Pferde-Osteopathie

Was gibt es Neues im Forum und auf www.hallo-pferd.de?

Pferde-Osteopathie

Beitragvon Silke » 28.10.2006 12:31

Liebe Foris!

Ein neues Thema ist eröffnet auf hallo-pferd.de. Diesmal wird die Osteopathie vorgestellt, eine Therapieform, die sehr gut bei Pferden angewendet werden kann. Autorin ist Stefanie Benning, die sowohl als Human- als auch als Pferdephysiotherapeutin und Osteopathin arbeitet, also über viel Erfahrung verfügt.

Den Link zum sehr interessanten Artikel findet Ihr hIeR!.

Viel Spaß und hoffentlich Erkenntnis wünscht
Silke
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Beitragvon Sailor » 08.11.2006 20:59

Osteopathie kann ich nur empfehlen. Meiner hat ers' aufgehört zu lahmen nachdem 'ne Osteopathin da war. Er hatt' 'n Tritt abgekriegt gehabt vor die Brust oder Schulter, so dass sich die Schulter verschoben hatt' und wieder freigerappelt werden musst. Is schon 'n bisschen was her und mein Kleiner läuft wieder total klar. Wie gesagt: ich kann's nur empfehlen.
Sailor
 

Beitragvon Silke » 07.06.2007 16:25

Ein interessantes Angebot unterbreitet ein Hof in Spanien:

Hacienda El Boyal bietet seinen Gästen ein ganz besonderes Sommer-Seminar! Nur wer entspannt, leicht und schwungvoll sitzt, kann von seinem Pferd Losgelassenheit, Schwung und Ausdruck erwarten. Oftmals übertragen sich Rücken- oder Haltungsprobleme des Reiters auf das Pferd - und genau hier ist der Ansatzpunkt für diesen Kurs!

Blockadenlösung, funktionelles Muskel- und Sitztraining sind das Spezialgebiet von Sabine Wiemeyer, staatl. geprüfter Physiotherapeutin und Osteopathin (Mitglied des VOD- Verband der Osteopathen Deutschland e.V.). Die Behandlung des „ganzen“ Menschen statt nur einzelner Krankheitsbilder oder Symptome stehen bei ihren Seminaren im Vordergrund.

Beim gemeinsamen Abendessen lernen sich Kursteilnehmer und Trainer kennen. Am nächsten Tag dient eine Einzel-Reitstunde mit dem Reitlehrer und der Osteopathin jedem Teilnehmer zur Analyse und Erkennung eventueller körperlicher Fehlfunktionen. In den nachfolgenden Tagen wird durch osteopathische Einzelbehandlungen, funktionelles Muskeltraining und Wassergymnastik in der Gruppe sowie Sitz-Gymnastik während des Reitens gemeinsam an der Problembehebung gearbeitet.

Für Nichtreiter bietet Frau Wiemeyer ein Alternativprogramm an.

Weitere Infos:

Hacienda El Boyal – Landhotel & Reitzentrum: http://www.haciendaelboyal.com
Sabine Wiemeyer: http://www.wiemeyer-physio.de
Verband der Osteopathen Deutschland e.V.: http://osteopathie.de/home.html

Der Kurspreis von 815,-- Euro (+ 7 % MwSt.) pro Person beinhaltet:

· 7 Übernachtungen in luxuriösen Suiten im Doppelschlafzimmer, Salon, Bad und eigener Terrasse; alle Suiten sind mit Klimaanlage (warm/kalt), TV, kostenlosem Zugang zum Internet und Minibar ausgestattet, Frühstück inklusive

· 1 Einzelreitstunde zur Analyse und Erkennung eventueller Blockaden und Verspannungen

· 1 Longenstunde sowie 1 Reitstunde mit speziellem Bewegungstraining

· 2 osteopathische Behandlungen durch Frau Wiemeyer

· 4 Stunden funktionelles Muskeltraining/ Wassergymnastik

· Besuch der Show der Real Escuela del Arte Ecuestre

Aufpreise: - Poolblick 70,- € - Einzelbelegung 210,- € - Einzelbelegung Poolblick 280,- €
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Beitragvon Sailor » 10.06.2007 11:48

Hört sich ja nich' schlecht an, aber die Preise find ich irgendwie arg gepfeffert... :?
Sailor
 

Beitragvon Silke » 11.06.2007 15:36

Also, ich find, es geht... für ein Seminar und dann noch 1 Woche im Hotel... das Einzelzimmer find ich allerdings auch etwas gewagt, das kann einem ja sonst den ganzen Urlaub verderben. 8)
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Beitragvon Silke » 07.08.2007 12:48

Und hier ist noch ein Buchtipp zum Thema Pferde-Osteopathie:

Osteopathie - Bewegungsblockaden vorbeugen, erkennen und beheben
von Beatrix Schulte Wien

Bild

144 Seiten mit 68 Abbildungen
gebunden
Format 210 x 145 mm
€ 14,95 / sFr 26,90 / €(A) 15,90
Best.Nr. 41306
ISBN 978-3-275-01306-7
Verlag Müller Rüschlikon

Hier könnt Ihr das Buch direkt bei amazon.de bestellen!


hallo-pferd.de-Redaktionsmeinung:
Ein sehr anschauliches Buch, welches die Anatomie und die Bedeutung der Osteopathie im Pferde-Bereich aufzeigt. Mit einfachen Übungen und darstellenden Bildern! Man darf jedoch auf keinen Fall vergessen, dass Bewegungsblockaden immer in fachmännische Hände gehören! "Ein bißchen selbst rumbiegen" kann großen Schaden anrichten!!
Zuletzt geändert von Silke am 11.10.2007 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Silke » 30.09.2007 15:16

Hier ist auch noch die Rezension von Ariane Prehn, unserer Pferde-Physiotherapeutin:

In ihrem Buch „Osteopathie“ beschreibt Beatrix Schulte Wien die Möglichkeiten dieser Behandlungsweise am Pferd. Wie ein guter Osteo-Therapeut arbeitet, wie der Verlauf seiner Behandlung ist und viele Anwendungsbereiche, in denen es sinnvoll ist, einen Therapeuten zu kontaktieren.

Der Hauptbereich liegt in der Transparenz der Behandlung, der Vorgehensweise in der Osteopathie, der Zusammenarbeit mit andern verschiedenen Pferdespezialisten(Zahnärzten, Schmieden, Tierärzten…)und dem Aufzeigen von Unregelmäßigkeiten.

Über die leider noch bestehenden Sattel- und Beschlagsprobleme in Deutschland aber auch die Reiter-Rückenschule im Alltag und im Stall erfährt der Leser viel Wissenswertes und kann seinen Sattel und seinen eigenen Rücken überprüfen und wenn nötig etwas gegen die gefundenen Unregelmäßigkeiten unternehmen.

Dieses Buch ist für Personen geeignet, die einen Besuch eines Osteo-Therapeuten in Betracht ziehen, sich allerdings bereits vorher ein Bild verschaffen wollen, was Osteopathie kann und was nicht, ohne dabei einen solchen ersetzen zu wollen oder gar selbst zu experimentieren.
An sich ein interessantes und auch gut geschriebenes Buch, allerdings auch mit vielen Do-it-Yourself-Übungen, die zum Nachmachen einladen, auffordern und bei falscher Dosierung doch zum Besuch bei einem richtigen Therapeuten führen.
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Beitragvon Silke » 22.11.2007 06:05

Hier gibt es noch einen Seminarbericht:

Osteopathische Läsionen - Einfluss auf Bewegungsablauf und Gesundheit des Pferdes

Am 17. Oktober 2007 wurden die Teilnehmer des Vortrags zum Thema „Osteopathische Läsionen – Einfluss auf Bewegungsablauf und Gesundheit des Pferdes am Beispiel der Vorhand“ umfassend über die Entstehung von Blockaden, die „Problemzone Vorhand“ und über die Biomechanik bzw. Anatomie beim Pferd aufgeklärt. Dieser Vortrag war Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Thementag!“, die regelmässig jeden dritten Mittwoch im Monat auf der Reitanlage Buocher Höhe in Remshalden bei Stuttgart stattfindet.

Michaela Wieland ist Physio- und Manualtherapeutin in der Humanmedizin. 2005 beendete sie eine zweijährige Weiterbildung am Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) zur Pferdeosteo- und –physiotherapeutin FN. Seit zwei Jahren hat sie sich ausschliesslich auf die Behandlung von Pferden spezialisiert. Michaela Wieland ist aktive Reiterin mit dem Schwerpunkt Dressur. Verspannungen und Verkürzungen der Muskulatur sowie Gelenkblockaden können Folgen für den Bewegungsablauf und die Gesundheit des Pferdes haben. Michaela Wieland erklärte in ihrem Vortrag am Beispiel der Vorhand, welche Läsionen häufig vorkommen, wie sie entstehen und welche Auswirkungen sie auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des betroffenen Pferdes haben.

Läsionen gehen immer mit Bewegungsverlusten einher. Läsionen aufgrund von Muskelverspannungen, -verkürzungen und Gelenkblockaden sind – da bspw. auf Röntgenbildern nicht erkennbar – nur durch andere diagnostische Massnahmen zu lokalisieren – bspw. der Therapeutenhand in der Osteopathie.

Blockaden können entstehen durch die Erhöhung des Tonus’ zum Schutz der verletzten Gliedmasse, durch Stress aufgrund vermehrter Hormonausschüttung und/oder Muskelverkrampfung oder auch durch mechanische Einwirkung, wie bspw. Festliegen, Sturz oder die falsche Anwendung von Hilfszügeln.

Ein schmerzhafter Kreislauf
Verspannungen führen im Regelfall zu (erhöhten) Schmerzen, welche nachvollziehbar das Wohlbefinden des Pferdes schmälern und damit die Leistungsbereitschaft reduzieren. In der Folge kann die Durchlässigkeit des Pferdes abnehmen und – durch die Muskelanspannung – ein Sauerstoffmangel auftreten. Eine Fehlbelastung der betroffenen oder auch benachbarten Gelenke als Ausweichreaktion auf die Verspannung sind ebenfalls zu beobachten. In schwerwiegenden Fällen ist neben dem Bewegungsverlust eine Einschränkung der Organfunktionen durch die Beeinträchtigung der Nervenbahnen durchaus keine Seltenheit.

Eine Korrektur dieser Blockaden im Rahmen der Osteopathie kann durch sanfte Mobilisation und/oder Manipulation erfolgen, aber auch durch Muskeldehnung.

Besondere Problemzonen der Vorhand
Das Hinterhaupt des Pferdes stellt eine sehr sensible Körperregion dar. Verletzungen dieser Problemzone können bspw. durch ein Aufhängen im Halfter, ein zu enges Halfter oder Genickstück oder ein zu enges Stirnband der Trense verursacht werden. Aber auch das Anschlagen des Kopfes, Störungen im Kiefer oder die Führung der Longe über das Genick des Pferdes können ursächlich für eine Läsion am Hinterhaupt sein.

Mögliche Folgen können sein: Das Pferd geht schlecht „durch’s Genick“, die Rückenlinie ist verspannt, es lässt sich nur (noch) schwer trensen und reagiert auf taktile Reize im Genick sensibel. Auch hier sind bereits Störungen im Organbereich denkbar – die sich bspw. durch unvorhergesehene Reaktionen des Pferdes äussern -, da Nerven vom Genick in verschiedene Bereiche des Pferderumpfes führen.

Eine falsche Beizäumung, aber auch eine falsche Aufrichtung oder das Reiten hinter der Senkrechten können die obere Halswirbelsäule beeinflussen. Dies kann sich u.a. äussern durch schwankende Bewegungen oder Kopfschlagen (gestörte Kiefermechanik). Evtl. ist auch das Biegen und Stellen des Pferdes nach rechts oder links nur eingeschränkt oder schlecht möglich.

Die untere Halswirbelsäule kann durch eine schlechte Hufstellung oder ein Reiten auf der Vorhand negativ beeinflusst werden. Die Folgen sind mögliche Verspannungen der Unterhalsmuskulatur (im Brustbereich). Dies kann aber auch durch den falschen Einsatz von Hilfszügeln und ein „zu eng machen“ im Hals, der sog. „Rollkur“ verursacht werden.

Wird bei einem Pferd Kurzatmigkeit, ein Leistungsabfall in der Ausdauerbelastung oder auch Rückenverspannungen festgestellt, ist auch eine Verletzung der fünften bis siebten Halswirbel denkbar. Als Folge sind bspw. Taubheit im Vorderbein, ein „Hängebein“ über dem Sprung oder auch Taktunreinheiten zu beobachten.

Bei einem empfindlichen Widerrist ist vor allem der Sattel auf Passgenauigkeit zu überprüfen. Aber auch ein Longiergurt kann Druckstellen und Verspannungen am Widerrist verursachen. Sog. „aufgekröpfte“ Pferde zeigen ebenfalls häufig Verspannungen im Widerristbereich. Früher häufig in den Pferdeställen zu sehen, heute glücklicherweise nur noch selten, sind die hoch an der Wand montierten Heuraufen. Auch diese Art der Futteraufnahme kann zu Schmerzen im Widerristbereich führen. Die Folge dieser Verletzungsart: Ein Aufwölben des Rückens ist schlicht nicht möglich, das Pferd kann aufgrund der Schmerzhaftigkeit nicht über den Rücken gehen.

Diese und weitere Themen waren Inhalt des Vortrags von Michaela Wieland. Der Vortrag wird voraussichtlich im nächsten Jahr auf der Reitanlage des Ausbildungsstall Grafenberg wiederholt.

Kontakt:
Anke Klabunde • Hauffstr. 36 • 71093 Weil im Schönbuch
Tel.: 07031/46 64 81 • mobil: 0177 268 39 51
Ausschreibung: info@seminarreiter.dehttp://www.seminarreiter.de
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