Das Bronzebrevet
Wenn du an Turnieren starten möchtest, brauchst du das Brevet in Bronze. In den meisten Schweizer Reitschulen werden ein bis zwei Brevetkurse pro Jahr angeboten. Der Kurs inklusive Brevetbuch und Prüfung kostet je nach Stall zwischen Fr. 260.– und Fr. 700.–.
Voraussetzung ist, dass du schon alleine reiten und kleine Hindernisse überwinden kannst. Der Kurs besteht aus Lektionen in Theorie und Praxis. In der Theorie lernst du das Wichtigste über die Geschichte und Ethik; Haltung, Fütterung und Umgang; Gesundheit und Beurteilung; Unfallverhütung und Erste Hilfe; Gesetze, Tierschutz und Versicherung; Organisation des Pferdesports in der CH und Weiterbildung sowie Reitlehre. Ausserdem wird geübt, wie man ein Pferd richtig putzt, sattelt, zäumt, führt, an der Hand vortrabt, bandagiert usw.
An der Prüfung reiten die Prüflinge erst in der Abteilung Hufschlagfiguren, wobei jeder einmal an der Spitze reitet. Hier wird geschaut, ob du dein Pferd unter Kontrolle hast, ob du die Bahnfiguren einigermassen beherrschst und wie dein Sitz und deine Hilfengebung sind. Jeder Reiter muss einzeln auf der Mittellinie anhalten und korrekt auf- und absteigen. Springen muss ebenfalls jeder Reiter einzeln. Der Parcours besteht aus fünf Hindernissen, die 60 bis 70cm hoch sind. Mindestens ein Sprung muss aus dem Galopp überwunden werden, die übrigen dürfen auch im Trab angeritten werden. Vor einem allfälligen Abwurf oder Sturz brauchst du keine Angst zu haben. Deswegen fällst du noch nicht durch die Prüfung. Überhaupt musst du schon sehr schlecht abschneiden, damit du das Brevet nicht bestehst. Gerade bei Kindern drücken die Richter oft ein Auge zu und lassen fünf gerade sein.
Nicht nur dein reiterliches Können wird geprüft, sondern auch der Umgang mit dem Pferd, putzen, satteln, anbinden und so weiter. Du wirst aber oft nicht alles zeigen müssen. Die Prüflinge werden in Gruppen aufgeteilt. Eines aus der Gruppe muss dann bspw. sein Pferd anbinden, ein zweites sattelt es, das dritte nimmt den Sattel wieder ab. Nebenbei wird euch der Richter auch Fragen stellen wie: «Benenne die Teile des Sattels!» oder «Warum muss man dieses oder jenes so machen?»
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