Genau das ist vor ein paar Wochen geschehen.
Eine Ponyweide, mit Stuten und Fohlen, Hengsten und Absatzfohlen. Mehr Matsch als Weide, nur ein Rundballen Heu dazu gestellt. Entsprechend unsauber ging es dort zu.
Und dazwischen stand er, ein kleiner grauer Absetzer-Hengst, immer etwas im Hintgergrund, weg von den erwachsenen Hengsten, eingeschüchtert und scheu. Seine Beine dreckverkrustet, sein Schweif verklebt, sein Fell stumpf, seine Mähne hatte er im Stacheldraht zurück gelassen.
Aber sein Blick hatte sofort mein Herz erobert und es war um mich geschehen.
So kam also der kleine Jährlingshengst, ein Welsh-A und etwa 95 cm "groß", zu uns auf den Hof. Wir haben etwa eine Stunde gebraucht bis er mehr oder weniger freiwillig in den Hänger ging. Wir hätten ihn auch einfach draufschieben können, aber das wollten wir nicht. Sein erster Eindruck von uns sollte nicht nur übel ausfallen.
Obwohl verboten, wollten wir ihn auch während der Fahrt nicht alleine in dem großen Hänger lassen und so fuhr einer von uns bei ihm mit. Die ersten netten Menschenkontakte wurde da bereits geknüpft.
Bei uns angekommen war er schon etwas zutraulicher und ging sogar an der Leine mit, seine zukünftigen Weidepartner kennen zu lernen. Aber erst einmal kam er über Nacht in die Box und die beiden Wallache in die Nebenbox, zum ersten kennenlernen.
Das ist er, der klein Prince Charming ROMEO:


Die Integration zu den beiden Wallachen Harry und Tiger hat nicht ganz so geklappt wie erhofft. Die beiden sind ein eingeschworenes Team und gemeinsam fühlten sie sich stark, also wurde Romeo am nächsten Tag unschön über die Weide gejagt. So entschieden wir uns Tiger erst einmal nebenan auf den Reitplatz zu stellen, Harry blieb bei Romeo, und so funktionierte es dann auch erst einmal.
Wenn ich mit Harry unterwegs war stellten wir Tiger zu dem Kleinen, auch das ging nach einigen Tagen schon.
Romeo kam also erstmal mit Halfter auf die Weide, denn das Aufhalftern und der ständige Kontakt zum Menschen kannte er gar nicht. Trotzdem hat er alles vom ersten Tag an absolut lieb mitgemacht, zeigte mit jedem Kontakt weniger Scheu.

Drei Wochen nach seiner Ankunft bei uns:
Nachdem wir mit Romeo ja so prima zurecht kommen und er inzwischen alles andere als scheu uns gegenüber ist, darf er schon eine Weile auch ohne Halfter raus. Vorher wussten wir ja nicht wie schnell wir ihn wieder eingefangen bekommen. Aber das Aufhalftern, auch auf der Weide, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.
Die beiden Wallache sind noch immer ein eingeschworenes Team und lassen den Kleinen außen vor, aber sie akzeptieren ihn immer mehr in der Nähe und gejagt wird gar nicht mehr. Ich warte eigentich nur noch auf den Augenblick, wo er sich mit einem der beiden Fellrault.
Gegrast wir inzwischen so:

Hier noch ein paar Bilder von heute:













