oft fehlt den Besitzern oder Reitern das Geld oder das Wissen, um sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. Jedoch ist der Sattel vom „Vorgänger“ nicht die erste Wahl, denn das ist genauso, als müssten wir zu kleine Schuhe anziehen und damit joggen oder eine zu starke Brille aufsetzen. Leistung ist damit einfach nicht möglich, Schmerzen sind die Folge. Das Pferd drückt diese z.B. durch Abwehrreaktionen wie Sattelzwang, beißen, keilen, verspannt sein oder sogar bocken und steigen aus. Diese gefährlichen Situationen können vermieden werden!

Bild


Ein Sattel muss unbedingt individuell ans Pferd angepasst werden. Berücksichtigt werden dabei der Allgemein- und Fütterungszustand des Pferdes ebenso, wie die vorhandene Muskulatur, das Einsatzgebiet des Pferdes (Dressur, Springen, Freizeit, western) und natürlich die Anatomie. Hat das Pferd einen kurzen Widerrist, wie steil steht die Schulter, ist der Rücken zu lang? All diese Fragen werden von guten Sattlermeistern dem Besitzer gestellt, um den passenden Sattel zu finden.

Die Pferde-Physiotherapeutin Ariane Prehn macht deutlich, was beim Kauf eines Sattels beachtet werden sollte und welche Auswirkungen ein schlecht passender Sattel auf das Pferd und damit auch auf das Reitvergnügen hat.

Mehr Infos findet Ihr unter http://www.hallo-pferd.de/news/18824!

Viel Spaß!!

Eure Silke
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Beitragvon Silke » 07.06.2007 16:53

Ein ausführliches Autorenporträt gibt es auch.


Bitte schön! :D
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Beitragvon Silke » 10.08.2007 11:49

Hier gibt es zum Thema "Sattel" noch einen Termin:

Sattelanpassung – verständlich gemacht!
Anemone Lamparter wird in ihrem Vortrag vor allem die Kriterien für die Passgenauigkeit eines Sattels darlegen. Anhand verschiedener Sättel und an unterschiedlichen Pferden wird sie aufzeigen, wie man auch als Laie den korrekten Sitz des Sattels erkennen und beurteilen kann. Darüber hinaus werden die (vor allem gesundheitlichen) Konsequenzen eines mangelhaft passenden Sattels für das Pferd dargestellt. Ergänzend und abgrenzend wird Frau Lamparter die verschiedenen Baumarten vor- und deren Vorund Nachteile gegenüberstellen. Abgerundet wird der Vortrag durch die Demonstration einer Sattelanpassung an einem Pferd: Die Beurteilung der Passgenauigkeit des Sattels wird anhand von Bewegungsstudien unter dem Reiter, aber auch im Stand erfolgen. Das Ergebnis der Sattelanpassung ist die Erhaltung der Gehfreude, der Leistungsbereitschaft und der „Persönlichkeit“ des Pferdes.

Zum Ablauf der Veranstaltung:
Die Veranstaltung wird auf dem überdachten Reitplatz des Fahrstalls Jacobsen stattfinden. Der Vortrag gliedert sich in zwei Teile. Begonnen wird mit dem theoretischen Teil. Im zweiten Teil erfolgt eine Demonstration an verschiedenen Pferden.

Zur Person:
Anemone Lamparter hat nach ihrer Ausbildung und ihrem erfolgreichen Abschluss als Landes- und Kammersiegerin in Hessen als Reitsportsattlerin ein Jahr in einem Reitsportfachgeschäft im Bereich Service und Verkauf gearbeitet. Anschliessend konnte sie bei Master Saddler Peter Horobin in Mornington/Australien ihre Kenntnisse im Sattelbau und Sattelanpassungen erweitern und vertiefen. Nach einem dreijährigen Sportstudium in Stuttgart hat sie sich in 2004 selbständig gemacht und betreibt nun eine Sattelklinik mit dem Fokus auf Sattelanpassungen und Korrekturen beim Pferd.

Termin:
Do., 13. September 2007 19:00 – 21:00 h
Veranstaltungsort: Fahrstall Jacobsen, Römerstr. 2, 78250 Blumenfeld bei Tengen
Teilnahmegebühren: Vorverkauf: 10,00 Euro, Abendkasse: 15,00 Euro
Anmeldeschluss (Vorverkauf): Montag, 10. September 2007

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, berücksichtigen wir die An-meldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs. Für eine Bewirtung vor Ort ist gesorgt.

Kontakt:

Anke Klabunde • Hauffstr. 36 • 71093 Weil im Schönbuch
Tel.: 07031/46 64 81 • mobil: 0177 268 39 51
info@seminarreiter.dehttp://www.seminarreiter.de
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Beitragvon Mini-Mary » 11.08.2007 09:32

Hallo!

Ich möchte hier mal etwas zum Anpassen es Sattel dazuschreiben, denn wir haben da auch viele Erfahrungen in dieser Richtung gemacht.

Bis auf Alexa (die hat irgendwie einen Universalrücken :wink: ) haben wir für jedes unserer Pferde (und früher auch Reitponys) die Sattel von einem Sattler anpassen lassen. Das heißt nicht, dass wir einen Sattel komplett haben anfertigen lassen, sondern wir haben schon gut passende Sattel besorgt und dann nachschauen lassen, ob und was daran eventuell noch verändert werden könnte. Meistens waren es Kleinigkeiten, Pauschen mehr auspolstern, Kopfeisen verändern o.Ä. Es war nie sonderlich teuer, meistens nicht mehr als 30 - 50 €, aber eine Investition, die sich immer gelohnt hat.
Niemals Rückenprobleme bei den Pferden, immer im richtigen Schwerpunkt zu reiten und ein Wohlbefinden sowohl beim Pferd als auch beim Reiter sprechen da für sich.
Also ich würde nie einfach einen vorraussichtlich gut passenden Sattel kaufen und damit reiten, ohne einen Fachmann nachschauen zu lassen.
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Beitragvon Silke » 12.08.2007 17:58

Danke, Marion, Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. :)

Und selbst die Erkenntnis, ob ein Sattel gut passt, ist auch von einem Laien schwer zu bekommen. Erfahrung hin oder her. Ob ein Sattel wirklich passt, kann nur ein Fachmann gut beurteilen.
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Beitragvon Silke » 20.10.2007 18:09

Am Donnerstag, den 27. September 2007 stellte Beatrix Schulte Wien auf der Reitanlage „Buocher Höhe“ in Remshalden im Rahmen eines interessanten Vortrags zum Thema „Der Sattel – Bindeglied zwischen Pferd und Reiter“ die Kriterien für einen passenden Sattel aus osteotherapeutischer Sicht vor.

Beatrix Schulte Wien ist Krankengymnastin, Sportphysio-, Manual-, Human- und DIPO Pferdeosteotherapeutin, aktive Dressurreiterin und Amateurreitlehrerin (FN). Seit 1975 ist sie als Krankengymnastin in eigener Praxis tätig, seit 1995 ausschliesslich als Osteotherapeutin. Sie gründete 1997 das Deutsche Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) in Dülmen/Westfalen mit angegliedertem Dressurstall. Sie hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht und Vorträge zum Thema "Pferdeosteopathie" gehalten. Sie ist Verfasserin des ersten Buches über Pferdeosteopathie.

Schwerpunkt der praktischen Tätigkeit ist die Behandlung von Pferden und Reitern. Was die alten Meister über den Sitz des Sattels gewusst haben, gilt auch heute noch: Schon der Musketier am französischen Königshof, Du Paty de Clam, schrieb vor über 200 Jahren, dass der Sattel dazu beitragen muss, die Schwerkraft des Reiters mit der des Pferdes in Übereinstimmung zu bringen. Er studierte dazu an Menschen- und Pferdeskeletten und setzte sich mit den Gesetzen der Mechanik und Physik auseinander. Für seine herausragenden Arbeiten wurde er in die Akademie der Wissenschaften und der schönen Künste in Bordeaux berufen. Auch die alten, deutschen Militärsättel basieren auf diesen Grundlagen. Ihre Oberlinie und Reitersitzpunkte entsprechen der Form des Pferderückens.

Leider haben sich in den vergangenen Jahrzehnten Verschiebungen in der Sattelkonstruktion zum Nachteil des Pferdes ergeben. Für die Beurteilung einer korrekten Sattellage ist das Verständnis von der Statik von Pferd und Reiter zwingend erforderlich. Nur wenn die Massenschwerpunkte dieser beiden Parteien in Übereinstimmung liegen, ist eine zwingende Voraussetzung für einen passenden Sattel erfüllt.

Der Sattel bestimmt, wie und wo der Reiter getragen wird und mit welcher mechanischen Intensität dessen Aktionen und Reaktionen auf das Pferd übertragen werden.“
(Peter Menet)


Ausgehend von den anatomischen Gegebenheiten, wie dem Skelett, aber auch anhand des Nervensystems, der Blutbahnen und der Muskulatur des Pferdes zeigt Beatrix Schulte Wien, warum es nur eine Passform für einen Sattel geben kann – nämlich die des zum Pferdrücken passenden Sattelbaums. Die Form des Sattelbaums muss der Oberlinie des Pferdes entsprechen, damit die Konturen der Sattelkissen präzise der Form des Pferderückens folgen können. Die Wahl des Sattelbaumtyps hängt allein vom jeweiligen Pferd ab. Nicht passende Sattelbäume können NICHT durch eine entsprechende Polsterung korrigiert werden!

Bild
Foto: Beatrix Schulte Wien

Auch die Weite des Sattelkanals ist von Bedeutung: Der Minimalabstand zwischen den beiden Sattelkissen muss auf der kompletten Sattellänge mindestens 7-8 cm betragen. Die Ortsspitzen des Sattelbaums dürfen nie nach vorne gerichtet sein, sondern müssen vertikal Richtung Boden zeigen. Andernfalls wird die Bewegung der Schulter erheblich eingeschränkt. Die Sattelkissen müssen von homogener, weicher Beschaffenheit sein, damit sie sich horizontal und lateral perfekt dem Pferderücken anpassen können. Nähte, Kanten und scharfe Abschlüsse dürfen das Pferd nicht berühren.

Das Kopfeisen muss so geformt sein, dass es sowohl im oberen Widerristbereich als auch bei den Ortsspitzen hinter dem Schulterbereich genügend Bewegungsfreiheit bietet. Auch die Gurtlage ist von immenser Bedeutung für die korrekte Lage des Sattels: Der Ansatzpunkt der Gurtstrupfen am Sattel sollte der Schwerkraftlinie des Reiters entsprechen. Eine Begurtung, die zu weit vorne ansetzt, drückt den Sattel im Zweifel auf die Schulter bzw. lässt eine entsprechend erforderliche Schulterfreiheit gar nicht erst zu.

Ein zu weit hinten angesetzter Gurt bewirkt einen starken Druck der Sattelkisten in die Sattellage – die Kissen können sich förmlich in die Muskulatur bohren, der Muskel wird in seiner Arbeit eingeschränkt und kann dadurch nicht aufgebaut werden.

Die Vorhandlastigekeit des Pferdes
Die Vorhandlastigkeit des Pferdes dokumentiert sich durch das Reiten ohne Sattel – der Reiter wird deutlich nach vorne Richtung Widerrist gesetzt Daraus ergibt sich, dass der Reiter auf der Fläche direkt hinter dem Schulterblatt, die sog. Sattellage, am besten für das Pferd zu ertragen ist Die Vorhandlastigkeit und deren Folgen für das Pferd sind inzwischen auch durch Studien belegt worden: Es wurde festgestellt, dass Pferde in freier Wildbahn deutlich häufiger an Arthrosen der Vorhand leiden, als domestizierte Pferde. Dies belegt, dass die Arbeit mit dem Pferd immer die Aufrichtung aus der Hinterhand zum Ziel haben sollte.

Der weggedrückte Rücken – Ursachen und Folgen
Um das Hinterbein zum Durchschwingen unter den Schwerpunkt zu veranlassen, ist ein passender Sattel, aber auch ein korrekter Reitersitz von unabdingbarer Bedeutung. Ein Rücken, der sich nicht aufwölbt, kann keinen Spielraum für das Durchschwingen des Hinterbeins gewähren. Die Folge eines weggedrückten Rückens sind Erkrankungen vielfältigster Art: Neben den inzwischen sehr bekannten und häufig auftretenden Kissing Spines sind auch überdehnte Bänder am Knie, Veränderungen am Sprunggelenk (Spat), Sehnenprobleme und Veränderungen an den Hufgelenken eine Konsequenz aus dem unzureichenden Training.

Der weggedrückte Rücken eines Pferdes ist deshalb so nachteilig, weil dadurch Auswirkungen auf die Anatomie und Haltung des Pferdes zu beobachten sind: Die Dornfortsätze können sich nicht aufstellen, sondern werden im Gegenteil stark gegeneinander geschoben. Das Hinterbein ist nicht in der Lage, nach vorne zu schwingen, sondern zeigt im Gegenteil eine Tendenz nach hinten. Der erste Halswirbel kann nicht mehr der höchste Punkt des Genicks sein, da der durchgedrückte Rücken ein Aufwölben des Halses verhindert („Flitzebogen-ähnliche Wirbelsäule“).

Bild
Foto: Beatrix Schulte Wien


Aber nicht nur ein fehlerhafter Reitstil kann (alleiniger) Auslöser für die Rückenproblematik eines Pferdes sein. Ein falsch konstruierter, nicht nach dem Parameter der Gravitation konstruierter Sattel verursacht in der Mehrzahl der Fälle die meisten Sitzfehler in der Beckenpositionierung. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Händigkeit und Schiefe des Pferdes: Die Erfahrung zeigt, dass die Händigkeit von Pferden häufig durch die Händigkeit des Reiters verursacht wird. Die linke Spina eines typischen Rechtshänders liegt durchschnittlich 1-2 cm höher als die rechte Spina. Als Kompensation knickt der Reiter in der linken Hüfte unter gleichzeitiger Rotation des Beckens nach hinten. Die Folge: Der Sattel wird gegen die linke Seite der Wirbelsäule in Richtung rechtes Hinterbein gedrückt. Das Pferd wird auf diese Weise gezwungen, auf die rechte Schulter zu fallen und das linke Hinterbein zur Kompensation nach links zu bewegen.

Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis: Nicht nur der Sattel allein kann für die Gehfreude eines Pferdes von immensen Einfluss sein, das Zusammenspiel von Sattel und Bewegungsgefühl des Reiters sind die massgeblichen Faktoren hierfür!

Ein weiterer, interessanter Aspekt, den es bei der Beurteilung eines Sattels zu beachten gilt, ist die Materialauswahl des Sattelbaumes: Bei einem Springsattel wird ein Kunststoffbaum nicht empfohlen, da dieser beim Absprung aber vor allem bei der Landung des Pferdes nachwippt.

Darüber hinaus geht Beatrix Schulte Wien in ihrem Vortrag auch auf unterschiedliche Füllmaterialien ein: Flexibles Füllmaterial wird aufgrund seiner Eigenschwingung als nachteilig eingeschätzt, da die Hilfengebung weniger präzise an das Pferd kommuniziert werden kann.

Der Vortrag „Der Sattel – Bindeglied zwischen Pferd und Reiter“ von Beatrix Schulte Wien wird am Donnerstag, den 22. November 2007 auf der Reitanlage des Ausbildungsstall Grafenberg bei Metzingen wiederholt.

Mehr Infos:

Kontakt: Anke Klabunde • Hauffstr. 36 • 71093 Weil im Schönbuch
Tel.: 07031/46 64 81 • mobil: 0177 268 39 51
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Beitragvon Cowgirl1975 » 20.10.2007 21:42

Genauso wie Marion haben wir das auch gemacht. Nur das wir die Sättel von meinem Pferd auf die neue Stute haben anpassen lassen. War schon ein bisschen mehr dran zu machen, hat sich aber auch gelohnt. Ich hab mal welche gesehen, die haben sich bei einem Pferdeversandhaus einen günstigen Sattel besorgt (für 165 EUR ist das ein Witz) und waren der Meinung, er passt ihrem Pferd. Nur blöd: wenn man neben dem Pferd stand, konnte man von seitlich hinten durchgucken bis über der Widerrist (die Sattelkissen lagen in einem Bereich gar nicht auf dem Pferd). :?
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Beitragvon Silke » 22.10.2007 07:02

Wen interessiert schon, ob der Sattel dem Pferd paßt, Hauptsache, der Reiter sitzt bequem. 8)
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Beitragvon Cowgirl1975 » 22.10.2007 20:24

Was? Silke, du machst dich grad sehr unbeliebt :wink:
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Beitragvon Hannoveraner » 22.10.2007 20:34

*lol* ich glaube das meinte sie jetzt nicht so, aber ich kann mir shcon vorstellen das manche das echt machen =/
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Beitragvon Silke » 23.10.2007 07:46

Neeeeeeee.....Hilfe!!! :shock: Natürlich meinte ich das nicht so. Ist meine Art von Sarkasmus, mit diesen Themen umzugehen.

Das machen mit Sicherheit Leute so! In dem Betrieb, in dem ich vor 15 Jahren das reiten gelernt hab (hoffentlich haben die ihre Haltungsbedingungen inzwischen verbessert! :evil: ), gab es einen Sattel für mehrere Pferde. Oder wenn ein Schulpferd weg war, bekam eben das nächste Schulpferd den Sattel.

Ebenso auf einem anderen Hof, wo ich geritten bin. Ein Westernsattel, mehrere Pferde.

Ich weiß, dass Sättel teuer sind. Aber was nützt mir der Sattel, wenn ich nicht reiten kann, weil sich das Pferd vor lauter Schmerzen widersetzt? Da wird lieber Geld für den korrekten Stammbaum ausgegeben als für einen passenden Sattel. :evil:
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Beitragvon Silke » 12.08.2008 14:28

Gründung der „Arbeitsgemeinschaft (AG) Sattel & Geschirr“ erfolgreich vollzogen

[Böblingen/30. Juli 2008] Nun ist sie vollzogen – die erfolgreiche Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Sattel & Geschirr“! Am 25. Juli 2008 trafen sich die neun Gründungsmitglieder, um die Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Sattel & Geschirr“ im Rahmen der eurocheval 2008 offiziell zu vollziehen.

Ursprünglich sollte die neu gegründete Initiative unter der Bezeichnung „Arbeitsgemeinschaft (AG) Sattel“ firmieren. Anlässlich der eigentlichen Gründung wurde diese Bezeichnung um den Zusatz „Geschirr“ erweitert. „Wir möchten mit diesem Namenszusatz auch den Fahrsport gezielt ansprechen. Grundsätzlich wird sich die AG Sattel & Geschirr auf die Passgenauigkeit der direkt mit dem Pferd in Kontakt stehenden Ausrüstung fokussieren. Den grössten Anteil werden aber sicherlich das Equipment aus dem Reit- und Fahrsport ausmachen. Aus diesem Grunde haben wir uns für diese Namenserweiterung entschieden“, so Beatrix Schulte Wien, Initiatorin dieser Arbeitsgemeinschaft und Leiterin des Deutschen Instituts für Pferdeosteopathie (DIPO) in Dülmen.

Zur ersten Vorsitzenden wurde Anke Klabunde aus Weil im Schönbuch gewählt, die gleichzeitig auch das Amt der Geschäftsführerin innehaben wird. Für die Wahl zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden hatte sich Beatrix Schulte Wien bereit erklärt. Dr. med. vet. Peter Cronau hat nun für die nächsten zwei Jahre die Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden übernommen.

Oberstes Ziel der AG Sattel & Geschirr ist die Etablierung eines allgemein anerkannten, unabhängigen und nachhaltigen Standards in Form eines Zertifikats, welches das einzelne Mitglied nach dem Ablegen einer entsprechenden Prüfung als einen nach den neuesten Erkenntnissen u.a. in der Anatomie und Biomechanik von Pferd und Reiter geschulten Experten auszeichnet.

Als ein weiteres wichtiges Ziel wurde die Initiierung und Förderung von Forschungsprojekten rund um das Thema Ausrüstung am Pferd definiert. „Nur wenn ausreichende und wissenschaftlich fundierte Erhebungen über die Passgenauigkeit der Ausrüstung am Pferd zur Verfügung stehen, können wir die Erfordernisse für die Praxis ableiten und somit optimale Bedingungen schaffen“, so Dr. med. vet. Katja von Peinen, Mitglied des Beirates der Arbeitsgemeinschaft Sattel & Geschirr und Tierärztin am Sportmedizinischen Leistungszentrum für Pferde im Tierspital Zürich.

„Es ist leider noch keine Selbstverständlichkeit, dass die Pferdebesitzer die Notwendigkeit einer regelmässigen Überprüfung ihrer im direkten Kontakt mit dem Pferd stehenden Ausrüstung erkennen und diese dann auch vornehmen lassen. Wir möchten die Pferdebesitzer sensibilisieren für diese Problematik und ihnen das nötige Handwerkszeug dafür an die Hand geben“, ergänzt Dr. med. vet. Peter Cronau, ehemaliger Präsident der FEI Tierärzte.

Die AG Sattel & Geschirr wird deshalb verschiedene Lehr- und Weiterbildungsmassnahmen im Rahmen von Einzelseminaren, Zertifikatslehrgängen und Vorträgen anbieten. Vor allem sollen Grundkenntnisse in der Anatomie eines Pferdes, der Biomechanik von Pferd und Reiter sowie die Anforderungen an einen modernen Sattel vermittelt werden.

Die Resonanz auf die Gründung der AG Sattel & Geschirr war bereits im Vorfeld sehr gross, hat aber die Erwartungen vor Ort bei weitem übertroffen: Zur begleitenden Pressekonferenz anlässlich der eurocheval 2008 erschienen ca. 50 Medienvertreter, Reitsportfachgeschäfte, Sattler und Therapeuten aus den verschiedensten Bereichen. Sie alle waren interessiert daran, Details über die Ergebnisse der Vorstandswahlen, über die in der Satzung festgelegten Ziele und die für die nahe Zukunft geplanten Aktivitäten zu erfahren.

„In einem ersten Schritt ist vor allem eine starke Präsenz in der Öffentlichkeit zwingend erforderlich, um die AG Sattel & Geschirr bekannt zu machen“, so Anke Klabunde. „Deshalb werden wir in den Medien, aber auch auf Messen und im Rahmen von Vorträgen und Seminaren vertreten sein.“ Parallel dazu wird die Definition der Schulungs- und Prüfungsinhalte einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit darstellen.“

Die Gründungsmitglieder sind:

Cronau, Peter, Dr. med. vet., ehem. Präsident der FEI Tierärzte und Mannschaftstierarzt der amerikanischen Dressurequipe, 2. stellv. Vorsitzender der AG Sattel & Geschirr Bochum

Hamsen, Irina, Westfalenmeisterin im Voltigieren 2006 und DIPO Pferde - Osteotherapeutin, Coesfeld - Lette

Hartbecke, Kirstin, Humanmedizinerin, Dorsten - Lembeck

Klabunde, Anke, Diplom-Kauffrau, 1. Vorsitzende & Geschäftsführung der AG Sattel & Geschirr Weil im Schönbuch

Lamparter, Anemone, Sportwissenschaftlerin und Reitsportsattlerin, Mitglied im Beirat der AG Sattel & Geschirr Münsingen

Schulte Wien, Beatrix, Gründerin und Leiterin des Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO), 1. stellv. Vorsitzende der AG Sattel & Geschirr Dülmen

Teslau, Claus, Tierheilpraktiker und Pferdephysiotherapeut, Rheine

von Peinen, Katja, Dr. med. vet., Tierärztin am Sportmedizinischen Leistungszentrum für Pferde im Tierspital Zürich, Mitglied im Beirat der AG Sattel & Geschirr Schweiz

Wissdorf, Horst, Prof. Dr. med. vet., i.R., Veterinärembryologe, -histologe und -anatom an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Burgdorf

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Arbeitsgemeinschaft (AG) Sattel & Geschirr
c/o Anke Klabunde
Hauffstr. 36
71093 Weil im Schönbuch
Tel.: 07031/46 64 81
Fax: 0721/151 26 81 42
Mobil: 0177 268 39 51
eMail: Anke.Klabunde@t-online.de
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Beitragvon Veronika » 12.08.2008 23:56

Nun ja, soviel hängt von diesen Richtlinien ab, manches davon haben viele von uns Pferdeliebhabern und Reitern auch schon mitbekommen. Aber was machen die meisten Leutchen? Genau dasselbe, so wie ich, man sieht sich Sättel im Laden an, paßt auf ob die Form des Sattel auf einen breiten Rücken - schmalen Rücken - hohen Wiederrist, usw. passt. Dann, wenn man denkt, dass alles wunderbar ist, und Einem der Sattel gefällt, kauft man ihn. Oft kann man leider auch nicht die Pferde die langen Entfernungen zur Stadt bringen ( wie hier bei uns in Australien, oder es ist zu unbequem), wo es Sattelläden gibt, welche sich anbieten, den Sattel dem Pferd anzupassen. In allen diesen Fällen ist aber so ein Lehrgang - Kurs Goldes wert, man lernt dadurch selbst ein Auge zu entwickeln, und auch die verschiedenen Kriterien mehr zu beachten. Übrigens, ein guter Artikel!! 8)
Veronika
 


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