Hallo zusammen!
Hier möchte ich euch mein "Tagebuch" über die erste Stallsaison mit unseren Shire-Fohlen vorstellen, denn es ist ja auch für uns völlig neu!
01.10.2008
Es ist nun wohl soweit, wir holen unsere Pferde heute das erste mal in den Stall. Da wir ja keine wirklichen Unterstellmöglichkeiten auf der Weide haben, außer hohe Bäume, ist es mir bei diesem stürmischen Regen doch lieber, ich weiß die Pferde etwas besser untergebracht (wahrscheinlich macht es mir mehr aus als den Tieren)!
Jedenfalls verbringen die Pferde heute die erste Nacht im Stall und weil die Boxen zwar groß, aber für Stuten mit diesen doch schon recht großen Fohlen etwas klein ist, probieren wir heute etwas aus:
In den beiden äußeren Boxen stehen die Mütter, dazwischen, also zusammen in der mittleren Box, die beiden Fohlen.
Da die Fohlen ja noch nicht abgesetzt sind, werden wir sie nachher noch einmal zu den Müttern lassen, damit sie trinken können, und dann natürlich morgen früh auch gleich als erstes wieder.
So müssen sie eben einmal für etwa 7 - 8 Stunden ohne Muttermilch auskommen (so oft trinken sie ja auch schon gar nicht mehr).
Sollte es nachts doch mal Unruhe geben, können wir ja gleich reagieren.
Ich bin gespannt ob das funktioniert!
02.10.2008
Die Probe hat primstens funktioniert.
Gestern Abend, nach unserem Englischkurs so gegen 21.30 - 22.00 Uhr haben wird die Fohlis nochmal trinken lassen (die gingen auch sofort an's Euter), danach kamen sie wieder in die mittlere Box und all bekamen noch etwas Heu.
Die ganze Nacht über war es total ruhig, den Stuten machte es absolut nichts das geringste aus, das die Babys nebenan in einer Box standen und nicht bei ihnen!
Heute früh um 6.00 Uhr haben wir dann gefüttert und die Babys wieder zu den Mamis gelassen. Die Fohlen hatten es richtig eilig, an die Euter zu kommen! Lucie war es im ersten Augenblick wohl etwas unangenehm, weil das Euter natürlich sehr prall war, aber nicht so, dass sie sich irgendwie gewehrt hätte oder nervös war oder so. Sie zuckte nur zwei mal kurz weg, dann konnte April aber sofort alles austrinken!
Honeymoon war das völlig egal, Hauptsache sie bekam ihr Futter in den Trog.
Beide Fohlis haben sich also sofort sattgetrunken und mümmeltenn dann noch bei Mamas Futter mit.
Ich hatte mit ein wenig mehr Unruhe während der "Trennung" gerechnet, aber davon war absolut nichts zu sehen (Kamera/Bildschirm).
Bedeutet zwar für uns abends nochmal raus zu müssen und auch am WE morgens früh aufstehen, aber dafür können wir ruhiger schlafen, wenn wir wissen, dass es so gut funktioniert und wir nicht befürchten müssen, die Fohlen werden von den Müttern vielleicht im Liegen getreten oder so!
31.10.2008
Also das mit den Fohlen im Stall klappt ganz prima! Die beiden wissen schon genau wo sie hin gehören.
Wenn wir sie abend bei den Müttern haben trinken lassen, dann brauchen wir, wenn sie fertig sind nur noch die Boxentüren öffnen und die beiden gehen ohne zu murren wieder in ihre box zurück.
Anfangs haben wir ihnen immer ein halfter aufgezogen und sie von der Mutterbox in ihre eigene geführt, jetzt geht das alles ohne Halfter und wie von selbst! total niedlich.
Abends trinken sie schon gar nicht mehr so "wild", sind ja auch satt vom Futter, morgens sind sie dann doch noch recht stürmisch, liegt aber daran, dass wir sie nicht vorher füttern sondern erst zu Mama lassen. Das werden wir ab diesem Wochenende aber ändern: Bevor sie also morgens zu Mama trinken dürfen, bekommen sie erst einmal Frühstück. Ich denke, so werden sie auch morgens nicht mehr so viel trinken und der Milchfluss bei der Stute noch mehr verringert werden, bis die Fohlen irgendwann komplett abgesetzt sind.
14.11.2008
So, wieder eine kleine Veränderung:
Inzwischen holen wir die Pferde um 17.°° Uhr in den Stall, denn dann wird es bereits dunkel!
Vorher haben wir die Pferde dann um 20 Uhr gefüttert und um 22 Uhr die Fohlen ein letztes mal trinken lassen.
Jetzt füttern wir um 21 Uhr die Mütter! Während die Fohlen also bei Mutti trinken, mampfen dieStuten schon ihr Abendessen. In dieser Zeit machen wir die Kinderbox fertig, mit Fohlenfutter und Heu und etwas sauber machen usw. und sobald die Fohlen fertig getrunken haben holen wir sie wieder in ihre Box. ....Was heißt holen, nach bereits zwei Tagen wussten sie genau Bescheid und gehen inzwischen selbständig wieder rüber. Ist echt niedlich, wir lassen die Boxentüren auf, die Mütter gehen eh nicht raus, schon gar nicht wenn noch Futter im Trog ist und wenn die Fohlen fertig sind, tapsen sie selber an ihre eigenen Tröge, sie wissen eben wo es was Leckeres gibt! Okey, ein wenig in die richtig Richtung schieben muss man sie manchmal, weil es ja vor der Box auch ganz interesant ist und man sich dort mal umsehen kann, wenn man schonmal daaaa ist.... !!!
Aber die sind so lieb, funktioniert alles ohne Halfter, obwohl es ja draußen ist und sie rumlaufen könnten!
Morgens werden sie nach wie vor erst gefüttert und gehen dann trinken. Alles passiert richtig schön ruhig und gelassen. Von einem kompletten Absetzen ist aber wohl noch keine Spur, dafür schmeckst bei Mami noch zu gut, aber das kommt auch noch!
Es ist richitg schön, so "erwachsene" Fohlen zu haben. Jetzt brauchen wir abends nur noch einmal raus zum füttern und das haben wir ja eigentlich schon immer so gemacht: reinholen und Heu, und später dann Abendmahlzeit und Heu für die Nacht!
Ich denke der nächste Schritt wird sein, bereits um 20 Uhr zu füttern und die Fohlis dann morgens nach dem Füttern erst auf der Weide bei den Müttern trinken lassen, aber das dauert noch eine Weile!!
Macht irre viel Spaß und Freuden mit den Beiden!!!
Fortsetzung folgt!