Eine kleine Fahrer-Geschichte!

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Eine kleine Fahrer-Geschichte!

Beitragvon Mini-Mary » 26.06.2006 11:48

Fahren ohne Kopfstück !


An einem herrlichen Sommerstag fuhr ich, mit meiner kleinen Aurora vor dem Sulki, durch den Wald spazieren. Ich war richtig zufrieden und super stolz, war sie doch das erste Pony, das ich selber ganz alleine eingefahren hatte. Und sie machte ihre Sache wie gewohnt einfach klasse. Die Fliegen nervten ein wenig und obwohl sie eine sehr üppige und dichte Mähne hatte, musste sie sich durch gelegentliches Kopfschütteln von den Plagegeistern befreien!
Nach einer Weile aber blieb Aurora mitten im Wald einfach stehen. Ohne ersichtlichen Grund hielt sie an und war auch nicht mehr zum Weitergehen zu überreden. Sie hatte keine Angst und war auch nicht hibbelig und auch die Fliegen waren hier im Wald eigentlich weg, aber sie stand und war nicht von der Stelle zu bewegen.
Also musste ich dann doch vom Sulky absteigen und nachsehen was los war.
......Ups.....! Sie hatte kein Kopfstück mehr an!!!
Das Kopfstück hing ihr an den Leinen einfach vor der Brust,....und alle Schnallen waren auf !
Ich hatte das Verschnallen ganz einfach vergessen und beim Kopfschütteln war das gesamte Kopfstück heruntergefallen - hatte ich wegen der Supermähne vom Sulky aus nicht gesehen. Aurora blieb stehen, weil sie wohl nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Peinlich!!!
Ich "zog sie wieder an", diesmal machte ich auch alle Schnallen ordnungsgemäß zu , und dann ging es gewohnt bestens weiter. Nach diesem Erlebniss war ich noch stolzer auf meine kleine Aurora, das sie so brav und so ruhig geblieben war!

Das ist nun zwar kein aufregendes Erlebnis, aber auch sowas kann passieren und ganz ungefährlich war das sicher auch nicht!

Etwas später konnten wir mit Aurora sogar therapeutisches Reiten für Kleinkinder machen und sie wurde an diese Familie eben für diese Zwecke dann auch verkauft (zusammen mit ihrer jüngeren Schwester)
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Beitragvon Sailor » 26.06.2006 12:07

Als "nicht aufregend" würd ich das nich' bezeichnen. Dazu gehört 'ne ganze Menge Arbeit und dass deine Aurora einfach stehn blieb und nich' ihre Freiheit ausgenutzt hat, zeigt, dass du verdammt gute Arbeit geleistet has und 'n erstklassiges Verhältnis zu deinen Pferden has.

Wie fährs' du deine Pferde denn ein?? Ich hab mal 'ne kleine Demonstration gesehn, aber so was reicht ja nich' aus. Wär lieb, wenn du mir mal in Ansätzen was beschreiben könntes'. :)
Sailor
 

Beitragvon Mini-Mary » 26.06.2006 12:46

Also bei Aurora war das sehr einfach. Die Kleine war bei uns geboren und wir bei der Geburt dabei. Als unser erstes Fohlen wurde sie natürlich so viel betüddelt, das die Ausbildung nachher ein Klacks war. Aber mal in Detail:
Ich fange mit ausgiebigen Spaziergängen am Halfter an. So als Scheu- und Vertrauenstraining. Mit mir zusammen passiert eben nichts!
Dann gewöhne ich sie bei diesen Ausflügen ans Geschirr, erst der Bauchgurt, dann der Schweifriemen usw.
Sobald sie auch ans Gebiss gewöhnt sind fange ich mit Doppellonge oder Langzügel auf dem Platz an. Kommandos üben, Gewicht ziehen ...! Der Rest geht dann fast von allein, wenn man sich gut kennt!
Wir haben einige Kurse besucht, aber von Allem, was da so gelehrt wird, sind wir auch nicht begeistert und entscheiden oft aus dem Bauch heraus. Das hat bisher Bestens funktioniert.
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Beitragvon Sailor » 28.06.2006 14:26

Scheutraining und Halfter-Spaziergänge haben mein Kleiner und ich schon hinter uns. :) Solang ich auf'm Boden bin, zuckt er mit keinem Ohr wenn irgendwas is. Wenn ich drauf sitz, eigentlich auch nich', wenn ich mal so überleg. :wink:

Das mit dem Einfahren muss ich mir mal überlegen, ich kann ihn zwar longieren, aber mit der Doppellonge muss ich zuers' selber bei 'nem erfahrenen Pferd üben, sons' versau ich mir mein eigenes Pferd noch. Aber da muss ich dann eh noch mit warten, ers' Rückenmuskulatur aufbaun und ich darf nur zum longieren für 'ne halbe Stunde auf'n Platz, sons' darf ich nur harten Boden gehn... :?

Na ja, mal schaun.
Sailor
 


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