Ich dacht, ich schreib mal den ersten Eintrag, in der Hoffnung, er bleibt hier nich' alleine stehn!!!!
Also, wo soll ich anfangen.... Ich geb einfach mal die "Kurzfassung" von meinem Kleinen.
Heut is er ein so um die 1,60 großer (zumindest kommt er mir so vor, können auch 5 cm weniger sein), knapp vierjähriger Curly- Hengst, er hat sich dann doch mal für eine Farbe entschieden (Schimmel), hat jeden Tag den Schalk im Nacken sitzen und hört auf den Namen "Starsailor".
Leute, die mich mit ihm umgehn sehn, behaupten immer, er hätt' einige Eigenschaften von mir (stur, etwas trottelig, manchmal zickig, aber genauso sensibel).
Heute is er neugierig, geht auf Leute zu, lässt sich streicheln und freut sich, wenn mal wer anders als ich kommt, der auch mal "Tach" sagt. Als Fohlen ließ er keinen an sich ran -> seine Mama is in USA misshandelt worden und hat leider immer noch Phasen, wo sie sich an's andre Ende der Wiese verzieht, wenn man auf zehn Meter an sie ran kommt und diese Phasen sind immer die, wenn sie ihr Fohlen bekommen hat.
Bei seiner Geburt war das schwierig, weil er draußen geboren worden und unter'm Zaun durchgerollt is, was ers' morgens bemerkt wurde. Na ja, das Ergebnis war, dass der Kleine keinen an sich ran gelassen hat, höchstens unter Mama's Bauch durch, aber dann auch nur kurz und anschließend ergriff er die Flucht. Hatte man es vielleicht doch irgendwann mal geschafft, übte der Fratz sich in den besten Hengstmanieren: beißen, treten und steigen beherrschte er in Perfektion. Wir waren froh, dass er wenigstens beim Füttern brav war.
Und dann hab ich ich Bescheuerte (mag Pferde, die wählerisch sind) mich im tiefsten Winter ein bis drei Stunden auf die verdammte Koppel gehockt und gewartet, bis das kleine verdammte Fohlen von sich aus kam (zwei Paar Strümpfe in Thermostiefeln, zwei Leggins unter der Reithose, zwei Pullis, 'ne Jacke und unendlich viele Handschuhe haben nich' viel gebracht).
Das Ende vom Lied war, dass er nach etwa drei oder vier Wochen außer mir keinen ran ließ und nach noch zwei Wochen war's dann okay, wenn ich dabei war, dann durften auch andre kommen - wobei er da immer noch ziemlich grätzig war.
Mit Unterstützung von meiner Reitlehrerin hab ich ihm dann die Grundlagen beigebracht: halftern und führen. Da dran hab ich nachher die Bodenarbeit angeschlossen, also stehn bleiben, wenn ich stehn bleib, rückwärts gehn, wenn ich es sag, rumdrehn und die ganzen Dominanzspielchen. Den Crash- Kurs hat er auf der Euqitana Open Air 2002 (??) gekriegt, da war er knapp 'n halbes Jahr alt und anschließend hat er alle Übungen perfekt beherrscht.
Ich hab das alles dann weiter ausgebaut, bin mit ihm spazieren gegangen, hab ihn geputzt, einfach nur geschmust, ihn an alles mögliche gewöhnt (Planen, Mülleimer, Mülltonnen, halt alles was "gefährlich" is), hab dann angefangen ihn zu longieren (das hat gedauert!!!
Das Vertrauen, das ich vom Boden aus aufgebaut hab, bewährt sich jetzt. Er geht mit mir an Planen oder Trekkern vorbei und is bei unsrem ersten Ausritt vor zwei Wochen ohne mit der Wimper zu zucken durch'n Bach gegangen (und ich hatt' befürchtet, ich muss eventuell absteigen, weil ich das länger nich' mit ihm gemacht hatt').
So, der "kurze Überblick"
Viele liebe Grüße,
Katha